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	<title>HomoWiki - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<id>https://www.homowiki.de/index.php?title=Jean_Claude_Letist&amp;diff=23501</id>
		<title>Jean Claude Letist</title>
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		<updated>2020-10-19T14:20:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ulli: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Jean-Claude Letist&#039;&#039;&#039; (* 13.2.1946 - 28.2.1990) wurde in Brüssel geboren, lebte dannn in Lüttich / Liege (Belgien). Er arbeitet zunächst als Pilot, zog dann aber 1968 nach Köln und arbeitet dort bis zu seinem Tod als Übersetzer und Dolmetscher bei einer Rundfunk-Anstalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:LetistPlatz.jpg|framed|Jean-Claude-Letist-Platz, Köln|Jean-Claude-Letist-Platz, Köln]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Letist war ein &amp;quot;Mulit-Funktionär&amp;quot; der Kölner, deutschen und internationalen Schwulenbewegung, einige seiner Ämter:&lt;br /&gt;
*langjähriges Vorstandsmitglied der [[Lglf|glf]]&lt;br /&gt;
*erster Generalsekretär der IGA (später: [[International_Lesbian_and_Gay_Association|ILGA]]) seit 1986&lt;br /&gt;
*Gründungsmitglied des * [http://de.wikipedia.org/wiki/Bundesverband_Homosexualit%C3%A4t BVH]&lt;br /&gt;
*Gründungs- und Vorstandsmitglied Emanzipation e.V. (Betreiberorganisation des [[SCHULZ]])&lt;br /&gt;
*Mitgründer und Mitinhaber des Kölner schwulen Buchladens &#039;Lavendelschwert&#039;&lt;br /&gt;
*Mitgründer und Vorstandsmitglied der Kölner Aids-Hilfe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Letists Wesen ist vielleicht am besten dadurch charakterisiert, dass er im Freundes- und Aktivistenkreis den Spitznahmen &#039;Gutemine&#039; hatte  (nach der Frau von Majestix und &#039;ersten Dame im Dorf&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jean-Claude Letist verstarb am 28.2.1990 an den Folgen von [[Aids]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2000 wurde ein bis dahin unbenannter Platz in der Kölner Innenstadt nach ihm benannt (auf Beschluss der Bezirksvertretung Innenstadt vom 18.5.2000 nach Antrag von Grünen, SPD und Regenbogenliste).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
*[https://www.2mecs.de/wp/2007/03/jean-claude-letist/ 2mecs 10.03.2007: Jean-Claude-Letist-Platz (1946 - 1990)]&lt;br /&gt;
*[https://www.2mecs.de/wp/2019/07/traueranzeige-jean-claude-letist/ 2mecs 10.03.2007: Stonewall Momente: Traueranzeige Jean Claude Letist – homosexuell oder schwul ? (Video)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aktivisten|L]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Männer|L]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ulli</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.homowiki.de/index.php?title=Schwusel&amp;diff=23500</id>
		<title>Schwusel</title>
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		<updated>2020-10-19T14:17:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ulli: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;SchwuSel&#039;&#039;&#039; - schwul-lesbischen Jugend Hamburgs (auch: Verband zur lesbisch/ schwulen Emanzipation junger Menschen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mai 1981 gegründete Selbsthilfegruppe schwuler und lesbischer Jugendlicher. In der erste Ausgabe 1983 der eigenen Zeitung “SCHWUSEL – unabhängige Zeitung der schwul-lesbischen Jugend Hamburgs” wurde die Gruppe so vorgestellt: “SCHWUSEL – aus SCHWU von SCHWUl und SEL von LESbisch – ist eine Selbsthilfegruppe schwuler und lesbischer Jugendlicher im Alter bis ca. 25 Jahre, die es seit Mai 1981 gibt. … SCHWUSEL hat im Januar 1983 ca. 50 Mitglieder. Einige von uns arbeiten im [[Forum Hamburger Lesben und Schwule]] mit.”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Koordiniert wurde Schwusel von einem ‘Kollektiv’. Die Gruppe traf sich im JZ St. Georg, später dann in den Räumen in der ersten Etage über dem ‘[[Tuc Tuc]]’ in der Oelkersallee 5 in Hamburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schwusel bestand vor allem auch aus zahlreichen Unter-Gruppen. So vermeldet die Schwusel-Zeitung 2/83 neben dem Kollektiv eine Coming-Out-Gruppe, eine Kennenlern-Gruppe, eine Provinz-Gruppe, die Freizeitgruppe, hinzu kam später z.B. eine Schul-Gruppe, eine Lesbengruppe, verschiedene Geprächskreise. Schwusel unterhielt zudem ein zwei Stunden pro Woche erreichbares “Schwusel Telefon” – und war somit eine der ersten regelmäßig für junge Lesben und Schwule erreichbaren Anlaufstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
*[https://www.2mecs.de/wp/2020/02/tuc-tuc/ 2mecs: Café Tuc Tuc]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ulli</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.homowiki.de/index.php?title=Rolf_Italiaander&amp;diff=23499</id>
		<title>Rolf Italiaander</title>
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		<updated>2020-10-19T14:11:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ulli: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039; Rolf Italiaander&#039;&#039;&#039; (* 20. Februar 1913 in Leipzig; † 3. September 1991 in Hamburg) war ein deutscher Schriftsteller, Übersetzer, Kunstsammler, Forschungsreisender, Ethnograf sowie Autor von Kinder- und Jugendbüchern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Rolf_taliaander_Grab.jpg|framed|Rolf Italiaander, Grab auf dem Hauptfriedhof Ohlsdorf, Hamburg |Rolf Italiaander, Grab auf dem Hauptfriedhof Ohlsdorf, Hamburg ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Italiaander gründete nach dem 2. Weltkrieg in Hamburg zusammen mit [[Hans-Henny Jahnn]] und anderen die ‘Freie Akademie der Künste in Hamburg’, deren Generalsekretär er über 20 Jahre war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1951 schrieb Italiaander, veranlasst durch die ‘Frankfurter Homosexuellen-Prozesse’, das Stück “Das Recht auf sich selbst”, das erste Nachkriegs-Theaterstück zum Thema Homosexualität. Am 2. April 1952 wurde es von Ida Ehre an den Hamburger Kammerspielen uraufgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1959 organisierte Italiaander auf Anregung von [[Michel Foucault]] im Hamburger ‘Institut Francais’ (dessen Direktor Foucault 1959/60 für ein Jahr war) eine Ausstellung mit Kupferstichen afrikanischer Künstler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Immer wieder lieferte er Texte für Homosexuellen-Magazine der Zeit, insbesondere für ‘Club 68′, für den er 1969 [im Jahr des Stonewall-Aufstands!] den Text “Selbstverwirklichung und Integration der Homophilen” verfasste (in Ausgabe 2/1969), sowie für ‘Der Kreis’ (für den er auch Photographien und Zeichnungen lieferte) u.a. einen langen Aufsatz über [[Jean Genet]]. Dieser Genet-Aufsatz war die Basis für Italiaanders Text “Jean-Paul Sartre über Jean Genet”, der der bei Rowohlt 1955 erschienenen (und nur auf Bestellung erhältlichen) ersten deutschen Ausgabe von Genets “[[Querelle]]” beigefügt war .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende der 1960er Jahre zählte Italiaander zu den bedeutendsten Unterstützern einer Reform des [[Paragraph_175|§175]]. 1968 veröffentlichte er als Herausgeber im Hamburger ‘Gala Verlag’ mit “Weder Krankheit noch Verbrechen – Plädoyer für eine Minderheit” eine Sammlung von Aufsätzen, Essays und Texten Prominenter, die sich gegen den [[Paragraph_175|§175]] aussprachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rolf Italiaander starb am 3. September 1991 in Hamburg. Sein Grab (in dem er gemeinsam mit seinem Partner Hans Ludwig Spegg beigesetzt ist) befindet sich auf dem Friedhof Ohlsdorf (Hamburg).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Informationen zu Rolf Italiaander in der [[w:Rolf_Italiaander|Wikipedia]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personen der Zeitgeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Männer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:1913 Geboren]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weblinks ===&lt;br /&gt;
* [https://www.2mecs.de/wp/2012/09/rolf-italiaander/ 2mecs: Rolf Italiaander (1913 – 1991)]&lt;br /&gt;
* [https://www.2mecs.de/wp/2020/10/michel-foucault-in-hamburg/ 2mecs: Foucault in Hamburg]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ulli</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.homowiki.de/index.php?title=Schwanzvergleich&amp;diff=22141</id>
		<title>Schwanzvergleich</title>
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		<updated>2019-01-29T11:36:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ulli: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Ein &#039;&#039;&#039;Schwanzvergleich&#039;&#039;&#039; ist das Vergleichen der Penislänge unter meist jungen Männern. Dazu wird der [[w:Erektion|erigierte]] [[Penis]] entblößt und von den vergleichenden Personen betrachtet. Beim Schwanzvergleich wird unter den [[w:Pubertät|Pubertierenden]] durch die Größe des Penis die &amp;quot;Macht des Siegers&amp;quot; begründet, ebenso wie es durch Macht- und Statussymbolen bei Markenkleidung, Auto, Haus und Segelyacht in der Gesellschaft der Erwachsenen geschieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine spielerische Form des Schwanzvergleichs gibt es bereits unter Kindern bei [[w:Doktorspiele|Doktorspielen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen virtuellen Schwanzvergleich mittels Fotos bieten mehrere Webseiten an. Dabei geht es  nicht nur um Länge, sondern auch um &amp;quot;Schönheit&amp;quot;. &amp;lt;ref name=&amp;quot;Schönheits-Schwanzvergleich&amp;quot;&amp;gt;[[http://www.schwanzvergleich.com/ schwanzvergleich.com]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;phalluserectus-Schwanzvergleich&amp;quot;&amp;gt; [phalluserectus.com]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[schwanzvergleich.com]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter [[w:Blog|Blog]]gern ist der Ausdruck Schwanzvergleich neuerdings für Vergleichzahlen und Statistiken um die Frage der Relevanz von Blogs sehr populär geworden, was eine Abstrahierung des Begriffes aus der Pubertät ist. Aufgebracht wurde der Begriff im Bloggerbereich von Felix Schwenzel von wirres.net. &#039;&#039;blogcounter&#039;&#039; nennt seine &amp;quot;Topliste&amp;quot; Schwanzvergleich. &amp;lt;ref name=&amp;quot;blogcounter Schwanzvergleich&amp;quot;&amp;gt;[http://www.blogcounter.de/ blogcounter.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verwendung des Begriffs für Vergleichszahlen auf anderen Gebieten kommt äußerst selten vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[w:Bedürfnisanstalt|Bedürfnisanstalten]] wird unter erwachsenen Männern der Schwanzvergleich in der Regel vermieden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Übertragene Verwendung==&lt;br /&gt;
Mit dem Begriff &amp;quot;Schwanzvergleich&amp;quot; werden auch in übertragenem Sinne [[w:Verhaltensweise|Verhaltensweisen]] im [[w:Alltag|Alltag]] abfällig beurteilt, die ein auf Protzen, Dominieren und Beeindrucken angelegtes Tun abseits der geltenden Regeln und Gesetze ausweisen. Insbesondere zum Autofahren werden einige häufig anzutreffende Verhaltensweisen als &amp;quot;Schwanzvergleich&amp;quot; apostrophiert: &lt;br /&gt;
*Beschleunigungsrennen an der Ampel, &lt;br /&gt;
*dichtes Auffahren und &lt;br /&gt;
*Lichthupen auf der Autobahn, &lt;br /&gt;
*Abdrängen,&lt;br /&gt;
*Blockieren und Behindern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Wertung geht einher mit einer passenden Altersklassierung von häufig jugendlichen Fahrern, die diese Verhaltensweisen zu Teilen zeigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gleiche Bezeichnung erfahren gelegentlich irreguläre Verhaltensweisen im [[w:Berufsleben|Berufsleben]], z.B. an Besprechungs- und Konferenztischen,&lt;br /&gt;
*andere warten zu lassen,&lt;br /&gt;
*andere zu unterbrechen in ihrer Rede,&lt;br /&gt;
*Killerphrasen-Verwendung, &lt;br /&gt;
zumeist verbunden mit einem unangenehmen, betont lauten, knapp an der Grenze des Erträglichen platzierten Stimmenpegel. Gern wird die Floskel vom &amp;quot;Schwanzvergleich&amp;quot; in der [[w:Beurteilung|Beurteilung]] des mitmenschlichen Verhaltens dann genutzt, wenn es nicht mehr um Argumente, um die Sache an sich geht, sondern um Machtausübung, Herrschaft und Dominanz. In dieser Bedeutung ist das Wort vom &amp;quot;Schwanzvergleich&amp;quot; die karikierende Bezeichnung eines Verhaltens, das den Dominanzwillen eines echten oder vermeintlich Höhergestellten, oder aber des lächerlicherweise auf eine scheinbare Überlegenheit Argumentierenden erkennen lässt. Das Wort vom &amp;quot;Schwanzvergleich&amp;quot; fällt fast immer in der nachträglichen Beurteilung des Geschehens unter Menschen, die sich einer Meinung sicher sind, und sich oder andere als [[w:Opfer (Kriminologie)|Opfer]] solcher Verhaltensweise sehen. Die offene, [[w:Konfrontation|konfrontative]] Benennung eines Konferenz-Geschehens als &amp;quot;Schwanzvergleich&amp;quot; hingegen wird gemieden; sie ist das kriegserklärende Ende jeglicher beruflicher Beziehung mit dem so Kritisierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Triviales ==&lt;br /&gt;
Von [[w:J.B.O.|J.B.O.]] gibt es einen Partysong mit dem Titel &#039;&#039;Hosen runter&#039;&#039;, der vom Schwanzvergleich handelt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Gerettet}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sexualverhalten]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ulli</name></author>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Ulli: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Ein &#039;&#039;&#039;Schwanzvergleich&#039;&#039;&#039; ist das Vergleichen der Penislänge unter meist jungen Männern. Dazu wird der [[w:Erektion|erigierte]] [[Penis]] entblößt und von den vergleichenden Personen betrachtet. Beim Schwanzvergleich wird unter den [[w:Pubertät|Pubertierenden]] durch die Größe des Penis die &amp;quot;Macht des Siegers&amp;quot; begründet, ebenso wie es durch Macht- und Statussymbolen bei Markenkleidung, Auto, Haus und Segelyacht in der Gesellschaft der Erwachsenen geschieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine spielerische Form des Schwanzvergleichs gibt es bereits unter Kindern bei [[w:Doktorspiele|Doktorspielen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen virtuellen Schwanzvergleich mittels Fotos bieten mehrere Webseiten an. Dabei geht es  nicht nur um Länge, sondern auch um &amp;quot;Schönheit&amp;quot;. &amp;lt;ref name=&amp;quot;Schönheits-Schwanzvergleich&amp;quot;&amp;gt;[www.schwanzvergleich.com]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
Unter [[w:Blog|Blog]]gern ist der Ausdruck Schwanzvergleich neuerdings für Vergleichzahlen und Statistiken um die Frage der Relevanz von Blogs sehr populär geworden, was eine Abstrahierung des Begriffes aus der Pubertät ist. Aufgebracht wurde der Begriff im Bloggerbereich von Felix Schwenzel von wirres.net. &#039;&#039;blogcounter&#039;&#039; nennt seine &amp;quot;Topliste&amp;quot; Schwanzvergleich. &amp;lt;ref name=&amp;quot;blogcounter Schwanzvergleich&amp;quot;&amp;gt;[http://www.blogcounter.de/ blogcounter.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verwendung des Begriffs für Vergleichszahlen auf anderen Gebieten kommt äußerst selten vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[w:Bedürfnisanstalt|Bedürfnisanstalten]] wird unter erwachsenen Männern der Schwanzvergleich in der Regel vermieden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Übertragene Verwendung==&lt;br /&gt;
Mit dem Begriff &amp;quot;Schwanzvergleich&amp;quot; werden auch in übertragenem Sinne [[w:Verhaltensweise|Verhaltensweisen]] im [[w:Alltag|Alltag]] abfällig beurteilt, die ein auf Protzen, Dominieren und Beeindrucken angelegtes Tun abseits der geltenden Regeln und Gesetze ausweisen. Insbesondere zum Autofahren werden einige häufig anzutreffende Verhaltensweisen als &amp;quot;Schwanzvergleich&amp;quot; apostrophiert: &lt;br /&gt;
*Beschleunigungsrennen an der Ampel, &lt;br /&gt;
*dichtes Auffahren und &lt;br /&gt;
*Lichthupen auf der Autobahn, &lt;br /&gt;
*Abdrängen,&lt;br /&gt;
*Blockieren und Behindern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Wertung geht einher mit einer passenden Altersklassierung von häufig jugendlichen Fahrern, die diese Verhaltensweisen zu Teilen zeigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gleiche Bezeichnung erfahren gelegentlich irreguläre Verhaltensweisen im [[w:Berufsleben|Berufsleben]], z.B. an Besprechungs- und Konferenztischen,&lt;br /&gt;
*andere warten zu lassen,&lt;br /&gt;
*andere zu unterbrechen in ihrer Rede,&lt;br /&gt;
*Killerphrasen-Verwendung, &lt;br /&gt;
zumeist verbunden mit einem unangenehmen, betont lauten, knapp an der Grenze des Erträglichen platzierten Stimmenpegel. Gern wird die Floskel vom &amp;quot;Schwanzvergleich&amp;quot; in der [[w:Beurteilung|Beurteilung]] des mitmenschlichen Verhaltens dann genutzt, wenn es nicht mehr um Argumente, um die Sache an sich geht, sondern um Machtausübung, Herrschaft und Dominanz. In dieser Bedeutung ist das Wort vom &amp;quot;Schwanzvergleich&amp;quot; die karikierende Bezeichnung eines Verhaltens, das den Dominanzwillen eines echten oder vermeintlich Höhergestellten, oder aber des lächerlicherweise auf eine scheinbare Überlegenheit Argumentierenden erkennen lässt. Das Wort vom &amp;quot;Schwanzvergleich&amp;quot; fällt fast immer in der nachträglichen Beurteilung des Geschehens unter Menschen, die sich einer Meinung sicher sind, und sich oder andere als [[w:Opfer (Kriminologie)|Opfer]] solcher Verhaltensweise sehen. Die offene, [[w:Konfrontation|konfrontative]] Benennung eines Konferenz-Geschehens als &amp;quot;Schwanzvergleich&amp;quot; hingegen wird gemieden; sie ist das kriegserklärende Ende jeglicher beruflicher Beziehung mit dem so Kritisierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Triviales ==&lt;br /&gt;
Von [[w:J.B.O.|J.B.O.]] gibt es einen Partysong mit dem Titel &#039;&#039;Hosen runter&#039;&#039;, der vom Schwanzvergleich handelt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Gerettet}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sexualverhalten]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ulli</name></author>
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	<entry>
		<id>https://www.homowiki.de/index.php?title=Schwanzvergleich&amp;diff=22139</id>
		<title>Schwanzvergleich</title>
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		<updated>2019-01-29T11:32:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ulli: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Ein &#039;&#039;&#039;Schwanzvergleich&#039;&#039;&#039; ist das Vergleichen der Penislänge unter meist jungen Männern. Dazu wird der [[w:Erektion|erigierte]] [[Penis]] entblößt und von den vergleichenden Personen betrachtet. Beim Schwanzvergleich wird unter den [[w:Pubertät|Pubertierenden]] durch die Größe des Penis die &amp;quot;Macht des Siegers&amp;quot; begründet, ebenso wie es durch Macht- und Statussymbolen bei Markenkleidung, Auto, Haus und Segelyacht in der Gesellschaft der Erwachsenen geschieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine spielerische Form des Schwanzvergleichs gibt es bereits unter Kindern bei [[w:Doktorspiele|Doktorspielen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen virtuellen Schwanzvergleich mittels Fotos bieten mehrere Webseiten an. Dabei geht es  nicht nur um Länge, sondern auch um &amp;quot;Schönheit&amp;quot;. &amp;lt;ref name=&amp;quot;Schönheits-Schwanzvergleich&amp;quot;&amp;gt;[www.schwanzvergleich.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;phalluserectus-Schwanzvergleich&amp;quot;&amp;gt; [phalluserectus.com]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[schwanzvergleich.com]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter [[w:Blog|Blog]]gern ist der Ausdruck Schwanzvergleich neuerdings für Vergleichzahlen und Statistiken um die Frage der Relevanz von Blogs sehr populär geworden, was eine Abstrahierung des Begriffes aus der Pubertät ist. Aufgebracht wurde der Begriff im Bloggerbereich von Felix Schwenzel von wirres.net. &#039;&#039;blogcounter&#039;&#039; nennt seine &amp;quot;Topliste&amp;quot; Schwanzvergleich. &amp;lt;ref name=&amp;quot;blogcounter Schwanzvergleich&amp;quot;&amp;gt;[http://www.blogcounter.de/ blogcounter.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verwendung des Begriffs für Vergleichszahlen auf anderen Gebieten kommt äußerst selten vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[w:Bedürfnisanstalt|Bedürfnisanstalten]] wird unter erwachsenen Männern der Schwanzvergleich in der Regel vermieden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Übertragene Verwendung==&lt;br /&gt;
Mit dem Begriff &amp;quot;Schwanzvergleich&amp;quot; werden auch in übertragenem Sinne [[w:Verhaltensweise|Verhaltensweisen]] im [[w:Alltag|Alltag]] abfällig beurteilt, die ein auf Protzen, Dominieren und Beeindrucken angelegtes Tun abseits der geltenden Regeln und Gesetze ausweisen. Insbesondere zum Autofahren werden einige häufig anzutreffende Verhaltensweisen als &amp;quot;Schwanzvergleich&amp;quot; apostrophiert: &lt;br /&gt;
*Beschleunigungsrennen an der Ampel, &lt;br /&gt;
*dichtes Auffahren und &lt;br /&gt;
*Lichthupen auf der Autobahn, &lt;br /&gt;
*Abdrängen,&lt;br /&gt;
*Blockieren und Behindern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Wertung geht einher mit einer passenden Altersklassierung von häufig jugendlichen Fahrern, die diese Verhaltensweisen zu Teilen zeigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gleiche Bezeichnung erfahren gelegentlich irreguläre Verhaltensweisen im [[w:Berufsleben|Berufsleben]], z.B. an Besprechungs- und Konferenztischen,&lt;br /&gt;
*andere warten zu lassen,&lt;br /&gt;
*andere zu unterbrechen in ihrer Rede,&lt;br /&gt;
*Killerphrasen-Verwendung, &lt;br /&gt;
zumeist verbunden mit einem unangenehmen, betont lauten, knapp an der Grenze des Erträglichen platzierten Stimmenpegel. Gern wird die Floskel vom &amp;quot;Schwanzvergleich&amp;quot; in der [[w:Beurteilung|Beurteilung]] des mitmenschlichen Verhaltens dann genutzt, wenn es nicht mehr um Argumente, um die Sache an sich geht, sondern um Machtausübung, Herrschaft und Dominanz. In dieser Bedeutung ist das Wort vom &amp;quot;Schwanzvergleich&amp;quot; die karikierende Bezeichnung eines Verhaltens, das den Dominanzwillen eines echten oder vermeintlich Höhergestellten, oder aber des lächerlicherweise auf eine scheinbare Überlegenheit Argumentierenden erkennen lässt. Das Wort vom &amp;quot;Schwanzvergleich&amp;quot; fällt fast immer in der nachträglichen Beurteilung des Geschehens unter Menschen, die sich einer Meinung sicher sind, und sich oder andere als [[w:Opfer (Kriminologie)|Opfer]] solcher Verhaltensweise sehen. Die offene, [[w:Konfrontation|konfrontative]] Benennung eines Konferenz-Geschehens als &amp;quot;Schwanzvergleich&amp;quot; hingegen wird gemieden; sie ist das kriegserklärende Ende jeglicher beruflicher Beziehung mit dem so Kritisierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Triviales ==&lt;br /&gt;
Von [[w:J.B.O.|J.B.O.]] gibt es einen Partysong mit dem Titel &#039;&#039;Hosen runter&#039;&#039;, der vom Schwanzvergleich handelt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Gerettet}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sexualverhalten]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ulli</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.homowiki.de/index.php?title=ACT_UP&amp;diff=21876</id>
		<title>ACT UP</title>
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		<updated>2018-01-17T12:31:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ulli: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;ACT UP&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aids Coalition To Unleash Power (Aids-Koealition zur Erringung von Kraft/Macht), Aids-Aktionsgruppen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://de.wikipedia.org/wiki/Act_Up ACT UP] bildete sich zuerst in den USA (erste Gruppe 1987 in New York), vor allem als Reaktion auf eine US-Regierung, die trotz immer dramatischerer Aids-Krise nahezu nicht tätig wurde. ACT UP ist eine Bewegung und Idee, die zahlreiche unabhängige Gruppen weltweit vertraten und vertreten.&lt;br /&gt;
Anfang der 1990er Jahre bildeten sich in den USA und Großbritannien Aktionsgruppen von jungen Lesben und Schwulen unter Namen wie &#039;Queer Nation&#039; oder &#039;OutRage&#039;, die die Erfahrungen und Arbeitsweisen von ACT UP aufgriffen, sich aber eher auf Themen wie Gewalt gegen Schwule und Lesben bezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ACT UP bestand und besteht (international) bis heute aus einer Vielzahl lokaler, unabhängig voneinander agierender politischer Aids-Aktionsgruppen, die sich einem gemeinsamen Ziel und einer verbindenden Philospophie verpflichtet fühlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese gemeinsame Philosophie brachten anfangs besonders [[Larry Kramer]] (der am 10. März 1987 die &#039;Gründungsrede&#039; im &#039;Gay and Lesbian Community Center&#039; hielt) sowie [[Michael Callen]] und [[Vito Russo]] zum Ausdruck, ein wesentlicher Theoretiker der New Yorker ACT UP-Gruppe war [[Mark Harrington]]. Eine der Grundlagen von ACT UP sind die [[Denver_Prinzipien|Denver Prinzipien]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland gab es ACT UP - Gruppen in Berlin, Dortmund, Frankfurt, Hamburg, Köln, München und Nürnberg. Sie trafen sich regelmäßig zu Gedanken- und Erfahrungsaustausch sowie Koordination gemeinsamer Aktionen, meist im [[Waldschl%C3%B6sschen|Waldschlösschen]]. &lt;br /&gt;
