BJ Wuppertal: Unterschied zwischen den Versionen

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Aktuelle Version vom 7. Dezember 2010, 13:34 Uhr

Die BJ Wuppertal, eigentlich B.J. Wuppertal e.V. ist ein eingetragener gemeinnütziger Verein der nach Satzung Jugendarbeit mit homo- und bisexuellen Jugendlichen in Wuppertal betreibt. Im Jahre 2009 feierte er sein 15 jähriges bestehen und ist somit einer der ältesten Vereine dieser Art in Nordrhein-Westfalen und die mittlerweile einzige schwul-lesbische Jugendgruppe im Großraum des Bergischen Landes.

Gründung

Die B.J. Wuppertal wurde 1994 von Jugendlichen Schwulen und Lesben als Verein gegründet. Die Intention dazu war die rechtliche Absicherung von Projekten, deren Zweck unteranderem Präventionsarbeit bei jungen Homo- und Bisexuellen war, sowie durch eine Vereinsgründung den Zugang zu Fördermitteln zu erhalten. Das Finanzamt Wuppertal erteilte die Gemeinnützigkeit im selben Jahr. Seitdem ist der B.J. Wuppertal beim örtlichen Vereinsregister als B.J. LesBiSchwule Jugendgruppe Wuppertal e.V. unter der Registernummer VR 3583 als gemeinnütziger Verein eingetragen.

Entstehung des Namen

Die im Vereinsnamen verwendeten Buchstaben B.J. stehen als Kürzel für “Bezaubernde Jeannies” was jedoch in ausgeschriebener Form kaum noch Verwendung findet. Zu diesem doch recht ungewöhnlichen Namen kam es zum einen da man dem Verein einen eigenen Charakter geben wollte und zum anderen da der Vereinsname weniger förmlich klingen sollte. Das “Bezaubernde” sollte hierbei auf die homosexuelle Thematik des Vereins hinweisen, da Homosexuelle gerne auch als “Verzauberte” bezeichnet wurden. Das “Jeannie” wiederum begründete sich darin das zur Zeit der Gründung des Verein die US-Fernsehserie Bezaubernde Jeannie sich einer großen Beliebtheit erfreute, insbesondere unter der homosexuellen Gemeinschaft. Auch wurde die pastellfarbende, oft in Plüsch gehaltende Flasche der Jeannie als eine wunderbare Erfüllung des Klischee über Schwule und ihre Lebensweise, gesehen. So das eine Einbindung in den Vereinsnamen als eine Art Retourkutsche gesehen werden kann.

Aktivitäten

Neben den wöchentlich stattfindenden Gruppentreffen in der diverse Aktivitäten wie Videoabende oder gemeinsames Kochen, werden auch regelmäßig Präventions- und Aufklärungsabende bzw. Veranstaltungen zu diesen Themen durchgeführt, sowie diverse Ausflüge unternommen. Weiterhin finden jugendliche Homosexuelle und Bisexuelle in der B.J. Wuppertal eine erste Anlaufstelle bei Fragen zu Gesundheit, Prävention, Diskriminierung oder Comingout. Zwecks dieses breitgefächerten Angebots an Hilfestellungen ging der B.J. Wuppertal e.V. verschiedene kooperative Partnerschaften mit Anlaufstellen ein, oder aber nimmt an verschiedenen Projekten teil. Hierzu gehören unter anderem:

  • schlau NRW
  • lambda
  • AIDS-Hilfe Wuppertal
  • Herzenslustteam Wuppertal
  • Medienprojekt Wuppertal

Mitgliedschaften

Der Verein B.J. Wuppertal ist Mitglied des Jugendring Wuppertals, des Wupperpride e.V., dem Arbeitskreis "Welt-AIDS-Tag Wuppertal sowie des Schwul-Lesbischen Netzwerkes NRW.

Medien

Der Verein kam insbesondere im Dezember 2008 in den regionalen Medien vermehrt zum Vorschein als er eine Demonstration gegen den jamaikanischen Reaggesänger Capleton im Wuppertaler U-Club organisierte. Der Protest sorgte für eine breite Diskussion in Wuppertal, welche zum Teil auch in Zeitung, Fernsehen und Rundfunk geführt wurde. In Zusammenarbeit mit dem Medienprojekt Wuppertal entstand hierzu auch eine Dokumentation welche sich mit der Thematik der Situation von Homosexuellen in Jamaica sowie, die Beziehung des Reagge zur Homosexualität auseinandersetzte. Diese wurde im Rahmen einer Vorführung des Borderline, dem Videomagazin des Medienprojekts Wuppertal im Cinemaxx statt. Weiterhin wird sie als DVD vom Medienprojekt Wuppertal vertrieben. Ebenfalls in Zusammenarbeit mit dem Wuppertaler Medienprojekt wurde eine Dokumentation über den CSD 2008 in Wuppertal produziert zu dem der Verein eine Umfrage in Wuppertal zum Thema Homosexualität erstellt hat um ein allgemeines Stimmungsbild der Wuppertaler Einwohner zu erhalten, die jedoch nicht repräsentativ ist.

Weblinks und Quellen