Benutzer Diskussion:Sophismos

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Version vom 1. August 2010, 04:25 Uhr von Fg68at (Diskussion | Beiträge) (Neuer Abschnitt Homosexuelle / Homophile / Schwule)
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Daddy-Kneipe

Noch nic edavon gehört. Hast du ein Beispiel? --Fg68at 03:23, 15. Jun. 2010 (CEST)

Im gayweb stehen diese mit der Bezeichnung "für ältere". In Frankfurt ist es das "Na Und". Tatsächlich sind dort (es ist wochentags meist ziemlich leer dort) einige ältere Gays, die sich ganz offensichtlich - selbst wenn sie nebeneinander an der Bar sitzen - ziemlich ignorieren, ein jüngerer Wirt und - im Idealfalle - noch wenige ganz junge Gays. Die Daddys dort stehen wohl ganz offensichtlich nicht auf Sons, sondern auf Grandsons (also 60+ sucht 20-). Ganz extrem war dies mit Daddys/Sons mir Anfang der 1990er in Stuttgart im "Torso" aufgefallen; die Daddys waren dort sehr forsch. Ganz extrem ist es in der Spankingszene: Anfang der 1990er gab es in den Niederlanden ein Gay-Spanking-SM-Zentrum (es war ein Ableger des inzwischen geschlossenen vagevuur), das lt. Programmheft nur Paare mit hohem Altersunterschied reinließ. -- Sophismos 07:28, 15. Jun. 2010 (CEST)

Homosexuelle / Homophile / Schwule

Ich würde dir zum Lesen ans Herz legen:

Dann kriegst du vielleicht ein Gefühl was vorher war und was sich geändert hat.

Zu: Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt:

  • Ein Coming-Out der Massen innerhalb dieser wenigen Monate zwischen dem Ende der gnadenlosen Verfolgung und dem Beginn der Studie war überhaupt nicht zu erwarten. Geht auch nicht, die meisten waren homophil und nicht schwul.
  • "Bis 31.08.1969 wurden Schwule gnadenlos verfolgt." Naja, sooo gnadenlos auch wieder nicht. Oder nicht über die gesamte Zeit.
  • "hätten sie in der Kürze der Zeit niemals die Gelegenheit gehabt, sich zu organisieren, Vereine zu gründen und eine schwule Presse aufzubauen."

Es gab Vereine und es gab Medien, wenn auch recht im Ghetto. Es gab in der Schweiz den Kreis, und seine Zeitung w:Der Kreis (Homosexuellenzeitschrift). Es gab einen Dänischen Verein, mit Vereinszeitung und Versand, der bis nach Österreich und Deutschland ausstrahlte. Aber die Grundeinstellung der meisten war "homophil".

  • "unter den Schwulen in Westdeutschland ein völliges Informationsdefizit" völlig? Naja, ein großes.
  • "Die Aussage "Wir müssen uns organisieren. Wir brauchen bessere Kneipen,..." ist angesichts der Kürze der Zeit äußerst gewagt." Das war ein Aufruf, so etwas zu organisieren. Ein Aufruf, die eigene Einstellung zu ändern.
  • "Es grenzt praktisch an ein Wunder, daß es bereits zum Drehzeitpunkt überhaupt Konzessionen für Schwulenkneipen gab." Ein paar gab es immer, sogar in der Nazizeit. Aber die Menschen dort waren von der Grundeinstellung nicht schwul, sondern homophil. Die neuen (linken) Schwulen boykotierten teilweise auch die alten Kneipen, weil sie ihnen verlogen vorkamen. Sie machten neue, relativ offene.
  • "Angesichts dieses historischen Hintergrundes ist es erstaunlich, daß ein Film, der auf der gesellschaftlichen Situation wenige Monate nach der "Stunde Null" basiert, heute noch Aktualität besitzt." Er basiert darauf, aber er überspitzt teilweise auch. Er ist absichtlich provokant, um verändern zu können, was er dann ja auch getan hat. Aktualität, bis zu einem gewissen Teil ja. Große Änderungen: Im Film wird von einem Art kommunenhaftigen Zusammenleben geredet. Die Beziehungen des Schwulen dauern eh nur bis zu drei Jahre, dann ist die Luft raus. Eine eingetragene Lebenspartnerschaft wäre damals nie in den Sinn gekommen. Nur dann kam 1982 und vom wilden Rumficken bekam man nicht nur heilbare Krankheiten.

Vielleicht etwas pointiert:

  • Homophil: Ich lebe doch eh so brav, stoßt mich nicht aus.
  • Schwul: Ich bin eine schwule Sau und ihr habt mich als solches zu akzeptieren. (Wobei alle extremsten linken Organisationen, die sich nicht gewandelt haben, haben nicht bis heute überlebt. Es kristallisierte sich ein neuer Mainstream heraus.)

--Fg68at 04:25, 1. Aug. 2010 (CEST)