In den deutschen Gruppen organisierten sich überwiegend schwule Männer, aber auch lesbische und heterosexuelle Frauen und heterosexuelle Männer beteiligten sich. Einer der Protagonisten der deutschen ACT UP - Bewegung war der Politologe und Aktivist [[Andreas Salmen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die deutschen ACT UP - Gruppen zeigten viele Aktivitäten auf lokaler und regionaler Ebene, unternahmen aber auch zahlreiche koordinierte bundesweite Aktionen, wie z.B. Proteste auf den Deutschen Aids-Kongressen 1990 in Hamburg und 1992 in Wiesbaden, Proteste gegen Pharma-Firmen, die Organisation von Aktionen in Deutschland anlässlich des internationalen „Marlboro-Boykotts“ oder die Dombesetzung in Fulda im September 1991.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Literatur ===&lt;br /&gt;
* [[Andreas Salmen|Salmen, A.]]: (Hg.) ACT UP Feuer unterm Arsch. Die AIDS-Aktionsgruppen in Deutschland und den USA. Deutsche AIDS-Hilfe, Berlin 1991 (AIDS-Forum DAH Sonderband)&lt;br /&gt;
* Crimp, D.: Promiskuität in Zeiten der Epidemie. in: Vollbild AIDS. Ausstellungskatalo, Berlin 1988&lt;br /&gt;
* Crimp, D., Rolston, A.: AidsDemoGraphics. Bay Press, Seattle 1990&lt;br /&gt;
* [[Michael Callen|Callen, M.]]: Surviving and Thriving With AIDS - Collected Wisdom Vol. 2. People With AIDS Coalition, New York 1988&lt;br /&gt;
* [[Larry Kramer|Kramer, L.]]: Reports from the Holocaust. The making of an AIDS activist. &lt;br /&gt;
* Watney, S.: Policing Desire. Pornography, AIDS and The Media. University of Minnesota Press, Minneapolis 1989&lt;br /&gt;
* Würdemann, Ulrich: Schweigen = Tod, Aktion = Leben – ACT UP in Deutschland 1989 bis 1993. Berlin 2017 (weitere Infos [https://www.2mecs.de/wp/2017/07/schweigen-tod-aktion-leben-act-up-in-deutschland-1989-bis-1993/] )&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siehe auch: 2mecs.de: [https://www.2mecs.de/wp/act-up/ ACT UP]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bewegungen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Organisationen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ulli</name></author>
	</entry>
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		<id>https://www.homowiki.de/index.php?title=Denkmal_f%C3%BCr_die_im_Nationalsozialismus_verfolgten_Homosexuellen&amp;diff=21055</id>
		<title>Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen</title>
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		<updated>2016-12-20T10:03:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ulli: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen&#039;&#039;&#039; wurde nach jahrelangen Vorarbeiten am 27. Mai 2008 in Berlin eingeweiht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:DenkmalEroeffnung2008.jpg|framed|Kulturstaatsminister Neumann und der regierende Bürgermeister von Berlin Wowereit am 27. Mai 2008 bei der Einweihung des Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen|Kulturstaatsminister Neumann und der regierende Bürgermeister von Berlin Wowereit am 27. Mai 2008 bei der Einweihung des Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach über zehnjährigen Bemühungen von Aktivisten hat der Deutsche Bundestag am 12. Dezember 2003 die Errichtung eines Gedenkorts für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen beschlossen. Zuvor hatte sich der Bundestag bereits am 7.12.2000 in einer Entschließung für eine verstärkte öffentliche Würdigung des Verfolgtenschicksals der Homosexuellen eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf einem Grundstück im Tiergarten direkt gegenüber dem Denkmal für die ermordeten Juden Europas soll erinnert werden an in der NS-Zeit verfolgte und unterdrückte Lesben und Schwule. Der künstlerische Wettbewerb, an dem sich 17 Künstler und Künstlerinnen beteiligten, ist abgeschlossen, seit Januar 2006 stehen die Sieger fest: die beiden dänischen bzw. norwegischen Künstler Michael Elmgreen und Ingar Dragset. Beide leben und arbeiten in Berlin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemäß Beschluss des Bundestags soll das Denkmal drei Ziele verfolgen:&lt;br /&gt;
die verfolgten und ermordeten Opfer ehren&lt;br /&gt;
die Erinnerung an das Unrecht wach halten, und&lt;br /&gt;
ein beständiges Zeichen gegen Intoleranz, Feindseligkeit und Ausgrenzung gegenüber Lesben und Schwulen setzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Errichtung stellte der Bund 450.000 Euro zur Verfügung. Das Denkmal befindet sich an der Ebert-Straße Ecke Hannah-Arendt-Straße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen&#039;&#039;&#039; wurde von Kulturstaatsminister Neumann und dem regierenden Bürgermeister von Berlin [[Wowereit]] am 27. Mai 2008 eingeweiht. Teilnehmer der Eröffnung waren Günter Dworek ([[LSVD]]), Albert Eckert (Initiative ‘Der homosexuellen NS-Opfer gedenken’) und Linda Freimane ([[ILGA]] Europe). Die beiden Künstler Michael Elmgreen und Ingar Dragset waren bei der Übergabe anwesend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Gedenkort [http://www.gedenkort.de]&lt;br /&gt;
* 2mecs 27.08.2008 [https://www.2mecs.de/wp/2008/05/denkmal-fuer-die-im-nationalsozialismus-verfolgten-homosexuellen-eingeweiht/ Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen eingeweiht] &lt;br /&gt;
* Fotos der Einweihung: ondamaris [http://www.ondamaris.de/?page_id=7913 Einweihung Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen]&lt;br /&gt;
* 2mecs: Übersicht über die Denkmale für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen in Deutschland und international: [https://www.2mecs.de/wp/homosexualitaet_en/denkmale-fuer-die-im-nationalsozialismus-verfolgten-homosexuellen/ Denkmale für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte der Homosexualität]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:2008]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Organisationen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ulli</name></author>
	</entry>
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		<id>https://www.homowiki.de/index.php?title=Kurt_Hiller&amp;diff=20737</id>
		<title>Kurt Hiller</title>
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		<updated>2016-05-23T02:18:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ulli: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Kurt Hiller&#039;&#039;&#039;, revolutionärer Pazifist, schwuler Aktivist und Schriftsteller.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurt Hiller (* 17. August 1885 in Berlin; † 1. Oktober 1972 in Hamburg), ‘Mitbegründer der homosexuellen Bürgerrechtsbewegung’, wurde am 17. August 1885 in Berlin geboren. Hiller gehörte seit 1908 bis zu dessen gewaltsamer Auflösung durch die Nazis dem [[Wissenschaftlich-humanitäres_Komitee|Wissenschaftlich-humanitären Komitee]] (ab 24.11.1929 als zweiter Vorsitzender) von [[Magnus_Hirschfeld|Magnus Hirschfeld]] sowie dessen Institut für Sexualwissenschaft an, stand gleichwohl Hirschfelds Theorie der ‘sexuellen Zwischenstufen‘ skeptisch gegenüber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hiller verstand sich als revolutionärer Pazifist und war als streitbarer undogmatischer Schriftsteller (‘Literarischer Aktivismus’) und Denker umstritten, eckte an.&lt;br /&gt;
Neben Ossietzky und Tucholsky und weiteren Autoren wie Mühsam und Kästner ist Hiller seit 1915 einer der wichtigsten Autoren der ‘Weltbühne’. Er arbeitet zudem aktiv an zahlreichen anderen Zeitschriften mit, an deren Gründung er teils selbst beteiligt war (so 1911 ‘Die Aktion‘).&lt;br /&gt;
1919 ist Hiller Mitbegründer des (1933 von den Nazis zerschlagenen) Bundes der Kriegsdienstgegner sowie 1926 der ‘Gruppe revolutionärer Pazifisten’.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hiller wird mehrfach von den Nazis verhaftet und in den KZs Columbiahaus, Brandenburg und Oranienburg mißhandelt. 1934 gelingt ihm die Flucht nach Prag, 1938 flüchtet er weiter nach London, wo er u.a. 1939 den ‘Freiheitsbund Deutscher Sozialisten’ gründet und den Begriff ‘freiheitlicher Sozialismus’ prägt. Kurt Hiller ist neben Klaus Mann einer der wenigen Exil-Deutschen, die auch immer wieder öffentlich auf die Situation der Homosexuellen in Nazi-Deutschland hinweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1955 kehrt Hiller nach Deutschland zurück. Bereits 1949 beteiligt er sich zeitweise an dem Versuch von [[Hans Giese]], ein neues WhK zu gründen, sowie an der von diesem gegründeten ‘Gesellschaft zur Reform des Sexualstrafrechts’. 1962 scheitert ein erneuter Versuch Hillers, das [[Wissenschaftlich-humanitäres_Komitee|Wissenschaftlich-humanitären Komitee]] erneut zu gründen, ebenfalls.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hiller lebt bis zu seinem Tod am 1. Oktober 1972 in Hamburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hillers juristische Dissertation aus dem Jahr 1908 “Das Recht über sich selbst” ist erst jüngst (nach über 100 Jahren) erstmals wieder verfügbar als Reprint (im von-Bockel-Verlag Neumünster). Über diese Dissertation schrieb Hiller in seinen Memoiren:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
“Beim Studium des in Deutschland geltenden Strafrechts entdeckte ich plötzlich, daß die Befugnis des Individuums, körperlich über sich selbst zu verfügen und über andere voll Willensfähige mit deren freier und ernstlicher Zustimmung, gar auf ihre flehentlichen Bitten, an allen Ecken und Enden unsres Gesetzbuches verneint und verweigert wird. Das Freiheitsfeindliche, Gedankenlose, Barbarische dieses legalen Zustands erschütterte mich, und ein Zwang überkam mich, ihn mindestens aufzudecken.”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hiller selbst starb am 1. Oktober 1972 in Hamburg. Die Urne mit seiner Asche wurde im Grab seines Freundes Walter Detlev Schultz (Walter D. Schultz) auf dem Ohlsdforfer Friedhof beigesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aktivisten|Hiller, Kurt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hamburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Männer|Hiller, Kurt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weblinks ===&lt;br /&gt;
* [https://www.2mecs.de/wp/2010/06/kurt-hiller-gedenken-zum-125-geburtstag/ 2mecs: Kurt Hiller – Gedenken zum Geburtstag]&lt;br /&gt;
* [https://www.2mecs.de/wp/2012/07/parapraph-175-die-schmach-des-jahrhunderts-kurt-hiller/ 2mecs: 1922: Kurt Hiller “§175 – Die Schmach des Jahrhunderts !”]&lt;br /&gt;
* [https://www.2mecs.de/wp/2016/05/walter-d-schultz/ 2mecs: Walter D. Schultz (1910 – 1964) – engster Freund von Kurt Hiller]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ulli</name></author>
	</entry>
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		<id>https://www.homowiki.de/index.php?title=Heinz_Heger&amp;diff=20733</id>
		<title>Heinz Heger</title>
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		<updated>2016-05-01T15:30:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ulli: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Heinz Heger&#039;&#039;&#039; ist das Pseudonym des österreichischen Schriftstellers Johann Hans Neumann (1914 – 29.6.1978), der in seinem Buch Buch Die Männer mit dem Rosa Winkel aus dem Leben des KZ-Überlebenden &#039;&#039;&#039;Josef Kohout&#039;&#039;&#039; (15.1.1915 – 15.3.1994) berichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Nazi-Zeit wurde Kohout, der homosexuell war, von den Nazis wegen Vergehen gegen die österreichische Version des [[Paragraph_175|§175]]) inhaftiert, zunächst in das KZ Sachsenhausen eingewiesen und musste, so wie viele andere Homosexuelle, den “Rosa Winkel” tragen. Später wurde Heger in das KZ Flossenbürg verlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kohout, der nach 1945 wieder in seine Wohnung zurückkehrte, erzählte später seine Erinnerungen dem Schriftsteller Johann Neumann, der sie als Buch mit dem Titel “Die Männer mit dem Rosa Winkel” im Jahr 1972 unter dem Autoren-Pseudonym Hans Heger veröffentlichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hegers Buch diente Martin Sherman als Grundlage für sein Buch und Theaterstück &#039;Bent&#039; (1979), das 1997 unter dem Ttitel &#039;Bent&#039; von Sean Mathias verfilmt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Erinnerung an Hans Heger und Josef Kohout wurde am 30.11.2009 in Wien der Heinz-Heger-Park eröffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bücher ==&lt;br /&gt;
Heinz Heger: Die Männer mit dem Rosa Winkel. Der Bericht eines Homosexuellen über seine KZ-Haft von 1939 - 1945, Hamburg 1972 (Neuauflage 2001)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
Kurt Krickler: Heinz Heger – Der Mann mit dem Rosa Winkel [http://www.ausdemleben.at/heger.pdf pdf]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frank Gassner März 2011: Wer war Heinz Heger?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
*[http://www.ondamaris.de/?p=13964 Wien: Eröffnung des Heinz-Heger-Parks ]&lt;br /&gt;
*[https://www.2mecs.de/wp/2016/04/josef-kohout-1915-1994-und-heinz-heger-1914-1978/ 2mecs: Josef Kohout (1915 – 1994) und Heinz Heger (1914 – 1978)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personen der Zeitgeschichte|Heger, Heinz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Männer|Heger, Heinz]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ulli</name></author>
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		<updated>2016-05-01T15:29:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ulli: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Heinz Heger&#039;&#039;&#039; ist das Pseudonym des österreichischen Schriftstellers Johann Hans Neumann (1914 – 29.6.1978), der in seinem Buch Buch Die Männer mit dem Rosa Winkel aus dem Leben des KZ-Überlebenden &#039;&#039;&#039;Josef Kohout&#039;&#039;&#039; (15.1.1915 – 15.3.1994) berichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Nazi-Zeit wurde Kohout, der homosexuell war, von den Nazis wegen Vergehen gegen die österreichische Version des [[Paragraph_175|§175]]) inhaftiert, zunächst in das KZ Sachsenhausen eingewiesen und musste, so wie viele andere Homosexuelle, den “Rosa Winkel” tragen. Später wurde Heger in das KZ Flossenbürg verlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kohout, der nach 1945 wieder in seine Wohnung zurückkehrte, erzählte später seine Erinnerungen dem Schriftsteller Johann Neumann, der sie als Buch mit dem Titel “Die Männer mit dem Rosa Winkel” im Jahr 1972 unter dem Autoren-Pseudonym Hans Heger veröffentlichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hegers Buch diente Martin Sherman als Grundlage für sein Buch und Theaterstück &#039;Bent&#039; (1979), das 1997 unter dem Ttitel &#039;Bent&#039; von Sean Mathias verfilmt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Erinnerung an Hans Heger und Josef Kohout wurde am 30.11.2009 in Wien der Heinz-Heger-Park eröffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bücher ==&lt;br /&gt;
Heinz Heger: Die Männer mit dem Rosa Winkel. Der Bericht eines Homosexuellen über seine KZ-Haft von 1939 - 1945, Hamburg 1972 (Neuauflage 2001)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
Kurt Krickler: Heinz Heger – Der Mann mit dem Rosa Winkel [http://www.ausdemleben.at/heger.pdf pdf]&lt;br /&gt;
Frank Gassner März 2011: Wer war Heinz Heger?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
*[http://www.ondamaris.de/?p=13964 Wien: Eröffnung des Heinz-Heger-Parks ]&lt;br /&gt;
*[https://www.2mecs.de/wp/2016/04/josef-kohout-1915-1994-und-heinz-heger-1914-1978/ 2mecs: Josef Kohout (1915 – 1994) und Heinz Heger (1914 – 1978)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personen der Zeitgeschichte|Heger, Heinz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Männer|Heger, Heinz]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ulli</name></author>
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		<title>Heinz Heger</title>
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		<updated>2016-05-01T15:28:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ulli: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Heinz Heger&#039;&#039;&#039; ist das Pseudonym des österreichischen Schriftstellers Johann Hans Neumann (1914 – 1978), der in seinem Buch Buch Die Männer mit dem Rosa Winkel aus dem Leben des KZ-Überlebenden &#039;&#039;&#039;Josef Kohout&#039;&#039;&#039; (1917 – März 1994) berichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Nazi-Zeit wurde Kohout, der homosexuell war, von den Nazis wegen Vergehen gegen die österreichische Version des [[Paragraph_175|§175]]) inhaftiert, zunächst in das KZ Sachsenhausen eingewiesen und musste, so wie viele andere Homosexuelle, den “Rosa Winkel” tragen. Später wurde Heger in das KZ Flossenbürg verlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kohout, der nach 1945 wieder in seine Wohnung zurückkehrte, erzählte später seine Erinnerungen dem Schriftsteller Johann Neumann, der sie als Buch mit dem Titel “Die Männer mit dem Rosa Winkel” im Jahr 1972 unter dem Autoren-Pseudonym Hans Heger veröffentlichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hegers Buch diente Martin Sherman als Grundlage für sein Buch und Theaterstück &#039;Bent&#039; (1979), das 1997 unter dem Ttitel &#039;Bent&#039; von Sean Mathias verfilmt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Erinnerung an Hans Heger und Josef Kohout wurde am 30.11.2009 in Wien der Heinz-Heger-Park eröffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bücher ==&lt;br /&gt;
Heinz Heger: Die Männer mit dem Rosa Winkel. Der Bericht eines Homosexuellen über seine KZ-Haft von 1939 - 1945, Hamburg 1972 (Neuauflage 2001)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
Kurt Krickler: Heinz Heger – Der Mann mit dem Rosa Winkel [http://www.ausdemleben.at/heger.pdf pdf]&lt;br /&gt;
Frank Gassner März 2011: Wer war Heinz Heger?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
*[http://www.ondamaris.de/?p=13964 Wien: Eröffnung des Heinz-Heger-Parks ]&lt;br /&gt;
*[https://www.2mecs.de/wp/2016/04/josef-kohout-1915-1994-und-heinz-heger-1914-1978/ 2mecs: Josef Kohout (1915 – 1994) und Heinz Heger (1914 – 1978)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personen der Zeitgeschichte|Heger, Heinz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Männer|Heger, Heinz]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ulli</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.homowiki.de/index.php?title=Fran%C3%A7oise_d%27Eaubonne&amp;diff=20705</id>
		<title>Françoise d&#039;Eaubonne</title>
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		<updated>2016-03-30T21:11:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ulli: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Françoise d&#039;Eaubonne&#039;&#039;&#039; (* [[12. März]] [[1920]] in [[Paris]]; † [[3. August]] [[2005]] in Paris) war eine [[Frankreich|französische]] [[Autorin]] und [[Frauenrechtlerin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
D&#039;Eaubonne wurde 1920 in Paris geboren. Ihre Kindheit war von der Krankheit ihres Vaters geprägt, der an den Folgewirkungen einer Gasvergiftung als Soldat im Ersten Weltkrieg litt. Nach ihrer Schulzeit in [[Toulouse]] brach, als sie 16 Jahre alt war, der [[Spanischer Bürgerkrieg|Spanische Bürgerkrieg]] aus. Diese Kindheits- und Jugenderfahrungen ließen einen kritischen Blick auf die Welt bei D&#039;Eaubonne entstehen. In Paris entwickelte sich D&#039;Eaubonne zur militanten radikalen Feministin. Sie trat zunächst der Partei der Kommunisten bei. 1971 gründete D&#039;Eaubonne mit anderen ehemaligen Mitgliedern der Kommunisten die Organisation &#039;&#039;FHAR&#039;&#039;, eine homosexuelle Bürgerrechtsorganisation. In einem ihrer Bücher &#039;&#039;Le féminisme ou la mort&#039;&#039; von 1974 prägte sie den Begriff &#039;&#039;[[Ökofeminismus]]&#039;&#039;.  In ihrem Leben als Schriftstellerin und militante Frauenrechtlerin traf sie auf eine Reihe bedeutender Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts wie unter anderem [[Colette]], [[Simone de Beauvoir]], [[Jean-Paul Sartre]] und [[Jean Cocteau]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entsprechend ihrem Motto &#039;&#039;Kein einziger Tag ohne eine Zeile&#039;&#039; (&amp;quot;Not a day without a line&amp;quot;) schrieb sie mehr als 50 verschiedene Werke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Romane ===&lt;br /&gt;
* 1944: &#039;&#039;Le cœur de Watteau&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* 1947: &#039;&#039;Comme un vol de gerfauts&#039;&#039;, Prix des lecteurs &lt;br /&gt;
* 1957: &#039;&#039;Belle Humeur ou la Véridique Histoire de Mandrin&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* 1959: &#039;&#039;J&#039;irai cracher sur vos tombes&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* 1959: &#039;&#039;Les Tricheurs&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* 1963: &#039;&#039;Jusqu&#039;à la gauche&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* 1978: &#039;&#039;Les Bergères de l&#039;Apocalypse&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* 1979: &#039;&#039;On vous appelait terroristes&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* 1982: &#039;&#039;Je ne suis pas née pour mourir&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* 1986: &#039;&#039;Das Geheimnis des Mandelplaneten&#039;&#039;, Rowohlt &lt;br /&gt;
* 1987: &#039;&#039;Terrorist&#039;s blues&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* 1995: &#039;&#039;Floralies du désert&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Biografien ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1957: &#039;&#039;La vie passionnée d&#039;[[Arthur Rimbaud]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* 1959: &#039;&#039;La vie passionnée de [[Paul Verlaine|Verlaine]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* 1966: &#039;&#039;Une femme témoin de son siècle, [[Germaine de Staël]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* 1967: &#039;&#039;La couronne de sable, vie d&#039;[[Isabelle Eberhardt]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* 1977: &#039;&#039;L&#039;éventail de fer ou la vie de [[Qiu Jin]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* 1979: &#039;&#039;Moi, Kristine, reine de Suède&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* 1981: &#039;&#039;L&#039;impératrice rouge : moi, Jiang King, veuve Mao&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* 1983: &#039;&#039;L&#039;Amazone Sombre : vie d&#039;[[Antoinette Lix]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* 1985: &#039;&#039;[[Louise Michel la Canaque]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* 1986: &#039;&#039;Une femme nommée Castor&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* 1990: &#039;&#039;Les scandaleuses&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Essays ===&lt;br /&gt;
* 1951: &#039;&#039;Le complexe de Diane, érotisme ou féminisme&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* 1964: &#039;&#039;Y a-t-il encore des hommes?&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* 1974: &#039;&#039;Le féminisme ou la mort&#039;&#039; (Deut. Übersetzung: &#039;&#039;Feminismus oder Tod, 1981, 4. Auflage, Verlag Frauenoffensive München)&lt;br /&gt;
* 1976: &#039;&#039;Les femmes avant le patriarcat&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* 1978: &#039;&#039;Contre violence ou résistance à l&#039;état&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* 1978: &#039;&#039;Histoire de l&#039;art et lutte des sexes&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* 1978: &#039;&#039;Écologie, féminisme : révolution ou mutation ?&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* 1982: &#039;&#039;S comme Sectes&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* 1988: &#039;&#039;La femme russe&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* 1997: &#039;&#039;Féminin et philosophie : une allergie historique&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* 1997: &#039;&#039;La liseuse et la lyre&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* 1999: &#039;&#039;Le sexocide des sorcières&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* 2003: &#039;&#039;L&#039;évangile de Véronique&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zitat (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem Ma­ni­fest von Françoise d&#039;Eau­bon­ne noch ei­ni­ge Ab­schnit­te, die ein zwar ex­tre­mes, aber der da­ma­li­gen Stim­mung des Auf­bruchs und den da­ma­li­gen In­ten­tio­nen nicht nur der Frau­en, son­dern vie­ler schwu­len Ak­ti­vis­ten sehr genau ent­spre­chen­des Bild wie­der­ge­ben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
