Lindenstraße

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Daher beschränkt sich der Inhalt des hiesigen Artikels auf eine Kurzbeschreibung bzw. zusätzliche Angaben von LGBT-relevantem Interesse.
 

Seit Dezember 1985 wöchentlich ausgestrahlte Fernsehserie der ARD. Sie hat den Anspruch mitten im deutschen Alltag angesiedelt zu sein und behandelt die Schicksale der Bewohner einer imaginären Straße in München. Die Ereignisse verlaufen in Realzeit, die Personen, teilweise von Beginn an dabei, altern mit und es gibt stets unmittelbar Bezüge zu aktuellen gesellschaftlichen Fragen und zur Tagespolitik.

Idee und Produktion (anfangs auch Regie) der Lindenstraße stammen von Hans W. Geißendörfer.

Die anfänglich harsche Kritik der Medien und die Ablehnung der Serie durch die Zuschauer wandelte sich rasch in Zustimmung. Der Kleinbürgeralltag, vergegenwärtigt überwiegend durch Leiendarsteller, hatte dabei Trash-Qualitäten, die bei einem schwulen Publikum besonders gut ankamen. Im Zentrum des Geschehens stand lange die Figur der Mutter Beimer und ihrer Familie. Eine der lange Jahre präsenten Bezugsfiguren war aber auch der schwule Carsten Flöter (dargestellt von Georg Uecker). 1991 kam es zu einem durch konservative und kirchliche Kreise kritisierten Kuss zwischen ihm uns seinem Freund. Danach wurde Carsten Flöter bis auf weiteres zum Medizinstudium ans andere Ende der Welt (Australien) verbannt.

"Das sollen wir sein? Sind wir so langweilig, so säuerlich-moralisch, so einfältig und lebens-müde? Und selbst wenn wir so wären, müssen wir uns dabei auch noch zusehen? Nein, so schlecht kann das Leben nicht spielen", schrieb die Frankfurter Allgemeine Zeitung nach der Ausstrahlung der ersten Folge am 17. 12. 1985.