«Die männ­li­chen Ho­mo­se­xu­el­len sind viel we­ni­ger die na­tür­li­chen Fein­de der Frau­en als die He­te­ros, die so oft und leicht zu He­te­ro-​Po­li­zis­ten wer­den. Eine Frau un­se­rer Zeit, in wel­chem Land, Klas­se und Kul­tur sie auch lebt, ‹ver­dankt› des­halb den gröss­ten Teil des Un­glücks, der Mis­ser­fol­ge, der De­mü­ti­gung und der Ohn­macht, die sie be­drän­gen, der Ge­gen­wart und dem Zu­sam­men­stoss mit den He­te­ro­se­xu­el­len, hand­le es sich nun dabei um den Vater, den Mann oder den Lieb­ha­ber. […] Die schein­ba­re To­le­ranz, die der ho­mo­se­xu­el­len Frau ent­ge­gen­ge­bracht wird, ist nur der Aus­druck der ge­sell­schaft­li­chen Ver­ach­tung. Für die Welt, wie einst für Kö­ni­gin Vic­to­ria, gibt es keine weib­li­che Ho­mo­se­xua­li­tät, höchs­tens eine etwas schlüpf­ri­ge Ho­mo­phi­lie. […] Ich glau­be, dass diese Grup­pen die Lei­tung der re­vo­lu­tio­nä­ren Be­we­gung haben soll­ten: […] Die Grup­pen der Frau­en und der ho­mo­se­xu­el­len Män­ner. […] Die Se­xua­li­tät, die bei­sei­te ge­stellt und zum Pro­blem­fall ver­stüm­melt in die klein­bür­ger­li­che Schlaf­stu­be ge­drängt wurde, rächt sich, wie sie es schon mit den Kir­chen und allen, die sie ver­nein­ten, getan hat: sie höhlt sie von Innen aus. […] Das Ein­ste­hen für die Emp­fäng­nis­ver­hü­tung und die Ab­trei­bung wie die Ver­tei­di­gung der männ­li­chen ero­ti­schen Min­der­heit ist keine Be­hin­de­rung einer von Zwän­gen be­frei­ten For­schung noch des so­zia­len wie po­li­ti­schen Auf­stiegs der Frau. Im Ge­gen­teil, diese par­al­lel lau­fen­den Be­stre­bun­gen und Kämp­fe wer­den sich im ge­mein­sa­men Ziel ver­ei­nen: Der Zer­stö­rung der pa­tri­ar­cha­li­schen Fa­mi­lie als Grund­stein un­se­rer Ge­sell­schaft und deren Er­satz durch eine Ge­gen­ein­rich­tung, die dem Kampf der Ge­schlech­ter, der Un­ter­drü­ckung der Frau­en und Ho­mo­se­xu­el­len […] ein Ende setzt. Ist es da nötig, zu un­ter­strei­chen, dass zu die­sem Zeit­punkt Ka­pi­tal und Bür­ger­tum nur noch Er­in­ne­run­gen sein wer­den?» &amp;lt;ref&amp;gt; [http://schwulengeschichte.ch/inhalt/6-gesellschaftlicher-aufbruch/die-soh-entsteht/soh-und-hey/ Schwulengeschichte.ch: Neuer Elan mit einem neuen Team 1974] &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://portal.d-nb.de/resolver.htm?referrerResultId=Eaubonne%2526any&amp;amp;referrerPosition=1&amp;amp;identifier=119176882 Françoise d&#039;Eaubonne] in der [[Deutsche Nationalbibliothek|Deutschen Nationalbibliothek]]&lt;br /&gt;
* [https://www.2mecs.de/wp/2016/03/die-fhar-front-homosexuel-daction-revolutionnaire/ 2mecs: die FHAR (Front homosexuel d’action révolutionnaire)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:d&#039;Eaubonne, Françoise}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autoren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frauenrechtler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Franzosen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frauen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:1920 Geboren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:2005 Gestorben]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ulli</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.homowiki.de/index.php?title=Guy_Hocquenghem&amp;diff=20704</id>
		<title>Guy Hocquenghem</title>
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		<updated>2016-03-30T21:11:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ulli: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Guy Hocquenghem&#039;&#039;&#039; (* [[3. Dezember]] [[1946]] in [[Paris]]; † [[28. August]] [[1988]] in Paris) war ein [[Frankreich|französischer]] [[Autor]], [[Philosoph]], Hochschullehrer und [[LGBT]]-Aktivist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Nach seiner Schulzeit an der &#039;&#039;[[Ecole Normale Supérieure]]&#039;&#039; in Paris studierte Hocquenghem [[Philosophie]] und verliebte sich in seinen Lehrer, mit dem er ein Leben lang befreundet war.  &amp;lt;ref&amp;gt; &#039;&#039;Who&#039;s Who in Contemporary Gay and Lesbian History&#039;&#039; von [[Robert Aldrich (Historiker)|Robert Aldrich]], [[Garry Wotherspoon]]; S.191 &amp;lt;/ref&amp;gt; Als Student nahm Hocquenghem an den französischen Protesten im [[Mai 68]] teil. Infolge der Proteste trat Hocquenghem der [[Kommunistische Partei|Kommunistischen Partei]] in Frankreich bei, die er später wieder verließ. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seinem Studium unterrichtete Hocquenghem als Hochschullehrer Philosophie an der [[Universität Paris VIII]]. Hocquenghem wurde 1971 Mitglied der Organisation [[Front Homosexuel d&#039;Action Révolutionnaire]] (FHAR), die einige lesbische ehemalige Mitglieder der Organisation &#039;&#039;Mouvement Homophile de France&#039;&#039; gegründet hatten.&lt;br /&gt;
In den folgenden Jahren schrieb Hocquenghem mehrere Bücher. Insbesondere thematisierte er das Thema Homosexualität und wurde zu einem der Vordenker der [[Queer-Theorie]]. Sein Buch &#039;&#039;Das homosexuelle Verlangen&#039;&#039; von 1972 gehörte international zu den ersten Werken der Queer-Theorie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Filmregisseur [[Lionel Soukaz]] produzierte er 1979 den Dokumentarfilm über die Geschichte der Homosexualität &#039;&#039;Race d&#039;Ep!&#039;&#039;&lt;br /&gt;
1988 verstarb Hocquenghem an den Folgen von [[AIDS]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke von Hocquenghem (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1972: &#039;&#039;Homosexual Desire&#039;&#039; (deutsche Übersetzung &#039;&#039;Das homosexuelle Verlangen&#039;&#039;, München, Hanser, 1974)&lt;br /&gt;
* 1974: &#039;&#039;L&#039;Après-Mai des faunes&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* 1976: &#039;&#039;Co-ire, album systématique de l&#039;enfance&#039;&#039; (gemeinschaftlich mit [[René Schérer]])&lt;br /&gt;
* 1976: &#039;&#039;Fin de section&#039;&#039;, Kurzgeschichten&lt;br /&gt;
* 1977: &#039;&#039;La Dérive homosexuelle&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* 1979: &#039;&#039;La Beauté du métis&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* 1980: &#039;&#039;The Gay travels: guide and glance homosexual over the large metropolises&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* 1982: &#039;&#039;L&#039;Amour en relief&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* 1985: &#039;&#039;La Colère d&#039;agneau&#039;&#039; (dt. Übersetzung: &#039;&#039;Der Zorn des Lammes&#039;&#039;, Frankfurt/M: Ullstein, 1992) &lt;br /&gt;
* 1986: &#039;&#039;L&#039;Âme atomique&#039;&#039; (&#039;&#039;The Atomic Heart&#039;&#039;, gemeinschaftlich mit René Schérer) &lt;br /&gt;
* 1986: &#039;&#039;Open letter to those who moved from Mao collars to Rotary wheels&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* 1987: &#039;&#039;Eve&#039;&#039; (dt. Übersetzung &#039;&#039;Eva&#039;&#039;, St. Gallen:Ed.Diá, 1991)&lt;br /&gt;
* 1988: &#039;&#039;Voyages et adventures extraordinaires du Frère Angelo&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* 1994: &#039;&#039;The amphitheatre of the dead ones&#039;&#039;, Memoiren&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* [[Bill Marshall]]: &#039;&#039;Guy Hocquenghem: Gay Beyond Identity&#039;&#039; ([[Duke University Press]], 1996)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://portal.d-nb.de/opac.htm?method=showFullRecord&amp;amp;currentResultId=Guy%2BHocquenghem%2B%2526any&amp;amp;currentPosition=6 Guy Hocquenghem] in der [[Deutsche Nationalbibliothek|Deutschen Nationalbibliothek]]&lt;br /&gt;
* [http://www.imdb.com/name/nm1109479 [[Internet Movie Database]]: Guy Hocquenghem]&lt;br /&gt;
* [http://www.glbtq.com/literature/hocquenghem_g.html GLBTQ:Biografie zu Guy Hocquenghem]&lt;br /&gt;
* [https://www.2mecs.de/wp/2016/01/race-dep/ 2mecs: Race d&#039;Ep]&lt;br /&gt;
* [https://www.2mecs.de/wp/2013/05/guy-hocquenghem-das-homosexuelle-verlangen/ 2mecs: Guy Hocquenghem – Das homosexuelle Verlangen]&lt;br /&gt;
* [https://www.2mecs.de/wp/2016/03/die-fhar-front-homosexuel-daction-revolutionnaire/ 2mecs: die FHAR (Front homosexuel d’action révolutionnaire)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Hocquenghem, Guy}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autoren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Philosoph (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Paris)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:LGBT-Aktivisten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Franzosen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Männer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:1946 Geboren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:1988 Gestorben]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ulli</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.homowiki.de/index.php?title=Institut_f%C3%BCr_Sexualwissenschaft&amp;diff=20702</id>
		<title>Institut für Sexualwissenschaft</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.homowiki.de/index.php?title=Institut_f%C3%BCr_Sexualwissenschaft&amp;diff=20702"/>
		<updated>2016-03-03T23:05:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ulli: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Am 6. Juli 1919 eröffnete Dr. [[Magnus_Hirschfeld|Magnus Hirschfeld]] (1868–1935) in Berlin das ‚Institut für Sexualwissenschaften‘. Ein Institut, in dem auch [[Kurt Hiller]] sich intensiv engagierte und u.a. Arthur Kronfeld, [[Karl Giese]] oder [[Richard Linsert]] arbeiteten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:GedenksauleInstitutFuerSexualwissenschaft.jpg|framed|Gedenksäule für das institut für Sexualwissenschaft |Gedenksäule für das institut für Sexualwissenschaft ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Institut war die erste Einrichtung für Sexualforschung weltweit und lange Zeit das einzige seiner Art. Es war zugleich wissenschaftliche Forschungsstätte, Beratungs- und Behandlungseinrichtung, Fortbildungsstätte und Archiv. Eng mit dem Institut verbunden war das bereits 1897 von Hirschfeld und anderen gegründete ‚[[Wissenschaftlich-humanitäres Komitee|Wissenschaftlich-humanitäre Komitee]]‘ (WhK). Aus ihm sowie aus dem Institut heraus entstanden viele politische Aktionen (wie zur Abschaffung des §175).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Institut befand sich in einer dreistöckigen Villa im Bezirk Tiergarten. Auch Hirschfelds Privatwohnung befand sich in dem Gebäude.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 6. Mai 1933 wurde das Institut für Sexualwissenschaften geplündert und zerstört. Die Bibliothek des Instituts wurde zusammen mit zehntausenden Werken anderer Autoren bei der Bücherverbrennung am 10. Mai 1933 auf dem Opernplatz vernichtet. Am 14.6.1933 wurde das Institut auf Anordnung von Polizeipräsidenten von Levetzow offiziell geschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Erinnerung an das Institut wurde am 75. Gründungstag des Instituts, am 6. Juli 1994, eine Gedenksäule (nach dem Entwurf von Georg Seibert), das ‚Denkmal für das Institut für Sexualwissenschaft‘, in der Nähe des ehemaligen Standorts des Instituts am Bettina-von-Arnim-Ufer eingeweiht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weblinks ===&lt;br /&gt;
* [https://www.2mecs.de/wp/2008/02/6-mai-1933-zerstoerung-institut-fuer-sexualwissenschaft/ 2mecs: 6. Mai 1933 Zerstörung Institut für Sexualwissenschaft]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte der Homosexualität]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ulli</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.homowiki.de/index.php?title=Friedrich_Radszuweit&amp;diff=20701</id>
		<title>Friedrich Radszuweit</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.homowiki.de/index.php?title=Friedrich_Radszuweit&amp;diff=20701"/>
		<updated>2016-03-03T23:00:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ulli: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Friedrich Radszuweit&#039;&#039;&#039; (* [[15. April]] [[1876]] in [[Königsberg (Preußen)|Königsberg]] ; † [[15. März]] [[1932]] in [[Berlin]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] Unternehmer, Verleger und Autor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Radszuweit eröffnete 1901 in Berlin ein Einzelhandelsgeschäft für Damenkonfektion. Er gründete 1923 den Verein &#039;&#039;Bund für Menschenrecht E.V.&#039;&#039; (BfM), zu dessen erstem Vorsitzenden Radszuweit gewählt wurde. Der Verein setzte sich für die Rechte homosexueller Menschen ein und forderte die Abschaffung des [[§ 175]]. Radszuweit gründete einen Verlag, der von 1923 bis 1933 die monatlich erscheinende Zeitschrift &#039;&#039;Blätter für Menschenrecht&#039;&#039; herausgab. Sein Verlag publizierte Bücher mit homosexuellen Inhalten und Aktphotographien. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren veröffentlichte der Verlag von Radszuweit die ersten Schallplatten mit Liedern, die homosexuelle Inhalte hatten (beispielsweise von [[Bruno Balz]] und [[Erwin Neuber]] &#039;&#039;Bubi laß uns Freunde sein&#039;&#039;). Zudem publizierte Radszuweit die Zeitschriften &#039;&#039;Insel&#039;&#039;, &#039;&#039;Magazin der Einsamen&#039;&#039; (1926–1931), &#039;&#039;Das dritte Geschlecht&#039;&#039; (vier Hefte: 1930/1931) und als internationales Novum die Zeitschrift &#039;&#039;[[Die Freundin]]&#039;&#039;, &#039;&#039;Wochenschrift für ideale Frauenfreundschaft&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Lesbiche_-_1928_-_D-_Die_freundin_1928.jpg|right|150px|Ausgabe der deutschen Zeitschrift &#039;&#039;Die Freundin&#039;&#039;, 1928]]&lt;br /&gt;
Radszuweit schrieb mehrere erfolgreiche Romane wie &#039;&#039;Männer zu verkaufen&#039;&#039;, &#039;&#039;Ledige Frauen&#039;&#039;, &#039;&#039;Die Symphonie des Eros&#039;&#039; und &#039;&#039;Paul Tritzkis Lebensweg&#039;&#039;. 1927 verteilte Radszuweit einen Aufruf zur Reform des § 175 an die [[Reichstag (Weimarer Republik)|Reichstagsmitglieder]]. &amp;lt;ref&amp;gt; Friedrich Radszuweit, &#039;&#039;Irrlehren über die Homosexualität&#039;&#039;. &#039;&#039;§ 175 muss abgeschafft werden ! Denkschrift an den Deutschen Reichstag zur Beseitigung einer Kulturschande&#039;&#039;, herausgegeben von Bund für Menschenrechte, Berlin 1927, 14 Seiten &amp;lt;/ref&amp;gt; 1932 verstarb Radszuweit an Tuberkulose. Sein Alleinerbe war &#039;&#039;Martin Butzkow&#039;&#039;, den er adoptiert hatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Radszuweit vollzog nach den Wahlerfolgen der NSDAP 1930 einen Rechtsruck und offenbarte eine judenfeindliche Einstellung, indem er sich für das Verbot der Schriften des jüdischen Mediziners [[Felix Abraham]] aussprach. &amp;lt;ref&amp;gt; Eldorado, &#039;&#039;Homosexuelle Frauen und Männer in Berlin. 1850-1950 Geschichte, Alltag und Kultur&#039;&#039;, 1984, Seite 40f. &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt; Bernd-Ulrich Hergemöller, Mann für Mann, Seite 568 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1931 schrieb Radszuweit einen Brief an [[Adolf Hitler]], in dem er diesen bat, Schikanen der NSDAP gegen die Geschäftsstelle des BfM und gegen homosexuelle Menschen einzustellen. &amp;lt;ref&amp;gt; Adolf Hitler soll diesen Brief an die [[SS]] mit dem Vermerk &amp;quot;Bei Machtübernahme zu liquidieren&amp;quot; weitergeleitet haben. &amp;lt;ref&amp;gt;[Hohmann, &#039;&#039;Der heimliche Sexus&#039;&#039;, 1979, Seite 254f. (ohne Belege)]&amp;lt;/ref&amp;gt; --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==	&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Männer zu verkaufen&#039;&#039;, Leipzig, Lipsia-Verlag, 1932, 6. Aufl. 	&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Ledige Frauen&#039;&#039;, Berlin, 1928–1929 		&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Die Symphonie des Eros&#039;&#039;, Berlin-Pankow, Kaiser Friedrich-Str. 1, 1925 		&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Paul Tritzkis Lebensweg&#039;&#039;, Berlin-Pankow, Kaiser-Friedrich-Str. 1, Orplid-Verlag, 1924	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Bernd-Ulrich Hergemöller]], &#039;&#039;Mann für Mann&#039;&#039;, Seite 568f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweis ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
*[https://portal.dnb.de/opac.htm?query=Friedrich+Radszuweit&amp;amp;method=simpleSearch Friedrich Radszuweit]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Aus der Wikipedia}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Friedrich Radszuweit}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autoren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Männer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aktivisten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:1876 Geboren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:1932 Gestorben]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ulli</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.homowiki.de/index.php?title=Alter_St_Matth%C3%A4us_Kirchhof&amp;diff=20700</id>
		<title>Alter St Matthäus Kirchhof</title>
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		<updated>2016-03-03T22:53:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ulli: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der &#039;&#039;&#039;Alte St.-Matthäus-Kirchhof&#039;&#039;&#039; ist ein historischer Friedhof in &#039;&#039;&#039;Berlin - Schöneberg&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem 1856 eingeweihten Alten St.-Matthäus-Kirchhof sind auch viele Lesben und Schwule beigesetzt, so u.a.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- [[Jürgen_Baldiga|Jürgen Baldiga]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- [[Hedwig_Dohm|Hedwig Dohm]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- [[Andreas_Meyer-Hanno|Andreas Meyer-Hanno]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- [[Hans-Peter_Hauschild|Hans-Peter Hauschild]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- [[Ovo_Maltine|Ovo Maltine]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- [[Rio_Reiser|Rio Reiser]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- [[Manfred_Salzgeber|Manfred Salzgeber]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- [[Napoleon_Seyfarth|Napoleon Seyfahrt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- [[Hans_Georg_Stümke|Hans-Georg Stümke]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Berlin]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weblinks ===&lt;br /&gt;
* [https://www.2mecs.de/wp/2012/04/der-alte-st-matthaus-kirchhof-in-berlin-schoneberg/ 2mecs: Alter St. Matthäus Kirchhof Berlin-Schöneberg]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ulli</name></author>
	</entry>
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		<title>Andreas Salmen</title>
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		<updated>2016-02-06T15:59:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ulli: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Andreas Salmen&#039;&#039;&#039; (* 26.5.1962 in Göttingen; † 13.2.1992 in Berlin) war schwulen- und Aids-politisch engagiert.&lt;br /&gt;
Der Diplom-Politologe Salmen hat zahlreiche journalistische und wissenschaftliche Beiträge zu diesen Themen veröffentlicht. Er war Mitgründer und Aktivist der Gruppe [[ACT_UP|ACT UP]] Berlin / Feuer unterm Hintern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Salmen war Initiator und Motor der deutschen [[ACT_UP|ACT UP]] - Bewegung, unbequemer Vordenker und kompromissloser Mitstreiter. Er griff die US-amerikanische Idee des [[ACT_UP|ACT UP]] auf und übertrug sie auf deutsche Verhältnisse. Er verstand die Aids-Epidemie von Beginn an nicht nur als isoliert medizinisches Phänomen, sondern auch als politisches Problem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 13. Februar 1992 starb Andreas Salmen an den Folgen von Aids.&lt;br /&gt;
Sein Nachlass wird verwahrt im Archiv des Hamburger Instituts für Sozialforschung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bücher und Veröffentlichungen ===&lt;br /&gt;
* Salmen, A.: AIDS. Solidarität als Alternative. 1988. In: Komitee für Grundrechte und Demokratie (Hg.): Jahrbuch 1987. Sensbachtal/Odenwald&lt;br /&gt;
* Salmen, A.: &amp;quot;Wir werden die Krise überleben.&amp;quot; Stop-AIDS-Projekte. 1988. In: Siegesäule 5 (6), 1988&lt;br /&gt;
* Salmen, A.: &amp;quot;Schwulenbewegung und AIDS - Endlich aus der Opferrolle herauskommen!&amp;quot; 1989. In: Siegessäule 6 (1), 1989&lt;br /&gt;
* Salmen, A.; Eckert, A. (Hrsg.): 20 Jahre bundesdeutsche Schwulenbewegung. 1969-1989 Bundesverband Homosexualität, Köln 1989&lt;br /&gt;
* Salmen, A.: &amp;quot;Ein Scharlatan findet seine Jünger. Eine Auseinandersetzung mit den Thesen Duesbergs.&amp;quot; 1989. In: Siegessäule 6 (7), 1989&lt;br /&gt;
* Salmen, A.; Rosenbrock, R.: (Hg.) AIDS-Prävention. 1990. Berlin Edition Sigma Bohn&lt;br /&gt;
* Salmen, A.: (Hg.) &amp;quot;[[ACT_UP|ACT UP]] Feuer unterm Arsch - Die AIDS-Aktionsgruppen in Deutschland und den USA&amp;quot; 1991. AIDS-Forum DAH Sonderband, Berlin, 1991&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weblinks ===&lt;br /&gt;
* [https://www.2mecs.de/wp/2009/02/andreas-salmen-1962-1992/ 2mecs: Andreas Salmen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aktivisten|S]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Männer|S]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ulli</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.homowiki.de/index.php?title=Worldpride&amp;diff=20691</id>
		<title>Worldpride</title>
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		<updated>2016-01-20T22:44:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ulli: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der &#039;&#039;&#039;Worldpride&#039;&#039;&#039; ist ein CSD (Gaypride) mit Teilnehmern und Organisatoren aus Ländern aller Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rom (2000) ===&lt;br /&gt;
Der erste Worldpride fand 2000 in [[Rom]] statt. Auch massive Proteste aus dem Vatikan konnten den Pride nicht verhindern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Jerusalem (2005/2006) ===&lt;br /&gt;
Der zweite Worldpide war für 2005 in [[Jerusalem]] geplant. Wegen des Rückzugs jüdischer Siedler aus dem [[w:Gazastreifen|Gazastreifen]] wurde dieser aber auf 2006 verschoben. Moslemische, jüdische und christliche Religionsführer protestierten auch hier gegen den Pride. Wegen der Gewaltdrohungen sagten die Veranstalter die Parade ab. Die übrigen Veranstaltungen fanden aber statt. Eigentlich sollte die Parade am 10. November 2006 nachgeholt werden. Aus Sicherheitsgründen gab es aber am Tag vorher wieder eine Absage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weblinks ===&lt;br /&gt;
* [http://www.worldpride.net Homepage des Worldpride]&lt;br /&gt;
* [https://www.2mecs.de/wp/2015/12/interpride-world-2016-montpellier/ 2mecs: EuroPride und InterPride World 2016 – CSD-Organisatoren treffen sich in Montpellier]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:CSD]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ulli</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.homowiki.de/index.php?title=Vito_Russo&amp;diff=20690</id>
		<title>Vito Russo</title>
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		<updated>2016-01-20T22:41:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ulli: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Vito Russo&#039;&#039;&#039; (* Juli 1946 in East Harlem, † 7. November 1990 in New York)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem Studium (Filmwissenschaften) an der Universität von New York arbeitete Russo zunächst in der Film-Abteilung des Museum of Modern Art. Er begann, sich in der frühen US-Schwulenbewegung zu engagieren, wurde u.a. Mitglied der Gay Activists Alliance (GAA). Er begründete das erste schwule Filmfestival (im Community Center der GAA).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der 70er Jahre des 20. Jahrhunderts arbeitete er intensiv an Recherchen zu dem, was sein Lebenswerk werden sollte, einer Untersuchung darüber, wie Hollywood und die US-amerikanische Filmindustrie Schwule, Lesben und Transgender darstellte. Diese Untersuchungen erschienen 1981 unter dem Titel &amp;quot;The Celluloid Closet&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erkentnisse seiner Untersuchung trug er konsequent und lautstark an die Öffentlichkeit, u.a. auch mit Protesten gegen den Film &#039;Cruising&#039; (1981), der als massiv schwulenfeindlich empfunden wurde.&lt;br /&gt;
1985 gehörte er zu den Gründern der &#039;Gay and Lesbian Alliance Against Defamation&#039; (GLAAD), die erste schwul-lesbische Medien-Beobachtungsgruppe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seinen letzten Lebensjahren engagierte sich Vito Russo in der Aids-Aktionsgruppe [[ACT_UP|ACT UP]], zu deren Mit-Begründern er gehört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 7. November 1990 starb Vito Russo in New York an den Folgen von [[AIDS]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im November 1990, fünf Jahre nach seinem Tod, erschien eine Dokumentarfilm-Version seines Buches &amp;quot;The Celluloid Closet&amp;quot; unter der Regie seiner Freunde Robert Epstein und Jeffrey Friedman.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bücher und Veröffentlichungen ===&lt;br /&gt;
* Russo, Vito: The Celluloid Closet. 1981. New York, Harper &amp;amp; Row (Neuauflage 1987; deutsch: &amp;quot;Die schwule Traumfabrik - Homosexualität im Film&amp;quot;. Bruno Gmünder, Berlin 1990)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weblinks ===&lt;br /&gt;
* [https://www.2mecs.de/wp/2013/11/our-time-vito-russo-1983/ 2mecs: Our Time (Vito Russo 1983) – bahnbrechende TV-Serie jetzt im Internet]&lt;br /&gt;
* [https://www.2mecs.de/wp/2012/07/vito-russo-neue-dokumentation-portraitiert-schwulen-aktivisten-und-film-historiker/ 2mecs: Vito Russo – neue Dokumentation portraitiert schwulen Aktivisten, Film-Historiker]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aktivisten|R]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Künstler|Russo_Vito]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Männer|Russo_Vito]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ulli</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.homowiki.de/index.php?title=Rudolf_Brazda&amp;diff=20689</id>
		<title>Rudolf Brazda</title>
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		<updated>2016-01-20T22:19:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ulli: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Rudolf Brazda&#039;&#039;&#039; (* zw. Jänner und März 1913 in Brossen, damals Kreis Zeitz, heute ein Stadtteil von [[w:Meuselwitz|Meuselwitz]], † 3.8.2011) ist 2008 der letzte bekannte Überlebende des [[KZ Buchenwald]] der den [[Rosa Winkel]] trug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Brazda01a.jpg|framed|Rudolf Brazda im Juni 2008 bei der Einweihung des Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen|Rudolf Brazda im Juni 2008 bei der Einweihung des Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Eltern waren tschechischer Herkunft und aus dem damaligen Österreich-Ungarn nach Sachsen eingewandert. Nach seiner Geburt in Brossen wuchs er in Meuselwitz auf. Seinen Berufswunsch, eine Lehre als Schaufensterdekorateur, wird ihm nicht erfüllt, da man ihm die Lehrstelle wegen fehlender deutscher Staatsbürgerschaft nicht gibt. So absolvierte er eine Lehre als Dachdecker. [[1933]], als die Nationalsozialisten die Macht übernehmen ist Rudolf nicht einmal 20 Jahre alt und hatte gerade seine Homosexualität entdeckt. In Leipzig ginge er auf Bälle und Tanzveranstaltungen und in Meuselwitz lernte er seinen ersten Freund kennen. Der blonde Werner wohnte bei einer Zeugin Jehovas zur Untermiete, bei der auch Rudolf bald einzig. Die streng religiöse Dame hat nichts gegen diese Liaison und überließ ihnen sogar ihr Schlafzimmer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus unbekannten Gründen wurde Rudolf Brazda verhaftet und nach [[§ 175]] in der Fassung vor 1935 angeklagt. Der Prozess in [[w:Altenburg|Altenburg]] erregte Aufmerksamkeit und nach seiner Erinnerung lautete eine Überschrift in einer Meuselwitzer Zeitung: &amp;quot;Sie lebten zusammen wie Mann und Frau&amp;quot;. Bei der Staatsanwaltschaft erzählte er freimütig über ihr Zusammenleben und auch dass er sich nicht dafür schäme. Viel mehr als die Zeitung konnte ihm die Staatsanwaltschaft nicht vorwerfen und trotzdem in der damals geltenden Fassung eigentlich nur &amp;quot;widernatürliche Unzucht&amp;quot;, sprich [[Analverkehr]] oder [[Schenkelverkehr]], strafbar waren, wurde er zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt. Seine Mutter hält zu ihm und empfängt ihn bei der Entlassung aus dem Gefängnis. Ihr einziger Kommentar war: &amp;quot;Bitte gib mir nicht die Schuld daran, dass du so geworden bist.&amp;quot; Rudolf Brazdas Existenz war durch den Gefängnisaufenthalt vernichtet und die deutschen Behörden schoben ihn als vorbestraften &amp;quot;Ausländer&amp;quot; in die Tschechoslowakei ab, ein Land dessen Sprache er nicht sprach und welches er zuvor noch nie sah.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brazda zog nach Karlsbad und fand dort einen neuen Freund. Toni hatte Kontakt zur Theatergruppe &amp;quot;Fischli-Bühne&amp;quot; mit welcher Brazda schließlich drei Jahre durchs Sudentenland zog. Er schauspielerte, tanzte, trat in Operetten auf, und in einer Nummer imitierte er [[Josephine Baker]]. Im Oktober 1938 wurde das Sudetenland annektiert und zuerst wurden die jüdischen Mitglieder der Theatergruppe verhaftet. Etwas später traf es auch ihn und nach einiger Zeit ohne Prozess im Gefängnis von Eger (tschechisch [[w:Cheb|Cheb]]) ging er 1941 auf &amp;quot;Transport&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 30. März 1941 kam Brazda im [[KZ Buchenwald]] an, wo ihn die SS-Männer in einen Bottich mit Desinfektionsmittel tauchten. Rückblickend meint er, dass ihm das nichts ausgemacht habe, im Gegensatz zum hereunterreissen eines goldenen Kettchens mit Kreuz, einem Geschenk seines Freundes. Als Kennzeichnung bekam er einen Rosa Winkel mit einem &amp;quot;T&amp;quot; für Tscheche. Anfangs musste er wie die meisten Homosexuellen mit der Strafkompanie im Steinbruch arbeiten. Bald jedoch hatte er Glück zu einer leichteren Arbeit, in einem kleinen Verschlag der als Verbandsraum für die verletzten diente, eingeteilt zu werden. Etwas später wurde er als Dachdecker in ein Baukommando überstellt, wo wesentlich bessere Arbeitsbedingungen herrschten. Dort nahm sich ein kommunistischer Kapo seiner an und es entwickelte sich eine Liebesbeziehung die ihm das Leben rettete. Darunter ist ihm ein Ereignis in besonderer Erinnerung, als jemand von draußen in die Baracke rief: &amp;quot;Was ist das für ein Kommando?&amp;quot; und er zurückrief, dass dies doch auf der Türe stehe. Daraufhin stürzte ein SS-Mann in die Baracke, versetze ihm einen Tritt und schlug mit der Faust in sein Gesicht, so daß er dabei drei Zähne verlor. Zusätzlich ordnete der SS-Mann an, dass er am nächsten Tag abgeholt und per Genickschuss getötet werden solle. Als Brazda dies seinem Kapo erzählte setzte sich dieser beim Lagerkommandanten mit der Begründung, dass Brazda eine wichtige Arbeitskraft sei, die er nicht entbehren könne, für ihn ein. Er bekam auch das schlimmere tägliche Leid der anderen mit. Als die amerikanischen Streitkräfte im Frühjahr 1945 auf Buchenwald vorrückten evakuierten die Nationalsozialisten das Lager. Anfang April wurden 28.000 Häftlinge auf lange Märsche in andere Lager geschickt, wobei die Hälte dabei ums Leben kommt. Mit Hilfe eines Kapos konnte sich Brazda unterwegs in einem Schweinestall verstecken bis die Amerikaner am 11. April 1945 das Lager befreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Befreiung ging Brazda mit einem anderen ehemaligen Häftling in dessen Heimat nach Süddeutschland, wo er als Dachdecker arbeitete und sich ein neues Leben aufbaute. Im Jahre 1947 kommt er mit Eddi, einem [[w:Banater Schwaben|Banater Schwaben]] zusammen, mit dem er bis zu dessen Tod 2002 zusammenlebte. Zusammen zogen sie ins Elsass nach Frankreich, wo Homosexualität nicht unter Strafe stand, während in Deutschland die verschärfte Version erhalten blieb. Barzda lebte bis zu seinem Tod in einem kleinen Häuschen, welches er mit seinem Freund zusammen gebaut hatte. Eine Entschädigung für seine KZ-Haft in Buchenwald hat Rudolf Brazda nie erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rudolf Brazda starb 3. August 2011 im Alter von 98 Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Einweihung des [[Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen|Denkmals für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen]] am 27. Mai 2008 war man davon ausgegangen, dass es keinen überlebenden Zeitzeugen mehr gäbe, der aufgrund seiner Homosexualität im Konzentrationslager saß. Aufgrund der Berichterstattung meldete sich die Nichte von Rudolf Brazda beim [[LSVD]] und erzählte von ihrem Onkel. Der inzwischen 95jährige Brazda wurde daraufhin nach Berlin eingeladen, wurde am 27. Juni 2008 von Bürgermeister [[Klaus Wowereit]] im Rathaus empfangen, und war am Abend bei einer Podiumsdiskussion zum Thema „Geschichte der nationalsozialistischen Homosexuellenverfolgung“ anwesend. Am nächsten Tag nahm er zusammen mit Wowereit an der &#039;&#039;Gedenkfeier für die homosexuellen NS-Opfer&#039;&#039; des LSVD und der Stiftung &amp;quot;Denkmal für die ermordeten Juden Europas&amp;quot; am Mahnmal teil. Am Nachmittag nimmt er dann erstmals in seinem Leben an einer CSD-Parade teil und fährt auf dem Wagen des LSVD mit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Alexander Zinn: [http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/dokumentation/?sid=eff62e4ce6a636f8a42671cfee33fcfa&amp;amp;em_cnt=1358452 Rudolf Brazda - &amp;quot;Das Glück kam immer zu mir&amp;quot;], Frankfurter Rundschau, 26. Juni 2008&lt;br /&gt;
* Matthias Oloew: [http://www.tagesspiegel.de/berlin/CSD;art270,2560696 Christopher Street Day - Erinnern, demonstrieren und feiern], Der Tagesspiegel - Berlin, 28. Juni 2008&lt;br /&gt;
* Waltraud Schwab: [http://www.taz.de/regional/berlin/aktuell/artikel/1/spaete-freude-am-mahnmal/ Christopher Street Day - Späte Freude am Mahnmal], taz, 28. Juni 2008&lt;br /&gt;
* [https://www.2mecs.de/wp/2008/06/rudolf-brazda/ 2mecs: Rudolf Brazda – einer der letzten Überlebenden mit dem Rosa Winkel]&lt;br /&gt;
* [https://www.2mecs.de/wp/2008/07/zeitzeuge-rudolf-brazda-video/ 2mecs: Zeitzeuge Rudolf Brazda Video: Ein schreckliches Leben war das …]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Brazda, Rudolf}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personen der Zeitgeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Männer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:1913 Geboren]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ulli</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.homowiki.de/index.php?title=Reichszentrale_f%C3%BCr_Homosexualit%C3%A4t_und_Abtreibung&amp;diff=20688</id>
		<title>Reichszentrale für Homosexualität und Abtreibung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.homowiki.de/index.php?title=Reichszentrale_f%C3%BCr_Homosexualit%C3%A4t_und_Abtreibung&amp;diff=20688"/>
		<updated>2016-01-20T16:42:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ulli: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die ‘&#039;&#039;&#039;Reichszentrale zur Bekämpfung der Homosexualität und Abtreibung&#039;&#039;&#039;’ war die bürokratische Zentralstelle der Verfolgung Homosexueller in der NS-Zeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Geheimbefehl des NS-Innenministers Heinrich Himmler vom 10. 10. 1936 wurde die ‘Reichszentrale zur Bekämpfung der Homosexualität und Abtreibung‘ gegründet. Sie war angesiedelt im Hauptsitz des Reichskriminalpolizeiamts (das wiederum seit Juni 1936 Himmler unterstellt war) in Berlin am Werderschen Markt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgabe dieser ‘Reichszentrale’ war die reichsweite Erfassung und Registrierung der Homosexuellen, die nach [[Paragraph_175|§175]] oder einem anderen ‘Sittlichkeitsdelikt’ straffällig geworden waren. Sie war zur Anordnung oder eigenständigen Durchführung von Ermittlungen (z.B. mobile Sonderkommandos der Gestapo) befugt. Eine Richtlinie vom 11.5.1937 regelte zudem u.a. die ständige Überwachung von Strichjungen.&lt;br /&gt;
In der Namensgebung und Kombination von Homosexualität und Abtreibung kommt die ‘rassehygienische’ Intention ihrer Einrichtung zum Ausdruck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst (von ihrer Errichtung bis 1939) war die ‘Reichszentrale’ angesiedelt innerhalb der Gestapo, ab 1939 dann wieder im Reichskriminalpolizei(haupt)amt. Organisatorisch unterstellt war die ‘Reichszentrale’ dem ‘Reichssicherheitshauptamt’ (Amt V).&lt;br /&gt;
Beide, Kriminalpolizei und Gestapo, bedeuteten für viele Homosexuelle den Weg in KZs: Während für die ‘Schutzhaft’ die Gestapo zuständig war, drohte seitens der Reichs-Kriminalpolizei sogenannte ‘Vorbeugehaft’. Beide Haftarten führten i.d.R. zur Einweisung in Konzentrationslager (bes. seit dem Erlass ‘Vorbeugende Verbrechensbekämpfung durch die Polizei’ vom 14.12.1937). Ab dem Erlass des ‘Reichssicherheitshauptamts’ vom 12. Juli 1940 war zudem auch formell legalisiert, dass Homosexuelle auch ohne Gerichtsurteil in KZs eingewiesen werden konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ‘Vorläufer’ der ‘Reichszentrale’, das ‘Sonderdezernat II 1 Homosexualität‘ entstand schon 1934 auf Befehl Himmlers beim preußischen Geheimen Staatspolizeiamt (Gestapa). Bereits im Herbst 1934 waren alle deutschen Polizeipräsidien angewiesen worden, für ihre Dienststellen Listen mit den Namen sämtlicher Homosexueller zu verfassen.&lt;br /&gt;
Beide, Sonderdezernat und Reichszentrale, waren in Personalunion [[Josef Meisinger]] unterstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachfolger Meisingers als Leiter der ‘Reichszentrale zur Bekämpfung der Homosexualität und Abtreibung’ wurde Kriminalrat Erich Jacob. Ihm zur Seite gestellt als ‘wissenschaftlicher Leiter’ wurde ab Juli 1943 der Neurologe (Dissertation) und Psychiater [[Carl-Heinz Rodenberg]] (auch: Karl-Heinrich oder Karl-Heinz; zuvor u.a. als Gutachter an der Euthanasie-Mordaktion T4 beteiligt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der verschärften Neufassung des §175 im Jahr 1935 verschärfte sich auch der Verfolgungsdruck gegen Homosexuelle.&lt;br /&gt;
Bereits 1938 wurden in der ‘Reichszentrale’ die Daten von 28.800 Männern erfasst und gespeichert, die entweder wegen Homosexualität bestraft oder dieser ‘verdächtig’ waren. Bis 1940 soll sich ihre Zahl auf 41.000 Männer erhöht haben (Joachim Müller spricht sogar von 95.000 Männern).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Werderschen Markt erinnert heute nichts an das ehemalige (im Krieg bombardierte) Reichskriminalpolizeiamt und die dort ansässigen ‘Reichszentralen’. Das Reichskriminalpolizeiamt fand seinen Nachfolger im Bundeskriminalamt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen ==&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
Rodenberg, Karl-Heinz: Über echte Kombinationen epileptischer und schizophrener Symptomkomplexe (Dissertation 1930; im [https://portal.d-nb.de/ Katalog der Deutschen Nationalbibliothek])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
Jörg Hutter: [http://www.joerg-hutter.de/polizei.htm Die Rolle der Polizei bei der Schwulen- und Lesbenverfolgung im Nationalsozialismus]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Joachim Müller: ‘Betrifft: Haftgruppen “Homosexuelle” – Rehabilitierung (k)ein Problem? Schlaglichter zu einigen markanten Stationen in offiziellen und öffentlichen Bereichen’, in: ‘Homosexuelle in Konzentrationslagern’, Bad Münstereifel 2000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Monströse Trauergesten im Land der Täter sind deplatziert&amp;quot; - Historiker Peter Reichel kritisiert &amp;quot;Vereinfachung der Gedenkkultur&amp;quot;. Deutschlandradio Kultur 27.05.2008 ([http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/thema/791235/ online])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weblinks ===&lt;br /&gt;
* [http://www.2mecs.de/wp/2008/09/die-reichszentrale-zur-bekampfung-der-homosexualitat-schreibtisch-tater-der-homosexuellenverfolgung/ 2mecs: Reichszentrale zur Bekämpfung der Homosexualität – Schreibtisch-Täter der Homosexuellenverfolgung]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte_der_Homosexualität|KZ Neusustrum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Berlin]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ulli</name></author>
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		<title>Josef Meisinger</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Ulli: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Josef Meisinger (* 14. September 1899 in München; † 7. März 1947 in Warschau hingerichtet) war ein deutscher Oberst der Polizei, SS-Standartenführer und Kriegsverbrecher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meisinger war seit dem 1. Mai 1934 am geheimen Staatspolizeiamt (Gestapa) in Berlin und dort als Kriminalrat Mitarbeiter, seit 1935 Leiter des Sonderdezernats II 1 (Bekämpfung der Homosexualität und Abtreibung). Von ihrer Einrichtung 1936 bis 1938 war er Leiter der ‘[[Reichszentrale_für_Homosexualität_und_Abtreibung|Reichszentrale zur Bekämpfung der Homosexualität und Abtreibung]]’. Aufgrund von Ermittlungsfehlern in der ‘Affäre Fritsch’ wurde er 1938 strafversetzt und später Kommandeur der Sicherheitspolizei in Warschau (wo er die Ermordung Tausender Polen veranlasste und den Namen ‘Schlächter von Warschau’ bekam), zuletzt im April/Mai 1945 Polizeiverbindungsoffizier an der Botschaft in Japan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 6. September 1945 wurde Meisinger in Yokohama von US-Kräften verhaftet und 1946 an Polen ausgeliefert. Der Oberste Volksgerichtshof Warschau verurteilte Meisinger zum Tod, am 7. März 1947 wurde er hingerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meisinger -der die ‘Bekämpfung der Homosexualität als politische Aufgabe’ sah- ist als eine der SS-’Figuren’ in Jonathan Littells Roman “Die Wohlgesinnten“ dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weblinks ===&lt;br /&gt;
* [https://www.2mecs.de/wp/2014/03/josef-meisinger/ 2mecs: Josef Meisinger]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ulli</name></author>
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		<title>Hubert Fichte</title>
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		<updated>2016-01-20T16:31:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ulli: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Hubert Fichte&#039;&#039;&#039; (* 21. März 1935 in Perleberg, Brandenburg; † 8. März 1986 in [[Hamburg]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] Schriftsteller.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausführliche Version in der [[w:Hubert Fichte|Wikipedia]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weblinks ===&lt;br /&gt;
* [https://www.2mecs.de/wp/2012/04/hubert-fichte-grab-hamburg-nienstedten/ 2mecs: Fotos des Grabs von Hubert Fichte]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autoren|Fichte, Hubert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Männer|F]]&lt;br /&gt;
{{Aus der Wikipedia}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ulli</name></author>
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		<title>Gustaf Gründgens</title>
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		<updated>2016-01-20T16:30:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ulli: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Gustaf Gründgens&#039;&#039;&#039; (*22.12.1899 in Düsseldorf, gestorben 07.10.1963 in Manila)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gustaf Gründgens wird in Düsseldorf als Sohn einer alteingesessenen rheinischen Industriellenfamilie geboren. Als folgsamer Sohn besucht er ein Düsseldorfer Gymsasium und beginnt danach eine kaufmänische Lehre. 1916 meldet er sich freiwillig zum Kriegsdienst, aber erst 1917 wird er eingezogen und an die Westfront versetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Krieg zeigt Gustaf seinen späteren Lebensweg auf. 1918 wird er Mitglied der &#039;&#039;Fronttheatergruppe Saarlouis&#039;&#039;, die er wenig später leitet. 1919/20 nimmt er Unterricht an der &#039;&#039;Hochschule für Bühnenkunst des Düsseldorfer Schauspielhauses&#039;&#039;. Gründgens ist ein hochbegabter Schauspieler, was in Theaterkreisen nicht unentdeckt bleibt. Feste Engagements an Theatern in Halberstadt (1920), Kiel (1921), Berlin (1922) und schließlich an den Kammerspielen in Hamburg (1923-1928) sind da nur logische Konsequenz. Sein reichhaltiges Repertoire umfaßt klassische Rollen, Operetten, Konversationsstücke und zeitgenössische Dramen. Gründgens spielt vor allem zwielichtige Charaktere, legt sich auf Rollen als elegante, distinguierte und kalte Herren, Verführer, Lebemänner, Intriganten oder Erpresser fest. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berlin ist zu Beginn seiner Karriere der Dreh- und Angelpunkt seines Schaffens. Von 1928 bis 1933 dominiert er die Berliner Theaterszene als Schauspieler und Regisseur. 1929 wagt er sich auf neues Terrain und inszeniert seine erste Oper an der &#039;&#039;Kroll-Oper Berlin&#039;&#039;. 1930 wird auch der Film auf den außergewöhnlichen Künstler aufmerksam und Gründgens nimmt erste Filmrollen an. 1932 folgt der erste Auftritt in der Rolle seines Lebens, dem &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Mephisto&amp;quot;&#039;&#039;&#039; in Goethes &#039;&#039;&amp;quot;Faust I&amp;quot;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Februar 1933 wird Gründgens durch &#039;&#039;Hermann Göring&#039;&#039; zum &#039;&#039;künstlerischen Leiter des Preußischen Staatstheaters&#039;&#039; ernannt. Dann geht es in seiner Karriere Schlag auf Schlag. Schon im November proklamiert das Regime ihn zum &#039;&#039;Senator der Reichskulturkammer&#039;&#039;, 1934 Ernennung zum &#039;&#039;Intendanten des Preußischen Staatstheaters&#039;&#039;. Von 1935 bis 1945 bekleidet er zusätzlich das Amt des &#039;&#039;Generalintendanten des Preußischen Staatstheaters&#039;&#039;. Gründgens macht die deutsche Klassik zum Zentrum des Spielplans. Neben seiner Arbeit in Deutschland betreut er deutsche Truppen in Norwegen (1942).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Ende des Krieges wird Gründgens für mehrere Monate in sowjetischen Lagern interniert (1945/46). Er übersteht die anschließende Entnazifizierung unbeschadet, weil Kollegen sich für ihn aussprechen. Gründgens bedankt sich, in dem er widerum Künstler wie &#039;&#039;Veit Harlan&#039;&#039; entlastet, der das widerlichste Werk des Dritten Reiches, den Film &#039;&#039;&#039;Jud Süß&#039;&#039;&#039;, inszeniert hat. Für viele exilierte Künstler unverständlich, wird Gründgens bereits 1946 Schauspieler am Deutschen Theater in Ostberlin. 1947 arbeitet er als Regisseur für ein West Berliner Kabarett. Schon 1947-1951 ist er dann auch wieder in leitender Stellung als Generalintendant der Städtischen Bühnen in Düsseldorf tätig. Hier verbindet er gekonnt klassische Aufführungen und Inszenierungen moderner Autoren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein unglaubliches Talent verhilft ihm dann auch, Präsident des deutschen Bühnenvereins zu werden (1948-1950). Seine Karriere erhält Anfang der 50er Jahre wieder Aufschwung. Der Mangel an jungen, innovativen Künstlern läßt Gründgens zum Leitbild des neuenstehenden deutschen Kulturbetriebs werden. Das &#039;&#039;Deutsche Schauspielhaus in Hamburg&#039;&#039; macht ihn von 1955-1963 zum Generalintendanten und künstlerischen Leiter. 1959 trägt Gustaf Gründgens deutsche Kultur zum einstigen Feind und spielt mit seinem Ensemble in Moskau und Leningrad &#039;&#039;Faust I&#039;&#039;, &#039;&#039;Der zerbrochene Klug&#039;&#039; und &#039;&#039;Wallensteins Tod&#039;&#039;. 1963 tritt er zum letzten Mal als &#039;&#039;&#039;König Philip II.&#039;&#039;&#039; in Friedrich Schillers &#039;&#039;&amp;quot;Don Carlos&amp;quot;&#039;&#039; auf eine Bühne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An Gustaf Gründgens scheiden sich in Deutschland lange die Geister. Ohne seine schauspielerische Leistung und sein Talent je in Frage zu stellen, ist er lange als Mitläufer der Nazis unter Kollegen verschrieen. Er selbst sieht sein Handeln immer nur in Zusammenhang mit seiner Arbeit. Er ist Schauspieler und er will auf der Bühne stehen. Damit ist er im Dritten Reich nicht allein. Auch Künstler wie &#039;&#039;Heinz Rühmann&#039;&#039; oder &#039;&#039;Marika Rökk&#039;&#039; arrangieren sich mit dem Bösen und spielen ihre jeweiligen Rollen nach dem Krieg runter. Der schmale Grat zwischen Propaganda und Kunst ist für Gründgens kein Thema. Er ist Schauspieler und kein Politiker. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon im Juni 1926 heiratet er [[Erika Mann]], die lesbische Tochter [[Tomas Mann|Thomas Manns]]. Die Ehe wird bereits 1929 wieder geschieden. Ist die erste Ehe nur als Experiment und Freundschaftsdienst gedacht, wird die Beziehung zu einer Frau ab 1933 für Gründgens zum Mittel für ein unproblematischeres Leben, privat wie beruflich. Gründgens&#039; Beziehungen zu jungen Männer sind immer wieder Thema in der Reichskanzlei. Sein Selbstschutz und seine Leidenschaft für den Beruf gehen soweit, dass er zum zweiten Mal die Ehe, diesmal eine sogenannte [[Lavendelehe]], eingeht. Um die bisexuelle Schauspielerin [[Marianne Hoppe]] und sich selbst vor Nachstellungen der Nazis zu schützen, heiratet das Paar 1936. Die Scheidung erfolgt 1946. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl Gründgens nachweislich Kollegen hilft, bleibt seine Rolle im Dritten Reich undurchsichtig. [[Klaus Mann]] manifestiert diesen Eindruck in der Hauptfigur des Schlüsselromans &amp;quot;Mephisto. Roman einer Karriere&amp;quot;, der 1936 im Amsterdamer Exil erscheint. Der Roman klagt die Haltung der Künstler an, die in Diensten der Nazis stehen und sich ihrer Schuld nicht bewußt sind. Der Schriftsteller und der Schauspieler sind vor dem Krieg Freunde und sogar verschwägert, doch der homosexuelle Klaus Mann kann Gründgens seinen mangelden Widerstand gegen die Nazis und die Kooperation mit dem Regime nicht verzeihen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gustaf Gründgens stirbt am 7.10.63 unter ungeklärten Umständen an einer Schlafmittelüberdosis in Manila, Philipinen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werk (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Regisseur&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
    &lt;br /&gt;
* Eine Stadt steht Kopf (1932, auch Darsteller, Produktionsleiter und Liedtexter)&lt;br /&gt;
* Die Finanzen des Großherzogs (1933, auch Drehbuch-Mitarbeit)&lt;br /&gt;
* Kapriolen (1937, auch Darsteller)&lt;br /&gt;
* Der Schritt vom Wege (1938/39, auch Herstellungsleiter)&lt;br /&gt;
* Zwei Welten (1939, auch Herstellungsleiter)&lt;br /&gt;
* Friedemann Bach (1940/41; künstlerische Oberleitung; auch Darsteller und Herstellungsleiter)&lt;br /&gt;
* Faust (1960; künstlerische Oberleitung; auch Darsteller)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Darsteller&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ich glaub&#039; nie mehr an eine Frau (Max Reichmann, 1929/30)&lt;br /&gt;
* Va Banque (Erich Waschneck, 1930)&lt;br /&gt;
* Hokuspokus (Gustav Ucicky, 1930)&lt;br /&gt;
* Danton (Hans Behrendt, 1930/31)&lt;br /&gt;
* Brand in der Oper (Carl Froelich, 1930)&lt;br /&gt;
* Yorck (Gustav Ucicky, 1931)&lt;br /&gt;
* M - Eine Stadt sucht einen Mörder (Fritz Lang, 1931)&lt;br /&gt;
* Luise, Königin von Preußen (Carl Froelich, 1931)&lt;br /&gt;
* Die Gräfin von Monte Christo (Carl Froelich, 1931)&lt;br /&gt;
* Der Raub der Mona Lisa (Geza von Bolvary, 1931)&lt;br /&gt;
* Teilnehmer antwortet nicht (Mark Sorkin, Rudolf Katscher, 1932)&lt;br /&gt;
* Liebelei (Max Ophüls, 1932/33)&lt;br /&gt;
* Le tunnel/Der Tunnel (Curtis Bernhardt, 1933)&lt;br /&gt;
* Die schönen Tage von Aranjuez (Johannes Meyer, 1933)&lt;br /&gt;
* So endete eine Liebe (Karl Hartl, 1934)&lt;br /&gt;
* Schwarzer Jäger Johanna (Johannes Meyer, 1934)&lt;br /&gt;
* Das Erbe in Pretoria (Johannes Meyer, 1934)&lt;br /&gt;
* Pygmalion (Erich Engel, 1935)&lt;br /&gt;
* Das Mädchen Johanna (Gustav Ucicky, 1935)&lt;br /&gt;
* Eine Frau ohne Bedeutung (Hans Steinhoff, 1936)&lt;br /&gt;
* Tanz auf dem Vulkan (Hans Steinhoff, 1938)&lt;br /&gt;
* Ohm Krüger (Hans Steinhoff, 1941)&lt;br /&gt;
* Das Glas Wasser (Helmut Käutner, 1960)&lt;br /&gt;
* Faust; Der Tragödie Erster Teil, 1960)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;als Gustaf Gründgens&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Das gab&#039;s nur einmal (Spielfilm mit Dokumentarteilen; Geza von Bolvary, 1958)&lt;br /&gt;
* Jørgen Roos zeigt Hamburg (Dokumentarfilm, Jørgen Roos, 1961)&lt;br /&gt;
* Gustaf Gründgens (TV-Dokumentarfilm, 1963)&lt;br /&gt;
* Joachim Kaiser: &amp;quot;...ich erinnere mich&amp;quot;. 2. Gustaf Gründgens (TV-Dokumentarfilm, 1989)&lt;br /&gt;
* Der Prinzipal - Die Legende Gustaf Gründgens (TV-Dokumentarfilm, 1989)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weblinks ===&lt;br /&gt;
* [https://www.2mecs.de/wp/2009/10/gustaf-gruendgens/ 2mecs: Foto des Grabs Gustaf Gründgens]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schauspieler|G]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bühne Film TV|G]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Regisseure|G]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Männer|G]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ulli</name></author>
	</entry>
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		<id>https://www.homowiki.de/index.php?title=Frankfurter_Engel&amp;diff=20684</id>
		<title>Frankfurter Engel</title>
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		<updated>2016-01-20T16:23:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ulli: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der Frankfurter Engel ist ein 1994 errichtetes Mahnmahl für die über ein Jahrhundert lange Verfolgung Schwuler durch den menschenverachtenden §175 StGB, der von 1871-1994 Bestandteil des deutschen Strafgesetzbuches war. Vor 1871 gab es entsprechende Strafrechtsregelungen nur in Preußen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz der Streichung des §175 im Errichtungsjahr 1994 hat das Mahnmal keineswegs an Aktualität verloren: In Uganda ist 2010 gar ein Gesetzentwurf geplant, der Homosexualität unter Männern unter Todestrafe stellt. Die Initiatoren dieses Gesetzentwurfes sind Spender aus Europa und den USA. Weiters ist in einigen Staaten der USA der sog. &amp;quot;Sodomie-Paragraph&amp;quot; (Sodomie ist hier als männliche Homosexualität, nicht als Zoophilie zu verstehen!) keineswegs gestrichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Selbstverständlich bekam dieses Denkmal - wie alle Denkmäler - Kritik aus den eigenen Reihen: Das Denkmal war unglaublich teuer (ca. 350.000 DM, die fast vollständig aus Spenden von Gays aus Rhein-Main aufgebracht wurden), es ist unscheinbar klein (ganz im Gegensatz zum Gay-Denkmal in Amsterdam) und wurde hier und da als &amp;quot;Selbstdiskriminierung&amp;quot; bezeichnet: Ein kleinwüchsiger geköpfter Engel, dessen Kopf wieder schief aufgesetzt wurde, ist wohl alles andere als ein Denkmal, das von Stolz und Würde beseelt ist. Zu aller Demütigung sind dem Engel noch die Flügel gestutzt und - trotz Millionen schwuler Künstler weltweit - wurde der Engel von einer nichtschwulen Künstlerin geschaffen. Des weiteren steht das Denkmal in einer schlecht beleuchteten Ecke im Zentrum des Frankfurter Gay-Viertels. Da der Engel aus dunkler Bronze besteht und nicht angestrahlt ist (von ein paar Friedhofskerzen mal abgesehen), ist er nach Einbruch der Dunkelheit, wenn das Leben im Frankfurter Gay-Viertel beginnt, leider kaum zu erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weblinks ===&lt;br /&gt;
* [https://www.2mecs.de/wp/2009/07/frankfurt-kommerz-statt-ns-gedenken-frankfurter-engel-im-partyzelt-akt/ 2mecs: Frankfurt: Kommerz statt NS-Gedenken – “ Frankfurter Engel ” im Partyzelt]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ulli</name></author>
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		<id>https://www.homowiki.de/index.php?title=Andreas_Meyer-Hanno&amp;diff=20683</id>
		<title>Andreas Meyer-Hanno</title>
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		<updated>2016-01-20T16:15:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ulli: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Hannchen.jpg|thumb|Prof. Dr. Andreas Meyer-Hanno]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Andreas Meyer-Hanno&#039;&#039;&#039; (* 18. Februar 1932 in Berlin; † 7. September 2006 in Frankfurt am Main) war Opernregisseur, Hochschullehrer und Schwulen-Aktivist. Nach seiner Kindheit und Jugend in Berlin lebte er in Wuppertal, Karlsruhe, Braunschweig und Frankfurt am Main.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andreas Meyer-Hanno wurde 1932 als Sohn einer jüdischen Pianistin und eines kommunistischen Schauspielers in Berlin geboren und wuchs dort auf. 1942 Rausschmiss aus der höheren Schule wegen seines Jüdischseins.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Kriegsende begann er 1949 mit dem Studium der Musik- und Theaterwissenschaft. 1959 gab er sein Debüt als Opernregisseur in Wuppertal, 1964 bis 1972 war er Opern-Oberspielleiter am Staatstheater Karlsruhe, 1972 bis 1976 am Staatstheater Braunschweig. Er inszenierte über 100 Opern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1976 folgte der Ruf als Professor an die Musikhochschule in Frankfurt, wo er seitdem lebt. Hier rief er mit Anderen das schwule Theaterensemble &amp;quot;Die Maintöchter&amp;quot; ins Leben. 1989 bis 1994 arbeitete er für das &amp;quot;Mahnmal Homosexuellenverfolgung&amp;quot; in Frankfurt/Main.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er ist einer der Mitbegründer der [[Homosexuelle_Selbsthilfe|Homosexuellen Selbsthilfe]] (1980). 1991 gründete er die &amp;quot;[[Hannchen-Mehrzweck-Stiftung]]&amp;quot;, die hauptsächlich aus seinem Privatvermögen aufgebaut wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1993 erhielt er die Römer-Plakette der Stadt Frankfurt, im gleichen Jahr den Preis &amp;quot;Rosa Courage&amp;quot; in Osnabrück. Am 15. Dezember 2000 wurde ihm für die Verdienste um die Schwulenemanzipation und sein Lebenswerk - u.a. die HMS - das Bundesverdienstkreuz verliehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2001 zog sich Andreas Meyer-Hanno zum großen Teil aus der Arbeit bei der HS und HMS zurück, um sich mehr Vortragstätigkeit und aufs Schreiben zu konzentrieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 7.9.2006 verstarb Andreas Meyer-Hanno nach längerer Krankheit in Frankfurt/Main. Sein Grab befindet sich auf dem [[Alter_St_Matthäus_Kirchhof|Alten St.-Matthäus-Kirchhof]] in Berlin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weblinks ===&lt;br /&gt;
* [https://www.2mecs.de/wp/2009/09/andreas-meyer-hanno/ 2mecs: Foto des Grabs von Andreas Meyer-Hanno]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aktivisten|M]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Regisseure|M]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Männer|M]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ulli</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.homowiki.de/index.php?title=Denkmal_f%C3%BCr_die_im_Nationalsozialismus_verfolgten_Homosexuellen&amp;diff=20673</id>
		<title>Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.homowiki.de/index.php?title=Denkmal_f%C3%BCr_die_im_Nationalsozialismus_verfolgten_Homosexuellen&amp;diff=20673"/>
		<updated>2016-01-18T21:38:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ulli: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen&#039;&#039;&#039; wurde nach jahrelangen Vorarbeiten am 27. Mai 2008 in Berlin eingeweiht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:DenkmalEroeffnung2008.jpg|framed|Kulturstaatsminister Neumann und der regierende Bürgermeister von Berlin Wowereit am 27. Mai 2008 bei der Einweihung des Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen|Kulturstaatsminister Neumann und der regierende Bürgermeister von Berlin Wowereit am 27. Mai 2008 bei der Einweihung des Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach über zehnjährigen Bemühungen von Aktivisten hat der Deutsche Bundestag am 12. Dezember 2003 die Errichtung eines Gedenkorts für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen beschlossen. Zuvor hatte sich der Bundestag bereits am 7.12.2000 in einer Entschließung für eine verstärkte öffentliche Würdigung des Verfolgtenschicksals der Homosexuellen eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf einem Grundstück im Tiergarten direkt gegenüber dem Denkmal für die ermordeten Juden Europas soll erinnert werden an in der NS-Zeit verfolgte und unterdrückte Lesben und Schwule. Der künstlerische Wettbewerb, an dem sich 17 Künstler und Künstlerinnen beteiligten, ist abgeschlossen, seit Januar 2006 stehen die Sieger fest: die beiden dänischen bzw. norwegischen Künstler Michael Elmgreen und Ingar Dragset. Beide leben und arbeiten in Berlin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemäß Beschluss des Bundestags soll das Denkmal drei Ziele verfolgen:&lt;br /&gt;
die verfolgten und ermordeten Opfer ehren&lt;br /&gt;
die Erinnerung an das Unrecht wach halten, und&lt;br /&gt;
ein beständiges Zeichen gegen Intoleranz, Feindseligkeit und Ausgrenzung gegenüber Lesben und Schwulen setzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Errichtung stellte der Bund 450.000 Euro zur Verfügung. Das Denkmal befindet sich an der Ebert-Straße Ecke Hannah-Arendt-Straße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen&#039;&#039;&#039; wurde von Kulturstaatsminister Neumann und dem regierenden Bürgermeister von Berlin [[Wowereit]] am 27. Mai 2008 eingeweiht. Teilnehmer der Eröffnung waren Günter Dworek ([[LSVD]]), Albert Eckert (Initiative ‘Der homosexuellen NS-Opfer gedenken’) und Linda Freimane ([[ILGA]] Europe). Die beiden Künstler Michael Elmgreen und Ingar Dragset waren bei der Übergabe anwesend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Gedenkort [http://www.gedenkort.de]&lt;br /&gt;
* 2mecs 27.08.2008 [https://www.2mecs.de/wp/2008/05/denkmal-fuer-die-im-nationalsozialismus-verfolgten-homosexuellen-eingeweiht/ Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen eingeweiht] &lt;br /&gt;
* Fotos der Einweihung: ondamaris [http://www.ondamaris.de/?page_id=7913 Einweihung Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte der Homosexualität]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:2008]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Organisationen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ulli</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.homowiki.de/index.php?title=Carl_Vaernet&amp;diff=20672</id>
		<title>Carl Vaernet</title>
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		<updated>2016-01-18T16:10:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ulli: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Carl Værnet&#039;&#039;&#039;, zunächst Carl Peter Jensen, (* 28. April 1893 in Løjenkær; † 25. November 1965 in Buenos Aires) war ein dänischer Allgemeinmediziner und SS-Sturmbannführer, der im KZ Buchenwald medizinische Versuche an Homosexuellen durchführte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:BuchenwaldGedenkstein.jpg|framed|Buchenwald - Gedenkstein für die homosexuellen Opfer |Buchenwald - Gedenkstein für die homosexuellen Opfer ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Carl Værnet wurde am 28. April 1893 als Carl Jensen im kleinen Ort Løjenkær nahe Århus geboren. Er beendete sein Medizinstudium in Kopenhagen im Juni 1923 mit der Bewertung „cum laude“. Kurz zuvor, am 21. November 1921, hatte er die Änderung seines Namens von Jensen in Værnet beantragt (dänisch værne etwa schützen, verteidigen, wehren).&lt;br /&gt;
Im November 1924 ließ Værnet sich als praktischer Arzt nieder. Er widmete sich u.a. der ‘Kurzwellentherapie’, baute eine zunächst gut florierende Praxis auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits in seiner medizinischen Ausbildung kam Værnet mit Hormonexperimenten in Kontakt. Am Kopenhagener Kommunehospital führte Dr. Knut Sand 1923 bei vier Homosexuellen Hodentransplantationen durch – mit dem Ziel, dass diese sich anschließend vom weiblichen Geschlecht angezogen fühlen sollten. Sand vertrat die Auffassung, Homosexualität könne durch eine gestörte Hormonbalance erklärt werden. Værnet interessierte sich schon bald für Fragen der Hormone, insbesondere der Hypophyse sowie der Keimdrüsen.&lt;br /&gt;
1932 lernte Værnet bei einer Reise nach Berlin u.a. auch [[Magnus Hirschfeld]] und dessen [[Institut für Sexualwissenschaft]] kennen. Später äußerte er, hier bei Hirschfeld sei die Grundlage zu seinem ‘Lebenswerk’ künstliche Hormondrüse entstanden, und zur These Homosexualität könne durch zusätzliche Gabe von Testosteron geheilt werden.&lt;br /&gt;
Værnet begann bald mit eigenen Forschungsarbeiten und entwickelte eine ‘künstliche Drüse’, eine Kapsel, die in der Leistengegend eingesetzt und kontinuierlich Hormon abgeben sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1941 wurde Værnet, inzwischen Mitglied der dänischen Nazi-Partei DNSAP, von ‘Reichsgesundheitsführer’ Dr. Leonhard Conti nach Deutschland eingeladen.&lt;br /&gt;
Im Sommer 1943 -Værnet war u.a. aufgrund von Ermittlungen wegen unberechtigter Abgabe von Morphium an eine Patientin unter Druck – verkaufte er seine Kopenhagener Klinik an die deutsche Wehrmacht. Mit Passierschein der deutschen Wehrmachtskommandantur reisten Værnet und Familie am 6. Oktober 1943 in einer deutschen Militärmaschine nach Berlin aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland erhalte er, so hatte ihm der Reichsarzt SS Dr. Ernst Grawitz (General der Waffen-SS mit ständigem Kontakt zum Innenminister und ‘Reichsführer SS’ Heinrich Himmler) versprochen, alle für seine Forschungen erforderliche Unterstützung. Bald schon konnte Værnet Himmler persönlich über seine ‘Forschungen’ informieren und fand auch aufgrund seiner Hinweise auf die Möglichkeit einer Heilung von Homosexualität interessierte Zustimmung.&lt;br /&gt;
Nach dem er eingewiligt hatte in den Rang eines ‘Sturmbannführers SS’ und nach Abschluss eines Vertrages mit der SS konnte Værnet bald seine als ‘geheim’ titulierte Arbeit aufnehmen, in Berlin und ab November 1943 in Prag in Laboratorien die überwiegend der SS gehörten. 1944 wurde Værnet angeboten, Versuche zu Hormonausscheidungen und Hormongaben an verschiedenen Gruppen von Homosexuellen zu machen. Im Konzentrationslager Buchenwald.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu diesem Zeitpunkt betrachtete Vaernet die Entwicklung seiner ‘künstlichen Hormondrüse’ als technisch weitgehend abgeschlossen – konkrete Versuche zum Nachweis ihrer Wirksamkeit standen nun an. Die weltweiten Patentrechte an Værnets ‘künstlicher Hormondrüse’ hielt eine am 5.5.1943 gegründete dänische Firma.&lt;br /&gt;
Værnet ergriff die Chance, die sich ihm bot. Versuche mit seiner künstlichen Drüse an KZ-Häftlingen, mit dem Ziel dass diese durch die Einpflanzung ‘sexuell normal’ werden – die Chance, auf die er gewartet hatte. Solche Versuche waren wohl nur in Konzentrationslagern möglich – und konnten dort auch ohne Zustimmung der Betroffenen problemlos erfolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mindestens viermal hielt sich Værnet 1944 in Buchenwald auf (erstmals am 26.7.1944). Dabei operierte er 17 Männer zwischen 23 und 60 Jahren, 7 ‘Sittlichkeitsverbrecher’ sowie 10 Homosexuelle. Die erste Operations-Serie fand am 16.September 1944 statt, die zweite am 8. Dezember. Die Versuche sollten u.a. dazu dienen, die ‘Erhaltungsdosis’ zu bestimmen, und die prinzipielle Wirksamkeit zu prüfen.&lt;br /&gt;
Den ‘Probanden’ wurden subkutan im rechten unteren Bauchbereich unter örtlicher Betäubung eine ‘künstliche Drüse’ implantiert, die von da an Testosteron abgeben sollte. In der Folgezeit sollte gemessen werden, ob sich sexuelles Verhalten und sexuelle Orientierung wie gewünscht verändern.&lt;br /&gt;
Den Homosexuellen, an denen die Versuche durchgeführt wurden, wurde bei erfolgreichem Verlauf die Freilassung versprochen. Ein Versprechen, das in keinen einzigen Fall erfüllt wurde. Bei zwei der Operierten besteht eine mögliche Verbindung zwischen der Operation und ihrem baldigen Tod.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Buchenwald arbeitete Værnet eng zusammen mit Dr. Schiedlausky, Standort-Arzt der Waffen-SS, sowie mit Dr. Erwin Ding. In Buchenwald wurden Homosexuelle häufig als Versuchspersonen für zahlreiche medizinische Experimente genutzt – u.a. auch für die berüchtigten Versuche Dr. Dings mit der tödlichen Infektionskrankheit Flecktyphus.&lt;br /&gt;
Værnet selbst berichtete am 10. Februar 1945 Heinrich Himmler über seine Arbeiten und legte einen abschließenden Bericht vor (in dem er diesem gegenüber ‘tiefste Bewunderung und unverbrüchliche Treue’ äußert. Von Grawitz erhielt er erneut finanzielle Mittel für die Fortsetzung seiner Arbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1945 wurde Værnet für seine Taten nicht zur Verantwortung gezogen. Im Rahmen der sog. ‘Ärzteprozesse’ des Amerikanischen Militärtribunals in Nürnberg wurden seine Versuche in Buchenwald zwar mehrfach angesprochen, er selbst jedoch nicht angeklagt.&lt;br /&gt;
Bekannt wurden Værnets Versuche in Buchenwald schon bald nach dem Krieg. Ernst Kogon, selbst dort als politischer Gefangener, schildert die Versuche in Buchenwald schon 1946 in seinem Buch „Der SS-Staat“. Und ab 1947 tauchten Berichte über Værnets Versuche in Buchenwald in der dänischen Presse auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Værnet war schon in den letzten Kriegsmonaten (im März 1945) nach Dänemark zurückgekehrt. Spätestens seit Ende 1945 arbeitet er wieder an seinem ‘Lebenswerk’, der künstlichen Hormondrüse, trat in Kontakt mit Pharmaunternehmen (u.a. Schering und DuPont) und erhielt dänische und US-Patentrechte.&lt;br /&gt;
Aufgrund zahlreicher Zeugenaussagen sowie Berichten des dänischen Widerstands ermittelte die dänische Polizei bald gegen ihn. Doch mit wenig Nachdruck, auch wenn Anfang 1946 schließlich die Anklageerhebung wegen ‘Landesverrats und anderer staatsgefährdender Tätigkeiten’ erfolgte. Schlimmer noch, Værnet gelang (u.a. mit Unterstützung des argentinischen Legationsrats Pineyro) Ende 1946 die Flucht aus Dänemark. Über Schweden konnte er nach Brasilien und im Sommer 1947 weiter nach Argentinien gelangen. Dort arbeitet er schon bald wieder am Physiologischen Institut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Carl Værnet starb am 25. November 1965 und ist gemeinsam mit seiner Frau Gurli auf dem Británico-Friedhof in Buenos Aires begraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst im März 1998 brachten Peter Tatchel und die britische Schwulengruppe OutRage! Bewegung in die Causa Værnet . Sie richteten ein Schreiben an den damaligen dänischen Ministerpräsidenten Poul Nyrup Rasmussen, in dem sie in zahlreichen konkreten Fragen um Aufklärung über Flucht und (fehlende) Schritte der dänischen Regierung baten. Zwar reagierte das dänische Justizministerium erst eineinhalb Jahre später (am 6. Juli 1999), und mit der abschlägigen Mitteilung, man sei „nicht im Besitz irgendwelcher Informationen über Carl Værnet“. Dennoch wurden die Archive in Sachen Værnet geöffnet – und bildeten die Grundlage für das äußerst lesenswerte Buch von Davidsen-Nielsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
Hans Davidsen-Nielsen et al.: ‘Carl Værnet – Der Dänische SS-Arzt im KZ Buchenwald“, Wien 2004&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Carl Værnet. Der dänische SS-Arzt im KZ Buchenwald in: Invertito 7 (2005), [http://www.invertito.de/jahrbuch/inv07/inv07_rez_potthoff_vaernet.html Rezension von Herbert Potthoff], Köln&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
“The hunt for nazi concentration camp doctor carl vaernet” ([http://users.cybercity.dk/~dko12530/hunt_for_danish_kz.htm online])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weblinks ===&lt;br /&gt;
* [https://www.2mecs.de/wp/2008/08/buchenwald-vaernet-experimente-homosexuelle/ 2mecs: Buchenwald: Vaernet Experimente an Homosexuellen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte_der_Homosexualität|Carl Vaernet]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ulli</name></author>
	</entry>
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		<id>https://www.homowiki.de/index.php?title=Carl_Vaernet&amp;diff=20671</id>
		<title>Carl Vaernet</title>
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		<updated>2016-01-18T16:10:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ulli: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Carl Værnet&#039;&#039;&#039;, zunächst Carl Peter Jensen, (* 28. April 1893 in Løjenkær; † 25. November 1965 in Buenos Aires) war ein dänischer Allgemeinmediziner und SS-Sturmbannführer, der im KZ Buchenwald medizinische Versuche an Homosexuellen durchführte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:BuchenwaldGedenkstein.jpg|framed|Buchenwald - Gedenkstein für die homosexuellen Opfer |Buchenwald - Gedenkstein für die homosexuellen Opfer ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Carl Værnet wurde am 28. April 1893 als Carl Jensen im kleinen Ort Løjenkær nahe Århus geboren. Er beendete sein Medizinstudium in Kopenhagen im Juni 1923 mit der Bewertung „cum laude“. Kurz zuvor, am 21. November 1921, hatte er die Änderung seines Namens von Jensen in Værnet beantragt (dänisch værne etwa schützen, verteidigen, wehren).&lt;br /&gt;
Im November 1924 ließ Værnet sich als praktischer Arzt nieder. Er widmete sich u.a. der ‘Kurzwellentherapie’, baute eine zunächst gut florierende Praxis auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits in seiner medizinischen Ausbildung kam Værnet mit Hormonexperimenten in Kontakt. Am Kopenhagener Kommunehospital führte Dr. Knut Sand 1923 bei vier Homosexuellen Hodentransplantationen durch – mit dem Ziel, dass diese sich anschließend vom weiblichen Geschlecht angezogen fühlen sollten. Sand vertrat die Auffassung, Homosexualität könne durch eine gestörte Hormonbalance erklärt werden. Værnet interessierte sich schon bald für Fragen der Hormone, insbesondere der Hypophyse sowie der Keimdrüsen.&lt;br /&gt;
1932 lernte Værnet bei einer Reise nach Berlin u.a. auch [[Magnus Hirschfeld]] und dessen [[Institut für Sexualwissenschaft]] kennen. Später äußerte er, hier bei Hirschfeld sei die Grundlage zu seinem ‘Lebenswerk’ künstliche Hormondrüse entstanden, und zur These Homosexualität könne durch zusätzliche Gabe von Testosteron geheilt werden.&lt;br /&gt;
Værnet begann bald mit eigenen Forschungsarbeiten und entwickelte eine ‘künstliche Drüse’, eine Kapsel, die in der Leistengegend eingesetzt und kontinuierlich Hormon abgeben sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1941 wurde Værnet, inzwischen Mitglied der dänischen Nazi-Partei DNSAP, von ‘Reichsgesundheitsführer’ Dr. Leonhard Conti nach Deutschland eingeladen.&lt;br /&gt;
Im Sommer 1943 -Værnet war u.a. aufgrund von Ermittlungen wegen unberechtigter Abgabe von Morphium an eine Patientin unter Druck – verkaufte er seine Kopenhagener Klinik an die deutsche Wehrmacht. Mit Passierschein der deutschen Wehrmachtskommandantur reisten Værnet und Familie am 6. Oktober 1943 in einer deutschen Militärmaschine nach Berlin aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland erhalte er, so hatte ihm der Reichsarzt SS Dr. Ernst Grawitz (General der Waffen-SS mit ständigem Kontakt zum Innenminister und ‘Reichsführer SS’ Heinrich Himmler) versprochen, alle für seine Forschungen erforderliche Unterstützung. Bald schon konnte Værnet Himmler persönlich über seine ‘Forschungen’ informieren und fand auch aufgrund seiner Hinweise auf die Möglichkeit einer Heilung von Homosexualität interessierte Zustimmung.&lt;br /&gt;
Nach dem er eingewiligt hatte in den Rang eines ‘Sturmbannführers SS’ und nach Abschluss eines Vertrages mit der SS konnte Værnet bald seine als ‘geheim’ titulierte Arbeit aufnehmen, in Berlin und ab November 1943 in Prag in Laboratorien die überwiegend der SS gehörten. 1944 wurde Værnet angeboten, Versuche zu Hormonausscheidungen und Hormongaben an verschiedenen Gruppen von Homosexuellen zu machen. Im Konzentrationslager Buchenwald.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu diesem Zeitpunkt betrachtete Vaernet die Entwicklung seiner ‘künstlichen Hormondrüse’ als technisch weitgehend abgeschlossen – konkrete Versuche zum Nachweis ihrer Wirksamkeit standen nun an. Die weltweiten Patentrechte an Værnets ‘künstlicher Hormondrüse’ hielt eine am 5.5.1943 gegründete dänische Firma.&lt;br /&gt;
Værnet ergriff die Chance, die sich ihm bot. Versuche mit seiner künstlichen Drüse an KZ-Häftlingen, mit dem Ziel dass diese durch die Einpflanzung ‘sexuell normal’ werden – die Chance, auf die er gewartet hatte. Solche Versuche waren wohl nur in Konzentrationslagern möglich – und konnten dort auch ohne Zustimmung der Betroffenen problemlos erfolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mindestens viermal hielt sich Værnet 1944 in Buchenwald auf (erstmals am 26.7.1944). Dabei operierte er 17 Männer zwischen 23 und 60 Jahren, 7 ‘Sittlichkeitsverbrecher’ sowie 10 Homosexuelle. Die erste Operations-Serie fand am 16.September 1944 statt, die zweite am 8. Dezember. Die Versuche sollten u.a. dazu dienen, die ‘Erhaltungsdosis’ zu bestimmen, und die prinzipielle Wirksamkeit zu prüfen.&lt;br /&gt;
Den ‘Probanden’ wurden subkutan im rechten unteren Bauchbereich unter örtlicher Betäubung eine ‘künstliche Drüse’ implantiert, die von da an Testosteron abgeben sollte. In der Folgezeit sollte gemessen werden, ob sich sexuelles Verhalten und sexuelle Orientierung wie gewünscht verändern.&lt;br /&gt;
Den Homosexuellen, an denen die Versuche durchgeführt wurden, wurde bei erfolgreichem Verlauf die Freilassung versprochen. Ein Versprechen, das in keinen einzigen Fall erfüllt wurde. Bei zwei der Operierten besteht eine mögliche Verbindung zwischen der Operation und ihrem baldigen Tod.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Buchenwald arbeitete Værnet eng zusammen mit Dr. Schiedlausky, Standort-Arzt der Waffen-SS, sowie mit Dr. Erwin Ding. In Buchenwald wurden Homosexuelle häufig als Versuchspersonen für zahlreiche medizinische Experimente genutzt – u.a. auch für die berüchtigten Versuche Dr. Dings mit der tödlichen Infektionskrankheit Flecktyphus.&lt;br /&gt;
Værnet selbst berichtete am 10. Februar 1945 Heinrich Himmler über seine Arbeiten und legte einen abschließenden Bericht vor (in dem er diesem gegenüber ‘tiefste Bewunderung und unverbrüchliche Treue’ äußert. Von Grawitz erhielt er erneut finanzielle Mittel für die Fortsetzung seiner Arbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1945 wurde Værnet für seine Taten nicht zur Verantwortung gezogen. Im Rahmen der sog. ‘Ärzteprozesse’ des Amerikanischen Militärtribunals in Nürnberg wurden seine Versuche in Buchenwald zwar mehrfach angesprochen, er selbst jedoch nicht angeklagt.&lt;br /&gt;
Bekannt wurden Værnets Versuche in Buchenwald schon bald nach dem Krieg. Ernst Kogon, selbst dort als politischer Gefangener, schildert die Versuche in Buchenwald schon 1946 in seinem Buch „Der SS-Staat“. Und ab 1947 tauchten Berichte über Værnets Versuche in Buchenwald in der dänischen Presse auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Værnet war schon in den letzten Kriegsmonaten (im März 1945) nach Dänemark zurückgekehrt. Spätestens seit Ende 1945 arbeitet er wieder an seinem ‘Lebenswerk’, der künstlichen Hormondrüse, trat in Kontakt mit Pharmaunternehmen (u.a. Schering und DuPont) und erhielt dänische und US-Patentrechte.&lt;br /&gt;
Aufgrund zahlreicher Zeugenaussagen sowie Berichten des dänischen Widerstands ermittelte die dänische Polizei bald gegen ihn. Doch mit wenig Nachdruck, auch wenn Anfang 1946 schließlich die Anklageerhebung wegen ‘Landesverrats und anderer staatsgefährdender Tätigkeiten’ erfolgte. Schlimmer noch, Værnet gelang (u.a. mit Unterstützung des argentinischen Legationsrats Pineyro) Ende 1946 die Flucht aus Dänemark. Über Schweden konnte er nach Brasilien und im Sommer 1947 weiter nach Argentinien gelangen. Dort arbeitet er schon bald wieder am Physiologischen Institut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Carl Værnet starb am 25. November 1965 und ist gemeinsam mit seiner Frau Gurli auf dem Británico-Friedhof in Buenos Aires begraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst im März 1998 brachten Peter Tatchel und die britische Schwulengruppe OutRage! Bewegung in die Causa Værnet . Sie richteten ein Schreiben an den damaligen dänischen Ministerpräsidenten Poul Nyrup Rasmussen, in dem sie in zahlreichen konkreten Fragen um Aufklärung über Flucht und (fehlende) Schritte der dänischen Regierung baten. Zwar reagierte das dänische Justizministerium erst eineinhalb Jahre später (am 6. Juli 1999), und mit der abschlägigen Mitteilung, man sei „nicht im Besitz irgendwelcher Informationen über Carl Værnet“. Dennoch wurden die Archive in Sachen Værnet geöffnet – und bildeten die Grundlage für das äußerst lesenswerte Buch von Davidsen-Nielsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
Hans Davidsen-Nielsen et al.: ‘Carl Værnet – Der Dänische SS-Arzt im KZ Buchenwald“, Wien 2004&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Carl Værnet. Der dänische SS-Arzt im KZ Buchenwald in: Invertito 7 (2005), [http://www.invertito.de/jahrbuch/inv07/inv07_rez_potthoff_vaernet.html Rezension von Herbert Potthoff], Köln&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
“The hunt for nazi concentration camp doctor carl vaernet” ([http://users.cybercity.dk/~dko12530/hunt_for_danish_kz.htm online])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weblinks ===&lt;br /&gt;
* [https://www.2mecs.de/wp/2008/08/buchenwald-vaernet-experimente-homosexuelle/ 2mecs: Buchenwald: Vaernet Experimente an Homosexuellen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte_der_Homosexualität|Carl Vaernet]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ulli</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.homowiki.de/index.php?title=Benutzer:Ulli&amp;diff=20662</id>
		<title>Benutzer:Ulli</title>
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		<updated>2016-01-09T01:34:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ulli: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Hi,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ich bin Ulli.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Ulli_Portrait.jpg]]‎ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geboren 1959 in Delmenhorst. Mit Umwegen über Oldenburg, Bremerhaven, Hamburg, Köln und Berlin inzwischen (wieder) in Hamburg gelandet.&lt;br /&gt;
Per Email bin ich erreichbar unter camouflage @ gmx.de.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer mehr über mich wissen möchte: bis November 2012 habe ich die Site ondamaris * http://www.ondamaris.de betrieben ...&lt;br /&gt;
... und privat schreiben mein Mann und ich auf 2mecs * https://www.2mecs.de/wp/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Biographisches über mich ist hier zu finden: * https://www.2mecs.de/wp/2mecs/ulli/ulrich-wurdemann-biographisches/&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ulli</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.homowiki.de/index.php?title=Guy_Hocquenghem&amp;diff=20660</id>
		<title>Guy Hocquenghem</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.homowiki.de/index.php?title=Guy_Hocquenghem&amp;diff=20660"/>
		<updated>2016-01-05T10:22:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ulli: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Guy Hocquenghem&#039;&#039;&#039; (* [[3. Dezember]] [[1946]] in [[Paris]]; † [[28. August]] [[1988]] in Paris) war ein [[Frankreich|französischer]] [[Autor]], [[Philosoph]], Hochschullehrer und [[LGBT]]-Aktivist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Nach seiner Schulzeit an der &#039;&#039;[[Ecole Normale Supérieure]]&#039;&#039; in Paris studierte Hocquenghem [[Philosophie]] und verliebte sich in seinen Lehrer, mit dem er ein Leben lang befreundet war.  &amp;lt;ref&amp;gt; &#039;&#039;Who&#039;s Who in Contemporary Gay and Lesbian History&#039;&#039; von [[Robert Aldrich (Historiker)|Robert Aldrich]], [[Garry Wotherspoon]]; S.191 &amp;lt;/ref&amp;gt; Als Student nahm Hocquenghem an den französischen Protesten im [[Mai 68]] teil. Infolge der Proteste trat Hocquenghem der [[Kommunistische Partei|Kommunistischen Partei]] in Frankreich bei, die er später wieder verließ. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seinem Studium unterrichtete Hocquenghem als Hochschullehrer Philosophie an der [[Universität Paris VIII]]. Hocquenghem wurde 1971 Mitglied der Organisation [[Front Homosexuel d&#039;Action Révolutionnaire]] (FHAR), die einige lesbische ehemalige Mitglieder der Organisation &#039;&#039;Mouvement Homophile de France&#039;&#039; gegründet hatten.&lt;br /&gt;
In den folgenden Jahren schrieb Hocquenghem mehrere Bücher. Insbesondere thematisierte er das Thema Homosexualität und wurde zu einem der Vordenker der [[Queer-Theorie]]. Sein Buch &#039;&#039;Das homosexuelle Verlangen&#039;&#039; von 1972 gehörte international zu den ersten Werken der Queer-Theorie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Filmregisseur [[Lionel Soukaz]] produzierte er 1979 den Dokumentarfilm über die Geschichte der Homosexualität &#039;&#039;Race d&#039;Ep!&#039;&#039;&lt;br /&gt;
1988 verstarb Hocquenghem an den Folgen von [[AIDS]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke von Hocquenghem (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1972: &#039;&#039;Homosexual Desire&#039;&#039; (deutsche Übersetzung &#039;&#039;Das homosexuelle Verlangen&#039;&#039;, München, Hanser, 1974)&lt;br /&gt;
* 1974: &#039;&#039;L&#039;Après-Mai des faunes&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* 1976: &#039;&#039;Co-ire, album systématique de l&#039;enfance&#039;&#039; (gemeinschaftlich mit [[René Schérer]])&lt;br /&gt;
* 1976: &#039;&#039;Fin de section&#039;&#039;, Kurzgeschichten&lt;br /&gt;
* 1977: &#039;&#039;La Dérive homosexuelle&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* 1979: &#039;&#039;La Beauté du métis&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* 1980: &#039;&#039;The Gay travels: guide and glance homosexual over the large metropolises&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* 1982: &#039;&#039;L&#039;Amour en relief&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* 1985: &#039;&#039;La Colère d&#039;agneau&#039;&#039; (dt. Übersetzung: &#039;&#039;Der Zorn des Lammes&#039;&#039;, Frankfurt/M: Ullstein, 1992) &lt;br /&gt;
* 1986: &#039;&#039;L&#039;Âme atomique&#039;&#039; (&#039;&#039;The Atomic Heart&#039;&#039;, gemeinschaftlich mit René Schérer) &lt;br /&gt;
* 1986: &#039;&#039;Open letter to those who moved from Mao collars to Rotary wheels&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* 1987: &#039;&#039;Eve&#039;&#039; (dt. Übersetzung &#039;&#039;Eva&#039;&#039;, St. Gallen:Ed.Diá, 1991)&lt;br /&gt;
* 1988: &#039;&#039;Voyages et adventures extraordinaires du Frère Angelo&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* 1994: &#039;&#039;The amphitheatre of the dead ones&#039;&#039;, Memoiren&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* [[Bill Marshall]]: &#039;&#039;Guy Hocquenghem: Gay Beyond Identity&#039;&#039; ([[Duke University Press]], 1996)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://portal.d-nb.de/opac.htm?method=showFullRecord&amp;amp;currentResultId=Guy%2BHocquenghem%2B%2526any&amp;amp;currentPosition=6 Guy Hocquenghem] in der [[Deutsche Nationalbibliothek|Deutschen Nationalbibliothek]]&lt;br /&gt;
* [http://www.imdb.com/name/nm1109479 [[Internet Movie Database]]: Guy Hocquenghem]&lt;br /&gt;
* [http://www.glbtq.com/literature/hocquenghem_g.html GLBTQ:Biografie zu Guy Hocquenghem]&lt;br /&gt;
* [https://www.2mecs.de/wp/2016/01/race-dep/ 2mecs: Race d&#039;Ep]&lt;br /&gt;
* [https://www.2mecs.de/wp/2013/05/guy-hocquenghem-das-homosexuelle-verlangen/ 2mecs: Guy Hocquenghem – Das homosexuelle Verlangen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Hocquenghem, Guy}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autoren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Philosoph (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Paris)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:LGBT-Aktivisten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Franzosen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Männer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:1946 Geboren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:1988 Gestorben]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ulli</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.homowiki.de/index.php?title=Europride&amp;diff=20655</id>
		<title>Europride</title>
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		<updated>2015-12-21T01:35:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ulli: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der &#039;&#039;&#039;Europride&#039;&#039;&#039; ist ein CSD (Gaypride), der in wechselnden europäischen Großstädten stattfindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1991 vergibt die [[EPOA]] (European Pride Organizer&#039;s Association, Verband europäischer CSD-Organisationen) jeweils an eine Stadt den Titel Europride. Dieser CSD wird dann entsprechend größer angelegt, um eine entsprechende internationale Beachtung zu erreichen. Die Städte, die den Europride seitdem ausgerichtet haben, sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ausrichter des Europride ===&lt;br /&gt;
* 1992 [[London]]&lt;br /&gt;
* 1993 [[Berlin]]&lt;br /&gt;
* 1994 [[Amsterdam]]&lt;br /&gt;
* 1996 [[Kopenhagen]] &lt;br /&gt;
* 1997 [[Paris]] &lt;br /&gt;
* [[1998]] [[Stockholm]] &lt;br /&gt;
* 2000 [[Rom]] &lt;br /&gt;
* 2001 [[Wien]] &lt;br /&gt;
* 2002 [[Köln]] &lt;br /&gt;
* 2003 [[Manchester]] &lt;br /&gt;
* 2004 [[Hamburg]] &lt;br /&gt;
* [[2005]] [[Oslo]] &lt;br /&gt;
* [[2006]] [[London]] &lt;br /&gt;
* 2007 [[Madrid]] &lt;br /&gt;
* 2008 [[Stockholm]] &lt;br /&gt;
* 2009 [[Zürich]] &lt;br /&gt;
* 2010 [[Warschau]]&lt;br /&gt;
* 2011 [[Rom]]&lt;br /&gt;
* 2012 [[London]]&lt;br /&gt;
* 2013 [[Marseille]]&lt;br /&gt;
* 2014 [[Oslo]]&lt;br /&gt;
* 2015 [[Riga]]&lt;br /&gt;
* 2016 [[Amsterdam]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2016 finden die Jahreskonferenzen von EuroPride EPOA sowie InterPride in Montpellier statt, die ‚Interpride World 2016 Montpellier‘.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weblinks ===&lt;br /&gt;
* [http://www.europride.info/ Homepage der EPOA]&lt;br /&gt;
* [http://www.europride-zuerich.info/ Infos zur Europride in Zürich]&lt;br /&gt;
* [https://www.2mecs.de/wp/2015/12/interpride-world-2016-montpellier/ 2mecs: EuroPride und InterPride World 2016 – CSD-Organisatoren treffen sich 2016 in Montpellier]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:CSD]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:1991 Beginn]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ulli</name></author>
	</entry>
	<entry>
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		<title>Herbert Hoffmann</title>
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		<updated>2015-12-16T14:43:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ulli: Die Seite wurde neu angelegt: „&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Herbert Hoffmann (1919 – 2010)&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;  &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Herbert Hoffmann (1919 – 2010) war einer der bekanntesten Tätowierer Deutschlands.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Dass er schwul war, seine…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Herbert Hoffmann (1919 – 2010)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Herbert Hoffmann (1919 – 2010) war einer der bekanntesten Tätowierer Deutschlands.&#039;&#039;&#039; Dass er schwul war, seine ‚älteste Tätowierstube in Deutschland‘ seit Beginn der 1960er Jahre gemeinsam mit seinem Lebenspartner führte, war weit weniger bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herbert Hoffmann wurde am 30. Dezember 1919 in Freienwalde in Pommern als Sohn eines Fleischermeisters geboren. Bald zog die Familie nach Berlin, Hoffmann wuchs in Charlottenburg auf. 1949, gerade zurück aus sowjetischer Kriegsgefangenenschaft,  erhielt er seine erste eigene Tätowierung (‚Glaube Liebe Hoffnung‘, ein ‚klassisches‘ Seefahrer-Motiv). Bald folgen weitere Tätowierungen, u.a. von Christian Warlich, ‚Urvater‘ der Tätowierer in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1960 wurde Hoffmanns Antrag auf Eröffnung eines Tätowierstudions in Düsseldorf abgelehnt. Er ging nach Hamburg, eröffnete 1961 in St. Pauli eine ‚Tätowierstube‘ am Hamburger Berg 8 (er hatte das seit Februar 1946 bestehende, 1951 auf den Hamburger Berg umgezogene Geschäft des ‚Alttätowiermeisters‘ Paul Holzhaus übernommen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tätowieren lernte Herbert Hoffmann weiterhin bei Christian Warlich (1890 – 1964), der zu Lebzeiten als bedeutendster Tätowierer Deutschlands galt. Warlich machte Hoffmann später zu seinem ‚Kronprinzen‘.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Warlichs Tod (27. Februar 1964), zwei weitere Tätowierstuben hatten ebenfalls geschlossen, benannte Herbert Hoffmann seinen Laden um in „Herbert Hoffmann – Älteste Tätowierstube in Deutschland“. Der Anker mit den beiden ‚H‘ wurde sein Markenzeichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herbert Hoffmann führte – was wenig bekannt war – den Laden gemeinsam mit seinem Lebensgefährten Jacob ‚Jack‘ Ancker.&lt;br /&gt;
Bis 1980 arbeitete Herbert Hoffmann selbst in seiner Tätowierstube, dann ging er in Pension. Mit seinem Nachfolger kam es in der Folgezeit zu Auseinandersetzungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeinsam mit seinem Lebensgefährten Jacob Acker (der vor ihm starb) lebte Herbert Hoffmann ab 1981 bis zu seinem Tod in Schwendi bei Heiden in Appenzell Ausserrhoden, wo er von einem Freund ein Haus geerbt hatte. Am 30. Juni 2010 starb Herbert Hoffmann in Heiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Männer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weblinks ===&lt;br /&gt;
* [https://www.2mecs.de/wp/2015/05/herbert-hoffmann-1919-2010/ 2mecs: Herbert Hoffmann (1919 – 2010)]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ulli</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.homowiki.de/index.php?title=Hans_Borgward&amp;diff=20652</id>
		<title>Hans Borgward</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Ulli: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Hans Borgward&#039;&#039;&#039; (1895 – ?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Kaufmann Hans Borgward (1895 – ?) war ein bedeutender Aktivist der 50er-Jahre-Homosexuellenbewegung. Hans Borgward war Gründer und wichtigster Kopf der [[Gesellschaft für Reform des Sexualrechts]] (1949 – 1960), einer der wesentlichen Gruppen der zweiten Homosexuellenbewegung – und die einzige Gruppierung, die erfolgreich eine Eintragung als Verein erreichte.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hans Borgward wurde am 27. Februar 1895 in Berlin als Sohn eines Schneiders geboren. Er wuchs in Schöneberg nahe der Apostel-Paulus-Kirche auf. In den 1930er Jahren (1934 bis 1938) betrieb er hier als Juwelier eine Silberwarenhandlung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der NS-Zeit wurde Hans Borgward wegen Homosexualität verhaftet (Juni 1935), für drei Monate ins KZ Lichtenberg deportiert und zu 9 Monaten Gefängnis verurteilt. Seit den 1930er Jahren lebte Hans Borgward in Berlin-Schöneberg in der Grunewaldstraße 78.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Nachkriegs-Deutschland engagierte sich Hans Borgward für die Rechte Homosexueller. Er gründete 1950 die [[Gesellschaft für Reform des Sexualrechts]]. Im Sommer 1960 veranlasste Hans Borgward die Löschung des Eintrags im Vereinsregister. Danach verliert sich seine Spur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Männer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weblinks ===&lt;br /&gt;
* [https://www.2mecs.de/wp/2015/06/hans-borgward-gesellschaft-fuer-reform-des-sexualrechts/ 2mecs: Hans Borgward und die Gesellschaft für Reform des Sexualrechts]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ulli</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.homowiki.de/index.php?title=Gesellschaft_f%C3%BCr_Reform_des_Sexualrechts&amp;diff=20651</id>
		<title>Gesellschaft für Reform des Sexualrechts</title>
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		<updated>2015-12-16T14:38:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ulli: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Gesellschaft für Reform des Sexualrechts&#039;&#039;&#039; (GfRdS; 1950 – 1960)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1949 kam es  in Frankfurt auf Impuls von [[Hans Giese]] unter anfänglicher Beteiligung von [[Kurt Hiller]] zum Versuch, das [[WhK]] (wissenschaftlich-humanitäre Komitee) in der Tradition der Homosexuellenbewegung der Weimarer Republik in West-Deutschland wieder zu gründen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Berlin bemühten sich Homosexuelle, als ‚Gruppe Groß-Berlin des WhK‘ eine Regionalgruppe zu gründen. Doch es gelang nicht, Widerstände im Berliner Magistrat gegen den 1949 gestellten Antrag auf Zulassung als Verein zu überwinden. Auf den entsprechenden Antrag von Erich Ritter hieß es „Herr Oberbürgermeister Reuter konnte sich nicht entschließen, dieser Organisation die Lizenz zu erteilen.“ (Pretzel).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Reaktion (und Trennung von Gieses Frankfurter Gruppierung) wurde 1950 die Gesellschaft für Reform des Sexualrechts gegründet. Die Eintragung als Verein war erfolgreich (9. Juni 1951) – in der Satzung tauchten Worte wie homosexuel oder Homosexualität nicht auf. Die Gesellschaft für Reform des Sexualrechts (GfRdS) war damit in den 1950er Jahren die einzige (!) Vereinigung Homosexueller, die erfolgreich den offiziellen Rechtsstatus des Vereins erreichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Politisch engagierte sich die Gesellschaft für Reform des Sexualrechts für die Abschaffung oder Reform des Paragraphen 175 (der auch nach 1945 in der von den Nazis 1935 verschärften Fassung weiter bestand), sowie für eine einheitliche Schutzaltersgrenze bei einvernehmlichen sexuellen Kontakten von 16 Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben bot die GfRdS ihren Mitgliedern Rechtsberatung und Rechtsbeistand, sowie ein umfangreiches Clubleben. Die GfRdS unterhielt Kontakte zu anderen Homosexuellenorganisationen in Deutschland und international. Ab 1951 arbeitete sie mit im International Committee for Sexual Equality ([[ICSE]]). 1954 wurde sie kooperatives Mitglied der ‚Gesellschaft für Menschenrechte‘ (GfM, Hamburg).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorsitzender  der Gesellschaft für Reform des Sexualrechts war bis zu ihrer Auflösung im Jahr 1960 der Kaufmann [[Hans Borgward]] (der zuvor auch schon einer der Vorsitzenden im Berliner WhK war). Der Verein hatte eine Geschäftsstelle in Berlin-Schöneberg in der Grunewaldstraße 78, wo sich seit den 1930er Jahren Borgwards Wohnung befand. Vereinslokal war die Gaststätte ‚Pilsator‘ (Potsdamer Str. 102). Ein weiterer Treffpunkt der GfRdS war ab 1954 das Lokal „Die Hütte“, das die Berliner Sektion der GfM betrieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende der 1950er Jahre hatte die Gruppe noch um die 50 Mitglieder. Nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts 1957 und intensivierter Repression gegen Homosexuelle und ihre Organisationen in Westdeutschland kam es 1958 zu einer  Hausduchsuchung bei Borgward. Im gleichen Jahr war die GfRdS noch präsent auf dem ICSE-Kongress in Brüssel (als eine von nur noch zwei Gruppen aus Deutschland, neben der [[IFLO]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Oktober 1959 beschloss der Vorstand die Auflösung der Gesellschaft für Reform des Sexualrechts, am 13. Janaur 1960 billigten die Mitglieder dies bei der Generalversammlung des Vereins. Im Sommer 1960 veranlasste Hans Borgward die Löschung des Eintrags im Vereinsregister. Vereinsunterlagen wurden der am 22. September 1951 gegründeten (aber nie im Vereinsregister eingetragenen) Internationalen Freundschaftsloge (IFLO) in Bremen überlassen. Dort wurden sie bei der Sturmflut 1962 vernichtet; im gleichen Jahr löste sich die IFLO auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bewegungen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weblinks ===&lt;br /&gt;
* [https://www.2mecs.de/wp/2015/06/hans-borgward-gesellschaft-fuer-reform-des-sexualrechts/ 2mecs: Hans Borgward und die Gesellschaft für Reform des Sexualrechts]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ulli</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.homowiki.de/index.php?title=Gesellschaft_f%C3%BCr_Reform_des_Sexualrechts&amp;diff=20650</id>
		<title>Gesellschaft für Reform des Sexualrechts</title>
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		<updated>2015-12-16T14:37:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ulli: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Gesellschaft für Reform des Sexualrechts&#039;&#039;&#039; (GfRdS; 1950 – 1960)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1949 kam es  in Frankfurt auf Impuls von [[Hans Giese]] unter anfänglicher Beteiligung von [[Kurt Hiller]] zum Versuch, das [[WhK]] (wissenschaftlich-humanitäre Komitee) in der Tradition der Homosexuellenbewegung der Weimarer Republik in West-Deutschland wieder zu gründen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Berlin bemühten sich Homosexuelle, als ‚Gruppe Groß-Berlin des WhK‘ eine Regionalgruppe zu gründen. Doch es gelang nicht, Widerstände im Berliner Magistrat gegen den 1949 gestellten Antrag auf Zulassung als Verein zu überwinden. Auf den entsprechenden Antrag von Erich Ritter hieß es „Herr Oberbürgermeister Reuter konnte sich nicht entschließen, dieser Organisation die Lizenz zu erteilen.“ (Pretzel).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Reaktion (und Trennung von Gieses Frankfurter Gruppierung) wurde 1950 die Gesellschaft für Reform des Sexualrechts gegründet. Die Eintragung als Verein war erfolgreich (9. Juni 1951) – in der Satzung tauchten Worte wie homosexuel oder Homosexualität nicht auf. Die Gesellschaft für Reform des Sexualrechts (GfRdS) war damit in den 1950er Jahren die einzige (!) Vereinigung Homosexueller, die erfolgreich den offiziellen Rechtsstatus des Vereins erreichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Politisch engagierte sich die Gesellschaft für Reform des Sexualrechts für die Abschaffung oder Reform des Paragraphen 175 (der auch nach 1945 in der von den Nazis 1935 verschärften Fassung weiter bestand), sowie für eine einheitliche Schutzaltersgrenze bei einvernehmlichen sexuellen Kontakten von 16 Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben bot die GfRdS ihren Mitgliedern Rechtsberatung und Rechtsbeistand, sowie ein umfangreiches Clubleben. Die GfRdS unterhielt Kontakte zu anderen Homosexuellenorganisationen in Deutschland und international. Ab 1951 arbeitete sie mit im International Committee for Sexual Equality (ICSE). 1954 wurde sie kooperatives Mitglied der ‚Gesellschaft für Menschenrechte‘ (GfM, Hamburg).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorsitzender  der Gesellschaft für Reform des Sexualrechts war bis zu ihrer Auflösung im Jahr 1960 der Kaufmann [[Hans Borgward]] (der zuvor auch schon einer der Vorsitzenden im Berliner WhK war). Der Verein hatte eine Geschäftsstelle in Berlin-Schöneberg in der Grunewaldstraße 78, wo sich seit den 1930er Jahren Borgwards Wohnung befand. Vereinslokal war die Gaststätte ‚Pilsator‘ (Potsdamer Str. 102). Ein weiterer Treffpunkt der GfRdS war ab 1954 das Lokal „Die Hütte“, das die Berliner Sektion der GfM betrieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende der 1950er Jahre hatte die Gruppe noch um die 50 Mitglieder. Nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts 1957 und intensivierter Repression gegen Homosexuelle und ihre Organisationen in Westdeutschland kam es 1958 zu einer  Hausduchsuchung bei Borgward. Im gleichen Jahr war die GfRdS noch präsent auf dem ICSE-Kongress in Brüssel (als eine von nur noch zwei Gruppen aus Deutschland, neben der [[IFLO]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Oktober 1959 beschloss der Vorstand die Auflösung der Gesellschaft für Reform des Sexualrechts, am 13. Janaur 1960 billigten die Mitglieder dies bei der Generalversammlung des Vereins. Im Sommer 1960 veranlasste Hans Borgward die Löschung des Eintrags im Vereinsregister. Vereinsunterlagen wurden der am 22. September 1951 gegründeten (aber nie im Vereinsregister eingetragenen) Internationalen Freundschaftsloge (IFLO) in Bremen überlassen. Dort wurden sie bei der Sturmflut 1962 vernichtet; im gleichen Jahr löste sich die IFLO auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bewegungen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weblinks ===&lt;br /&gt;
* [https://www.2mecs.de/wp/2015/06/hans-borgward-gesellschaft-fuer-reform-des-sexualrechts/ 2mecs: Hans Borgward und die Gesellschaft für Reform des Sexualrechts]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ulli</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.homowiki.de/index.php?title=Hans_Borgward&amp;diff=20649</id>
		<title>Hans Borgward</title>
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		<updated>2015-12-16T14:37:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ulli: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Hans Borgward&#039;&#039;&#039; (1895 – ?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kaufmann Hans Borgward (1895 – ?) war ein bedeutender Aktivist der 50er-Jahre-Homosexuellenbewegung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hans Borgward war Gründer und wichtigster Kopf der [[Gesellschaft für Reform des Sexualrechts]] (1949 – 1960), einer der wesentlichen Gruppen der zweiten Homosexuellenbewegung – und die einzige Gruppierung, die erfolgreich eine Eintragung als Verein erreichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hans Borgward wurde am 27. Februar 1895 in Berlin als Sohn eines Schneiders geboren. Er wuchs in Schöneberg nahe der Apostel-Paulus-Kirche auf. In den 1930er Jahren (1934 bis 1938) betrieb er hier als Juwelier eine Silberwarenhandlung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der NS-Zeit wurde Hans Borgward wegen Homosexualität verhaftet (Juni 1935), für drei Monate ins KZ Lichtenberg deportiert und zu 9 Monaten Gefängnis verurteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Nachkriegs-Deutschland engagierte sich Hans Borgward für die Rechte Homosexueller. Er gründete 1950 die Gesellschaft für Reform des Sexualrechts (s.u.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit den 1930er Jahren lebte Hans Borgward in Berlin-Schöneberg in der Grunewaldstraße 78.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Männer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weblinks ===&lt;br /&gt;
* [https://www.2mecs.de/wp/2015/06/hans-borgward-gesellschaft-fuer-reform-des-sexualrechts/ 2mecs: Hans Borgward und die Gesellschaft für Reform des Sexualrechts]&lt;/div&gt;</summary>
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		<title>Gesellschaft für Reform des Sexualrechts</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Ulli: Die Seite wurde neu angelegt: „Gesellschaft für Reform des Sexualrechts (GfRdS; 1950 – 1960)  1949 kam es  in Frankfurt auf Impuls von Hans Giese unter anfänglicher Beteiligung von […“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Gesellschaft für Reform des Sexualrechts (GfRdS; 1950 – 1960)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1949 kam es  in Frankfurt auf Impuls von [[Hans Giese]] unter anfänglicher Beteiligung von [[Kurt Hiller]] zum Versuch, das [[WhK]] (wissenschaftlich-humanitäre Komitee) in der Tradition der Homosexuellenbewegung der Weimarer Republik in West-Deutschland wieder zu gründen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Berlin bemühten sich Homosexuelle, als ‚Gruppe Groß-Berlin des WhK‘ eine Regionalgruppe zu gründen. Doch es gelang nicht, Widerstände im Berliner Magistrat gegen den 1949 gestellten Antrag auf Zulassung als Verein zu überwinden. Auf den entsprechenden Antrag von Erich Ritter hieß es „Herr Oberbürgermeister Reuter konnte sich nicht entschließen, dieser Organisation die Lizenz zu erteilen.“ (Pretzel).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Reaktion (und Trennung von Gieses Frankfurter Gruppierung) wurde 1950 die Gesellschaft für Reform des Sexualrechts gegründet. Die Eintragung als Verein war erfolgreich (9. Juni 1951) – in der Satzung tauchten Worte wie homosexuel oder Homosexualität nicht auf. Die Gesellschaft für Reform des Sexualrechts (GfRdS) war damit in den 1950er Jahren die einzige (!) Vereinigung Homosexueller, die erfolgreich den offiziellen Rechtsstatus des Vereins erreichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Politisch engagierte sich die Gesellschaft für Reform des Sexualrechts für die Abschaffung oder Reform des Paragraphen 175 (der auch nach 1945 in der von den Nazis 1935 verschärften Fassung weiter bestand), sowie für eine einheitliche Schutzaltersgrenze bei einvernehmlichen sexuellen Kontakten von 16 Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben bot die GfRdS ihren Mitgliedern Rechtsberatung und Rechtsbeistand, sowie ein umfangreiches Clubleben. Die GfRdS unterhielt Kontakte zu anderen Homosexuellenorganisationen in Deutschland und international. Ab 1951 arbeitete sie mit im International Committee for Sexual Equality (ICSE). 1954 wurde sie kooperatives Mitglied der ‚Gesellschaft für Menschenrechte‘ (GfM, Hamburg).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorsitzender  der Gesellschaft für Reform des Sexualrechts war bis zu ihrer Auflösung im Jahr 1960 der Kaufmann [[Hans Borgward]] (der zuvor auch schon einer der Vorsitzenden im Berliner WhK war). Der Verein hatte eine Geschäftsstelle in Berlin-Schöneberg in der Grunewaldstraße 78, wo sich seit den 1930er Jahren Borgwards Wohnung befand. Vereinslokal war die Gaststätte ‚Pilsator‘ (Potsdamer Str. 102). Ein weiterer Treffpunkt der GfRdS war ab 1954 das Lokal „Die Hütte“, das die Berliner Sektion der GfM betrieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende der 1950er Jahre hatte die Gruppe noch um die 50 Mitglieder. Nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts 1957 und intensivierter Repression gegen Homosexuelle und ihre Organisationen in Westdeutschland kam es 1958 zu einer  Hausduchsuchung bei Borgward. Im gleichen Jahr war die GfRdS noch präsent auf dem ICSE-Kongress in Brüssel (als eine von nur noch zwei Gruppen aus Deutschland, neben der [[IFLO]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Oktober 1959 beschloss der Vorstand die Auflösung der Gesellschaft für Reform des Sexualrechts, am 13. Janaur 1960 billigten die Mitglieder dies bei der Generalversammlung des Vereins. Im Sommer 1960 veranlasste Hans Borgward die Löschung des Eintrags im Vereinsregister. Vereinsunterlagen wurden der am 22. September 1951 gegründeten (aber nie im Vereinsregister eingetragenen) Internationalen Freundschaftsloge (IFLO) in Bremen überlassen. Dort wurden sie bei der Sturmflut 1962 vernichtet; im gleichen Jahr löste sich die IFLO auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bewegungen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weblinks ===&lt;br /&gt;
* [https://www.2mecs.de/wp/2015/06/hans-borgward-gesellschaft-fuer-reform-des-sexualrechts/ 2mecs: Hans Borgward und die Gesellschaft für Reform des Sexualrechts]&lt;/div&gt;</summary>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Ulli: Die Seite wurde neu angelegt: „Hans Borgward (1895 – ?)  Der Kaufmann Hans Borgward (1895 – ?) war ein bedeutender Aktivist der 50er-Jahre-Homosexuellenbewegung.  Hans Borgward war Grün…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Hans Borgward (1895 – ?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kaufmann Hans Borgward (1895 – ?) war ein bedeutender Aktivist der 50er-Jahre-Homosexuellenbewegung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hans Borgward war Gründer und wichtigster Kopf der [[Gesellschaft für Reform des Sexualrechts]] (1949 – 1960), einer der wesentlichen Gruppen der zweiten Homosexuellenbewegung – und die einzige Gruppierung, die erfolgreich eine Eintragung als Verein erreichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hans Borgward wurde am 27. Februar 1895 in Berlin als Sohn eines Schneiders geboren. Er wuchs in Schöneberg nahe der Apostel-Paulus-Kirche auf. In den 1930er Jahren (1934 bis 1938) betrieb er hier als Juwelier eine Silberwarenhandlung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der NS-Zeit wurde Hans Borgward wegen Homosexualität verhaftet (Juni 1935), für drei Monate ins KZ Lichtenberg deportiert und zu 9 Monaten Gefängnis verurteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Nachkriegs-Deutschland engagierte sich Hans Borgward für die Rechte Homosexueller. Er gründete 1950 die Gesellschaft für Reform des Sexualrechts (s.u.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit den 1930er Jahren lebte Hans Borgward in Berlin-Schöneberg in der Grunewaldstraße 78.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Männer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weblinks ===&lt;br /&gt;
* [https://www.2mecs.de/wp/2015/06/hans-borgward-gesellschaft-fuer-reform-des-sexualrechts/ 2mecs: Hans Borgward und die Gesellschaft für Reform des Sexualrechts]&lt;/div&gt;</summary>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Ulli: /* Leben */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Didier Lestrade&#039;&#039;&#039; (* [[22. Februar]] [[1958]] in [[Mahdia]], [[Tunesien]](?)) ist ein [[Frankreich|französischer]] [[Autor]], [[Journalist]] und [[LGBT]]-Aktivist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Kindheit, die er im Südwesten Frankreichs verbrachte, ging er auf das Gymnasium in seiner Schulzeit, schaffte aber das [[Baccalauréat]] nicht. Danach zog Lestrade nach [[Paris]], wo er für die unabhängige schwule Zeitschrift &#039;&#039;Gaie Presse&#039;&#039;, die kurze Zeit bestand, schrieb. Mit 22 Jahren entschied Lestrade &#039;&#039;Magazine Trimestriel&#039;&#039; (&#039;&#039;Gai Pied&#039;&#039;) zu gründen, die zur bedeutendsten französischen Zeitschrift für ein schwule Leserschaft in den 1980er aufstieg; in den 1990er aber in der Leserschaft einbrach.  1986 enthielt das von Lestrade mitgegründete Magazin, das mittlerweile in französischer und englischer Sprache erschien, gedruckte Interviews mit Personen wie [[David Hockney]], [[Bronski Beat]], [[Brion Gysin]], [[Divine]], [[Gilbert &amp;amp; George]] und [[Tom of Finland]]. Das Magazin enthielt ebenso Photografien von bekannten europäischen und US-amerikanischen Fotografen wie [[Pierre &amp;amp; Gilles]], [[Patrick Sarfati]], [[Erwin Olaf]], [[Paul Blanca]] und [[Stanley Stellar]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1986 stellte Lestrade fest, dass er [[HIV]] positiv ist. Lestrade entwickelte sich zum Journalisten mit Fachkenntnissen im Musikbereich. Er schrieb weitere Artikel für das Magazin &#039;&#039;Gai Pied&#039;&#039;, die linksliberale Zeitung [[Libération]] und die Musikfachzeitschrift [[Rolling Stone]].  Zu seinen Themen gehörte unter anderem die beginnende [[House|New House]]/[[Techno]] Musik Szene. 1989 verstärkte Lestrade sein Engagement für [[AIDS]] Projekte und gründete gemeinsam mit Freunden und den Journalisten [[Pascal R. Loubet]] und [[Luc Coulavin]] die erste französische Untergruppe der Organisation [[ACT UP]], deren Präsident er in den ersten drei Jahren war. 1992 beteiligte er sich an der Gründung der französischen Organisation &#039;&#039;TRT-5&#039;&#039;, einer Koalition von mehreren verschiedenen AIDS Organisationen. Bis 2002 war er dort in der Organisation mitbeschäftigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1995 wurde er im Alter von 37 Jahren gemeinsam mit dem Journalisten Pascal R. Loubet Mitgründer des neuen monatlich erscheinenden LGBT Magazins [[Tetu]], das von [[Pierre Bergé]] mitfinanziert wurde und die Unterstützung von [[Yves Saint Laurent]] erhielt.  Das Magazin Têtu stieg Ende der 1990er zu den erfolgreichsten schwulen Magazinen in Europa auf, musste jedoch im Sommer 2015 eingestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben seiner Arbeit als Journalist schrieb Lestrade seit 2000 mehrere Bücher. Sein erstes Buch &#039;&#039;Act up, une Histoire&#039;&#039; beschreibt dier ersten elf Jahr von &#039;&#039;Act Up-Paris&#039;&#039;. Es folgte 2002 das Buch &#039;&#039;Kinsey 6&#039;&#039;, ein Tagebuch der Kultur und der sexualisierten Gesellschaft der 1980er. 2004 erschien sein Buch &#039;&#039;The End&#039;&#039;, in dem er die Probleme der gegenwärtigen AIDS-Prävention beschrieb und das Phänomen des [[Barebacking]] in Frankreich. 2007 erschien sein viertes Buch &#039;&#039;Cheikh, journal de campagne&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2002 verließ Lestrade Paris und zog in die französische [[Normandie]] nahe [[Alençon]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 2000: &#039;&#039;Act up, une Histoire&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* 2002: &#039;&#039;Kinsey 6&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* 2004: &#039;&#039;The End&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* 2007: &#039;&#039;Cheikh, journal de campagne&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.tetu.com/ Offizielle Webseite von Têtu]&lt;br /&gt;
* [http://www.trt-5.org/ Offizielle Webseite von TRT-5]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Lestrade, Didier}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autoren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Französischer Journalisten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musikjournalisten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:LGBT-Aktivisten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:1958 Geboren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Franzosen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Männer]]&lt;/div&gt;</summary>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Ulli: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Didier Lestrade&#039;&#039;&#039; (* [[22. Februar]] [[1958]] in [[Mahdia]], [[Tunesien]](?)) ist ein [[Frankreich|französischer]] [[Autor]], [[Journalist]] und [[LGBT]]-Aktivist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Kindheit, die er im Südwesten Frankreichs verbrachte, ging er auf das Gymnasium in seiner Schulzeit, schaffte aber das [[Baccalauréat]] nicht. Danach zog Lestrade nach [[Paris]], wo er für die unabhängige schwule Zeitschrift &#039;&#039;Gaie Presse&#039;&#039;, die kurze Zeit bestand, schrieb. Mit 22 Jahren entschied Lestrade &#039;&#039;Magazine Trimestriel&#039;&#039; (&#039;&#039;Gai Pied&#039;&#039;) zu gründen, die zur bedeutendsten französischen Zeitschrift für ein schwule Leserschaft in den 1980er aufstieg; in den 1990er aber in der Leserschaft einbrach.  1986 enthielt das von Lestrade mitgegründete Magazin, das mittlerweile in französischer und englischer Sprache erschien, gedruckte Interviews mit Personen wie [[David Hockney]], [[Bronski Beat]], [[Brion Gysin]], [[Divine]], [[Gilbert &amp;amp; George]] und [[Tom of Finland]]. Das Magazin enthielt ebenso Photografien von bekannten europäischen und US-amerikanischen Fotografen wie [[Pierre &amp;amp; Gilles]], [[Patrick Sarfati]], [[Erwin Olaf]], [[Paul Blanca]] und [[Stanley Stellar]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1986 stellte Lestrade fest, dass er [[HIV]] positiv ist. Lestrade entwickelte sich zum Journalisten mit Fachkenntnissen im Musikbereich. Er schrieb weitere Artikel für das Magazin &#039;&#039;Gai Pied&#039;&#039;, die linksliberale Zeitung [[Libération]] und die Musikfachzeitschrift [[Rolling Stone]].  Zu seinen Themen gehörte unter anderem die beginnende [[House|New House]]/[[Techno]] Musik Szene. 1989 verstärkte Lestrade sein Engagement für [[AIDS]] Projekte und gründete gemeinsam mit Freunden und den Journalisten [[Pascal R. Loubet]] und [[Luc Coulavin]] die erste französische Untergruppe der Organisation [[ACT UP]], deren Präsident er in den ersten drei Jahren war. 1992 beteiligte er sich an der Gründung der französischen Organisation &#039;&#039;TRT-5&#039;&#039;, einer Koalition von mehreren verschiedenen AIDS Organisationen. Bis 2002 war er dort in der Organisation mitbeschäftigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1995 wurde er im Alter von 37 Jahren gemeinsam mit dem Journalisten Pascal R. Loubet Mitgründer des neuen monatlich erscheinenden LGBT Magazins [[Tetu]], da von [[Pierre Bergé]] mitfinanziert wurde und die Unterstützung von [[Yves Saint Laurent]] erhielt.  Das Magazin Têtu stieg Ende der 1990er zu den erfolgreichsten schwulen Magazinen in Europa auf, musste jedoch im Sommer 2015 eingestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben seiner Arbeit als Journalist schrieb Lestrade seit 2000 mehrere Bücher. Sein erstes Buch &#039;&#039;Act up, une Histoire&#039;&#039; beschreibt dier ersten elf Jahr von &#039;&#039;Act Up-Paris&#039;&#039;. Es folgte 2002 das Buch &#039;&#039;Kinsey 6&#039;&#039;, ein Tagebuch der Kultur und der sexualisierten Gesellschaft der 1980er. 2004 erschien sein Buch &#039;&#039;The End&#039;&#039;, in dem er die Probleme der gegenwärtigen AIDS-Prävention beschrieb und das Phänomen des [[Barebacking]] in Frankreich. 2007 erschien sein viertes Buch &#039;&#039;Cheikh, journal de campagne&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2002 verließ Lestrade Paris und zog in die französische [[Normandie]] nahe [[Alençon]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 2000: &#039;&#039;Act up, une Histoire&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* 2002: &#039;&#039;Kinsey 6&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* 2004: &#039;&#039;The End&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* 2007: &#039;&#039;Cheikh, journal de campagne&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.tetu.com/ Offizielle Webseite von Têtu]&lt;br /&gt;
* [http://www.trt-5.org/ Offizielle Webseite von TRT-5]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Lestrade, Didier}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autoren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Französischer Journalisten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musikjournalisten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:LGBT-Aktivisten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:1958 Geboren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Franzosen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Männer]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ulli</name></author>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Ulli: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Didier Lestrade&#039;&#039;&#039; (* [[22. Februar]] [[1958]] in [[Mahdia]], [[Tunesien]](?)) ist ein [[Frankreich|französischer]] [[Autor]], [[Journalist]] und [[LGBT]]-Aktivist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Kindheit, die er im Südwesten Frankreichs verbrachte, ging er auf das Gymnasium in seiner Schulzeit, schaffte aber das [[Baccalauréat]] nicht. Danach zog Lestrade nach [[Paris]], wo er für die unabhängige schwule Zeitschrift &#039;&#039;Gaie Presse&#039;&#039;, die kurze Zeit bestand, schrieb. Mit 22 Jahren entschied Lestrade &#039;&#039;Magazine Trimestriel&#039;&#039; (&#039;&#039;Gai Pied&#039;&#039;) zu gründen, die zur bedeutendsten französischen Zeitschrift für ein schwule Leserschaft in den 1980er aufstieg; in den 1990er aber in der Leserschaft einbrach.  1986 enthielt das von Lestrade mitgegründete Magazin, das mittlerweile in französischer und englischer Sprache erschien, gedruckte Interviews mit Personen wie [[David Hockney]], [[Bronski Beat]], [[Brion Gysin]], [[Divine]], [[Gilbert &amp;amp; George]] und [[Tom of Finland]]. Das Magazin enthielt ebenso Photografien von bekannten europäischen und US-amerikanischen Fotografen wie [[Pierre &amp;amp; Gilles]], [[Patrick Sarfati]], [[Erwin Olaf]], [[Paul Blanca]] und [[Stanley Stellar]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1986 stellte Lestrade fest, dass er [[HIV]] positiv ist. Lestrade entwickelte sich zum Journalisten mit Fachkenntnissen im Musikbereich. Er schrieb weitere Artikel für das Magazin &#039;&#039;Gai Pied&#039;&#039;, die linksliberale Zeitung [[Libération]] und die Musikfachzeitschrift [[Rolling Stone]].  Zu seinen Themen gehörte unter anderem die beginnende [[House|New House]]/[[Techno]] Musik Szene. 1989 verstärkte Lestrade sein Engagement für [[AIDS]] Projekte und gründete gemeinsam mit Freunden und den Journalisten [[Pascal R. Loubet]] und [[Luc Coulavin]] die erste französische Untergruppe der Organisation [[ACT UP]], deren Präsident er in den ersten drei Jahren war. 1992 beteiligte er sich an der Gründung der französischen Organisation &#039;&#039;TRT-5&#039;&#039;, einer Koalition von mehreren verschiedenen AIDS Organisationen. Bis 2002 war er dort in der Organisation mitbeschäftigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1995 wurde er im Alter von 37 Jahren gemeinsam mit dem Journalisten Pascal R. Loubet Mitgründer des neuen monatlich erscheinenden LGBT Magazins [[Tetu]], da von [[Pierre Bergé]] mitfinanziert wurde und die Unterstützung von [[Yves Saint Laurent]] erhielt.  Das Magazin Têtu stieg Ende der 1990er zu den erfolgreichsten schwulen Magazinen in Europa auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben seiner Arbeit als Journalist schrieb Lestrade seit 2000 mehrere Bücher. Sein erstes Buch &#039;&#039;Act up, une Histoire&#039;&#039; beschreibt dier ersten elf Jahr von &#039;&#039;Act Up-Paris&#039;&#039;. Es folgte 2002 das Buch &#039;&#039;Kinsey 6&#039;&#039;, ein Tagebuch der Kultur und der sexualisierten Gesellschaft der 1980er. 2004 erschien sein Buch &#039;&#039;The End&#039;&#039;, in dem er die Probleme der gegenwärtigen AIDS-Prävention beschrieb und das Phänomen des [[Barebacking]] in Frankreich. 2007 erschien sein viertes Buch &#039;&#039;Cheikh, journal de campagne&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2002 verließ Lestrade Paris und zog in die französische [[Normandie]] nahe [[Alençon]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 2000: &#039;&#039;Act up, une Histoire&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* 2002: &#039;&#039;Kinsey 6&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* 2004: &#039;&#039;The End&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* 2007: &#039;&#039;Cheikh, journal de campagne&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.tetu.com/ Offizielle Webseite von Têtu]&lt;br /&gt;
* [http://www.trt-5.org/ Offizielle Webseite von TRT-5]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Lestrade, Didier}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autoren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Französischer Journalisten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musikjournalisten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:LGBT-Aktivisten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:1958 Geboren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Franzosen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Männer]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ulli</name></author>
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		<title>Tetu</title>
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		<updated>2015-12-16T14:24:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ulli: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Tetu&#039;&#039;&#039; von 1995 bis 2015 erschienenes französisches Homosexuellen-Magazin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das monatlich erscheinende LGBT Magazin &#039;Têtu&#039; wurde im Juli 1995 (drei Jahre nach der Einstellung des legendären Schwulenmagazins Gai Pied, dessen Nachlass es de facto übernahm) von dem Journalisten und ehemaligen ACT UP Paris Aktivisten [[Didier Lestrade]] sowie von Pacal Loubet gegründet (Erscheinen der ersten Ausgabe). Finanzielle Unterstützung erhielten beiden von Yves Saint Laurent und dessen Partner Pierre Bergé.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach zwanzig Jahren des Erscheinens wurde Tetu im Sommer 2015 eigestellt. Am 1. Juni 2015 meldete das herausgebende Unternehmen Konkurs an. ‚&#039;&#039;Tetu, c’est fini&#039;&#039;‚, teilte Tetu-Herausgeber Jean-Jacques Augier am Nachmittag des 23.7.2015 mit. Er verwies auf ein schwieriges ökonomisches Umfeld, strukturelle Probleme z.B. im Vertrieb sowie die ‚Feigheit‘ von Werbeagenturen. Die Ausgabe Juli / August 2015 von Tetu (Nr. 212) war die letzte erschienene Ausgabe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Handelsgericht in Paris beschloss am 23. Juli 2015 die Liquidation des Unternehmens. Aus der Konkursmasse übernahm Anfang November 2015 das StartUp Idyls den Markennamen sowie die Internetseite von Tetu. Tetu solle weiter betrieben werden, zunächst allerdings vermutlich ausschließlich im Internet, teilten die Betreiber von Idyls mit. Eine neue Print-Ausgabe werde ‚angedacht‘, allerdings erst für 2016.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Medien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weblinks ===&lt;br /&gt;
* [https://www.2mecs.de/wp/2015/06/frankreich-homo-magazin-tetu-konkurs/ 2mecs: Frankreich: Homo-Magazin Tetu konkurs]&lt;br /&gt;
* [https://www.2mecs.de/wp/2015/07/homomagazin-tetu-endgueltiges-aus-nach-20-jahren/ 2mecs: Homomagazin Tetu pleite – endgültiges Aus nach 20 Jahren]&lt;br /&gt;
* [https://www.2mecs.de/wp/2015/11/tetu-von-idyls-uebernommen/ 2mecs: Tetu von Idyls übernommen]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ulli</name></author>
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		<title>Tetu</title>
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		<updated>2015-12-16T14:23:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ulli: Die Seite wurde neu angelegt: „&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tetu&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; von 1995 bis 2015 erschienenes französisches homosexuellen-Magazin  Das monatlich erscheinende LGBT Magazin &amp;#039;Têtu&amp;#039; wurde im Juli 1995 (drei Jahre…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Tetu&#039;&#039;&#039; von 1995 bis 2015 erschienenes französisches homosexuellen-Magazin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das monatlich erscheinende LGBT Magazin &#039;Têtu&#039; wurde im Juli 1995 (drei Jahre nach der Einstellung des legendären Schwulenmagazins Gai Pied, dessen Nachlass es de facto übernahm) von dem Journalisten und ehemaligen ACT UP Paris Aktivisten Didier Lestrade sowie von Pacal Loubet gegründet (Erscheinen der ersten Ausgabe). Finanzielle Unterstützung erhielten beiden von Yves Saint Laurent und dessen Partner Pierre Bergé.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach zwanzig Jahren des Erscheinens wurde Tetu im Sommer 2015 eigestellt. Am 1. Juni 2015 meldete das herausgebende Unternehmen Konkurs an. ‚&#039;&#039;Tetu, c’est fini&#039;&#039;‚, teilte Tetu-Herausgeber Jean-Jacques Augier am Nachmittag des 23.7.2015 mit. Er verwies auf ein schwieriges ökonomisches Umfeld, strukturelle Probleme z.B. im Vertrieb sowie die ‚Feigheit‘ von Werbeagenturen. Die Ausgabe Juli / August 2015 von Tetu (Nr. 212) war die letzte erschienene Ausgabe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Handelsgericht in Paris beschloss am 23. Juli 2015 die Liquidation des Unternehmens. Aus der Konkursmasse übernahm Anfang November 2015 das StartUp Idyls den Markennamen sowie die Internetseite von Tetu. Tetu solle weiter betrieben werden, zunächst allerdings vermutlich ausschließlich im Internet, teilten die Betreiber von Idyls mit. Eine neue Print-Ausgabe werde ‚angedacht‘, allerdings erst für 2016.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Medien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weblinks ===&lt;br /&gt;
* [https://www.2mecs.de/wp/2015/06/frankreich-homo-magazin-tetu-konkurs/ 2mecs: Frankreich: Homo-Magazin Tetu konkurs]&lt;br /&gt;
* [https://www.2mecs.de/wp/2015/07/homomagazin-tetu-endgueltiges-aus-nach-20-jahren/ 2mecs: Homomagazin Tetu pleite – endgültiges Aus nach 20 Jahren]&lt;br /&gt;
* [https://www.2mecs.de/wp/2015/11/tetu-von-idyls-uebernommen/ 2mecs: Tetu von Idyls übernommen]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ulli</name></author>
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		<title>Benutzer:Ulli</title>
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		<updated>2015-12-16T14:03:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ulli: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Hi,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ich bin Ulli.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Ulli_Portrait.jpg]]‎ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geboren 1959 in Delmenhorst. Mit Umwegen über Oldenburg, Bremerhaven, Hamburg, Köln und Berlin inzwischen (wieder) in Hamburg gelandet.&lt;br /&gt;
Per Email bin ich erreichbar unter camouflage @ gmx.de.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer mehr über mich wissen möchte: bis November 2012 habe ich die Site ondamaris * http://www.ondamaris.de betrieben ...&lt;br /&gt;
... und privat schreiben mein Mann und ich auf 2mecs * http://www.2mecs.de/wp/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Biographisches über mich ist hier zu finden: * https://www.2mecs.de/wp/2mecs/ulli/ulrich-wurdemann-biographisches/&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ulli</name></author>
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	<entry>
		<id>https://www.homowiki.de/index.php?title=Jean_Daniel_Cadinot&amp;diff=20049</id>
		<title>Jean Daniel Cadinot</title>
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		<updated>2015-02-23T09:02:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ulli: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Jean Daniel Cadinot&#039;&#039;&#039; (*10.02.1944 in Paris; † 23.04.2008) war ein französischer Regisseur. Er produzierte zahlreiche schwule Pornofilme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jean-Daniel Cadinot war Filmregisseur, setzte schwule Träume in Szene.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er studierte zunächst an der Ecole des Arts et Métiers sowie der Ecole national de la Photographie. Seine Karriere angefangen hatte er als Photograph (u.a. für den Autor Yves Navarre), begann erst 1978 mit der Realisierung von Filmen (mit dem 16mm-Film ‘tendres adolescents’).&lt;br /&gt;
Cadinot betrieb zugleich eines der ersten Pornofilm-Studios in Frankreich (‘French Art’).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cadinots Filme waren bei vielen homosexuellen Konsumenten insbesondere auch beliebt, weil sie im Gegensatz zu vielen vergleichbaren Filmen us-amerikanischer Produktion mit Phantasien, Vorstellungsvermögen arbeiteten. Der mit zahlreichen Preisen (u.a. 1989 GayVN Award) ausgezeichnete Cadinot legte Wert auf Inszenierungen, eine gewisse Handlung und Kostüme; einige seiner Pornos wiesen komplette Handlungsstränge auf. Dabei versuchte er immer wieder, schwule Phantasien zu bedienen – Karneval in Venedig, Internatsaufenthalte oder Reisen ins Magreb waren einige seiner ‘Geschichten’. Sein 48. und letzter Film erschien erst erst nach seinem Tod unter dem Titel ‘Subversion’.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cadinot realisierte unter dem Pseudonym &#039;Tony Dark‘ (mal mit ein wenig Phantasie rückwärts lesen …) auch ‘härtere’ Filme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cadinot starb am 23. April 2008 an den Folgen eines Herzstillstands.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Internet ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://www.cadinot.fr/home.php Offizielle Seite Jean Daniel Cadinot im Internet]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Männer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weblinks ===&lt;br /&gt;
* [https://www.2mecs.de/wp/2008/04/jean-daniel-cadinot/ 2mecs: Jean-Daniel Cadinot 10.2.1944 – 23.4.2008]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ulli</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.homowiki.de/index.php?title=Hans_Georg_St%C3%BCmke&amp;diff=20048</id>
		<title>Hans Georg Stümke</title>
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		<updated>2015-02-23T09:01:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ulli: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Hans-Georg Stümke&#039;&#039;&#039; (*16.9.1941 Königsberg; †29.9.2002 Berlin) war ein deutscher Schriftsteller, Historiker und Publizist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:HansGeorgStuemkeGrab.jpg|framed|Hans-Georg Stümke, Grabstätte auf dem Alten St.-Matthäus-Kirchhof in Berlin|||Hans-Georg Stümke, Grabstätte auf dem Alten St.-Matthäus-Kirchhof in Berlin]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stümke, zunächst aktiv im ‘Kommunistischen Bund’, engagierte sich bald in der westdeutschen Schwulenbewegung. Als erster berichtete er, gerade aus einem Urlaub in New York zurück,  in der westdeutschen Homo-Presse über eine Schlägerei – über die Aufstände im [[Stonewall_Inn|Stonewall Inn]] gegen Polizei-Verfolgung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besondere Bedeutung erlangte Stümke mit einem Buch – erstmals überhaupt dokumentierte er umfassend, wie homosexuelle Männer in der Zeit der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft verfolgt, unterdrückt und vernichtet wurden, schrieb über Nazi-Terror gegen Homosexuelle:&lt;br /&gt;
Hans-Georg Stümke, Rudi Finkler: “Rosa Winkel, rosa Listen: Homosexuelle und ‘gesundes Volksempfinden’ von Auschwitz bis heute” (1981)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stümke engagierte sich besonders bei der Realisierung des Hamburger Schwulenzentrums ‘Magnus-Hirschfeld-Zentrum’ [[MHC]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besondere Bekanntheit erlangte später eine Kunstfigur Stümkes, sein ‘alter ego’ ‘Elvira Klöppelschuh’ mit ihrem Roman “Elvira auf Gran Canaria” (1994) – Stümke verbrachte seine Urlaube besonders gerne auf der Insel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hans-Georg Stümke starb am 29. September 2002, kurz nach seinem 61. Geburtstag, in Berlin an Krebs. “Ein Darling konnte er niemals sein”, begann Jan Feddersen treffend seinen Nachruf auf einen unbequemen bedeutenden Streiter für schwule Rechte. Hans-Georg Stümkes Grab befindet sich auf dem [[Alter_St_Matthäus_Kirchhof|Alten St.-Matthäus-Kirchhof]] in Berlin (Haupteingang, erstes Feld rechts des Hauptweges).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bücher (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
Hans-Georg Stümke, Rudi Finkler: Rosa Winkel, Rosa Listen. Homosexuelle und &#039;Gesundes Volksempfinden&#039; von Auschwitz bis heute. Hamburg 1981&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hans-Georg Stümke: Homosexuelle in Deutschland, Hamburg 1989&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;Elvira Klöppelschuh&#039;, Pseudonym: Elvira in Gran Canaria. Berlin, Januar 1994&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
Jan Feddersen: Unerbittlich im Kampf für schwule Rechte. Hans-Georg Stümke, einer der wichtigsten Köpfe der bundesrepublikanischen Homobewegung, ist tot. taz 04.10.2002&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aktivisten|Stümke, Hans-Georg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Künstler|Klöppelschuh, Elvira]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weblinks ===&lt;br /&gt;
* [https://www.2mecs.de/wp/2009/09/hans-georg-stuemke/ 2mecs: Hans-Georg Stümke]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ulli</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.homowiki.de/index.php?title=Cruising_(Film)&amp;diff=20047</id>
		<title>Cruising (Film)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.homowiki.de/index.php?title=Cruising_(Film)&amp;diff=20047"/>
		<updated>2015-02-23T08:55:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ulli: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Crusing ist ein US-Spielfilm von Regisseur William Friedkin mit Al Pacino in der Hauptrolle. Der Film wurde 1979 gedreht und 1980 uraufgeführt. Von Beginn an war der Film aufgrund des Verdachts der [[Homophobie]] massiven Protesten ausgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Handlung ==&lt;br /&gt;
Ein heißer Sommer in New York. Eine Mordserie wühlt die schwulen Lederszene des ‘West Village’ auf. Leichenteile schwimmen im Hudson River – die Polizei vermutet einen Serien-Killer, der seine Opfer in Schwulen-Bars kennen lernt. Undercover wird ein den Opfern ähnlich aussehender Polizist (Al Pacino als Steve Burns) in die Szene eingeschleust, dem sadistischen Täter auf der Spur. Der (nota bene heterosexuelle) Polizist entdeckt in den Bars des Village eine Szene der Drogen und des hemmungslosen Sex – und sieht sich mit seinen eigenen homosexuellen Anteilen konfrontiert. Er verdächtigt bald einen Barkeeper als Täter, von dem die Polizei mit Gewalt ein Geständnis  zu bekommen versucht. Doch die Spur erweist sich als falsch. Ist der wahre Täter unter den Schwulen zu suchen? Oder an ganz anderer Stelle?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Produktion ==&lt;br /&gt;
Regisseur William Friedkin drehte den Film ‘Cruising’, zu dem er auch das Drehbuch verfasste, auf Basis des gleichnamigen 1970 veröffentlichten Romans des ‘New York Times’-Autors Gerald Walker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Friedkin filmte großenteils vor Ort in New Yorks Schwulenszene, im Greenwich Village, in schwulen Bars wie ‘Badlands’, ‘Eagles Nest’, ‘Ramrod’. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Film zeigte ursprünglich viel vom schwulen Leben in den Bars.&lt;br /&gt;
Friedkin selbst wies allerdings später darauf hin, dass der Film zunächst länger gewesen sei. Um eine bessere Einstufung der Behörden zu bekommen als das ursprüngliche X-Rating (‘aufgrund sexueller oder gewalttätiger Inhalte nicht für Jugendliche geeignet’), habe er etwa 40 Minuten mit Szenen aus New Yorker Schwulen-Bars entfernt, überwiegend Sex-Szenen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Uraufführung von ‘Cruising’ war am 8.2.1980 (Release 15.2.1980) in New York. Die Kritiker zeigten sich von dem Film wenig angetan, an den Kinokassen war er international mässig erfolgreich. Auch in Deutschland war ‘Cruising’ kein großer Kassenschlager – nur 550.000 Zuschauer wollten den Film sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
‘Cruising’ wurde für einen Preis nominiert: 1981 gleich dreifach für die ‘Goldene Himbeerre’ ‘(1st Golden Raspberry Award’), in den Kategorien schlechtester Film, schlechtestes Drehuch und schlechteste Regie. Es blieb die einzigen Preis-Nominierung dieses Films.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Proteste ==&lt;br /&gt;
Bereits bei den Dreharbeiten zu ‘Cruising’ kam es zu Protesten von Schwulen, die Dreharbeiten wurden gestört (auch wenn gleichzeitig Teile der schwulen Leder- und S/M-Szene New Yorks begeistert an den Dreharbeiten als Statisten mitwirkten). Über eintausend Demonstranten forderten in einem Protestmarsch die Stadt New York auf, ihre Unterstützung bei den Dreharbeiten zu beenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Demonstranten befürchteten, der Film könne zu einem Anstieg der Hass-Verbrechen (hate crimes) gegen Schwule führen. Insbesondere drei Dinge standen im Mittelpunkt dieser Proteste: die Gleichsetzung von schwuler Subkultur und Gewalt, die heterosexualisierte Sicht auf Schwule sowie besonders, dass die Hauptperson des Films mit dem Entdecken der eigenen Homosexualität psychotisch wird und zu morden beginnt (ein Vorwurf, dem Friedkin mit einem anderen Schnitt des Film-Endes, der diese Deutung offen lässt, meinte begegnen zu können).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Friedkin betonte angesichts der bald einsetzender Proteste, ‘Cruising’ handele nicht von Homosexualität, er fälle keine Werturteile (eine Sichtweise, die er auch 2007 in einem Interview wiederholte).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;“I’m trying to present a portrait of a group of people who get their sexual kicks in ways that society doesn’t approve, but I’m making no personal judgement of these people.”&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bald ergänzte Friedkin auf Anraten des um Rat gebetenen schwulen Autors John Rechy den Film um den Hinweis (der später in der 2007/2008-DVD-Version des restaurierten Films wieder fehlt):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;“This film is not intended as an indictment of the homosexual world. It is set in one small segment of that world, which is not meant to be representative of the whole.”&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Später allerdings merkte Friedkin an, dieser Hinweis sei ihm vom Verleiher United Artists “zur Beschwichtigung der Schwulengruppen” aufgenötigt worden, damit der Film überhaupt zur Aufführung gelangen könne. [[Vito Russo]], schwuler Film-Historiker, hingegen kommentierte in ‘The Celluloid Closet’ trocken, welcher Regisseur würde solch eine Anmerkung ergänzen, wenn er wirklich überzeugt sei, dieser Film würde nicht als Darstellung der Schwulenszene in ihrer Gesamtheit gesehen werden. Diese Anmerkung sie “ein Schuldeingeständnis”:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;“This disclaimer is an admission of guilt.”&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
Die Rezeption von ‘Cruising’ hat sich im Laufe der Zeit verändert. Äußerungen mancher Kritiker sind milder geworden.&lt;br /&gt;
Bill Krohn bezeichnet ihn 2004 als eine “offensive Anomalie” und “seiner Zeit voraus“. Adrian Martin feiert ‘Cruising’ gar 2008 als ‘Meisterwerk des Kinos der 80er Jahre’m, interpretiert ihn als Film über ein ganzes soziales System aus sexueller Repression und mörderischen Impulsen (“entire social system running on sexual repression and twisted, murderous impulses“).&lt;br /&gt;
Derr fernsehsender ARTE kommentierte die Neu-Ausstrahlung Anfang Juli 2012 mit den Worten &#039;&#039;“Tatsächlich ist der Film mehrdeutig, was seine Darstellung der Schwulenszene angeht, und viel hängt von der Wahrnehmung der schonungslos inszenierten Bilder ab.”&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
Guy Davidson, “Contagious Relations: Simulation, Paranoia, and the Postmodern Condition in William Friedkin’s Cruising and Felice Picano’s The Lure,” GLQ 11.1 (2005): 23-64&lt;br /&gt;
Alex Simon: [http://thehollywoodinterview.blogspot.de/2008/01/cruising-with-billy.html CRUISING WITH BILLY – Director William Friedkin restores his controversial classic for a new audience—and a new age.] (Interview mit ‘Cruising’-Regisseur William Friedkin, 2007)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Robin Wood 1986: The Incoherent Text&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bill Krohn 2004: [http://www.rouge.com.au/3/friedkin.html Friedkin out]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vito Russo: The Celluloid Closet – Homosexuality in the movies. New York 1981&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bühne_Film_TV]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:BDSM]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:1979 Ereignis]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weblinks ===&lt;br /&gt;
* [https://www.2mecs.de/wp/2012/07/cruising-homophobes-machwerk-und-teil-der-queeren-geschichte/ 2mecs: Film “Cruising” – ‘homophobes Machwerk’ &amp;amp; ‘Teil der queeren Geschichte’]&lt;br /&gt;
* [https://www.2mecs.de/wp/2012/12/interior-leather-bar-james-franco-dreht-vernichtete-40-minuten-von-cruising-nach-trailer/ 2mecs: Interior. Leather Bar – James Franco dreht vernichtete 40 Minuten von ‘Cruising’ nach]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ulli</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.homowiki.de/index.php?title=Gefangen_in_Babel&amp;diff=20046</id>
		<title>Gefangen in Babel</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.homowiki.de/index.php?title=Gefangen_in_Babel&amp;diff=20046"/>
		<updated>2015-02-23T08:52:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ulli: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Gefangen in Babel&#039;&#039;&#039; (auch &#039;&#039;&#039;Der Köder&#039;&#039;&#039;, englisches Original &#039;&#039;&#039;The Lure&#039;&#039;&#039;) aus dem Jahr 1979 ist der erste Roman des US-Autors Felice Picano, und der vermutlich erste Bestseller überhaupt mit schwulem Inhalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Handlung ==&lt;br /&gt;
Noel Cummings ist wie so oft früh morgens mit seinem Fahrrad unterwegs. Ein Geräusch, ungewohnt so früh am  Morgen, weckt seine Aufmerksamkeit. Wird er gerade Zeuge eines Mordes? Von einem etwas zwielichtigen, undurchschaubaren Agenten der New Yorker Polizei lässt er sich überreden, als verdeckter Ermittler in die Schwulenszene der Stadt einzutauchen, als ‘Köder’ (engl. lure) für den Mörder. Noel wird bald zum Objekt der Begierde – und mehr als das. Er wird Subjekt, beginnt seine eigene Homosexualität zu entdecken und, zunächst vorsichtig tastend, zu leben. Taucht dabei tief ein in die New Yorker Schwulenszene, Bars und Bar-Betreiber, wohlhabende Schwule und Männer, die sich engagieren – engagieren wofür? Immer bleibt er dabei auf der Suche – nach dem Mörder, im Auftrag der Polizei. Oder?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Über den Roman ==&lt;br /&gt;
“The Lure” war der erste Roman des 1944 in New York geborenen Felice Picano, ein Thriller, 1979 erschienen (Lawrence / Delacorte, New York) – und einer der ersten Bestseller mit schwulem Thema überhaupt.&lt;br /&gt;
Auf deutsch erschien ‘The Lure’ erstmals 1981 unter dem Titel ‘Gefangen in Babel’ (Schweizer Verlagshaus Zürich / Droemer Knaur, 1981; Übersetzung Kurt Wagenseil und Heinrich Zweifel). Eine zweite deutsche Ausgabe erschien Jahre später unter dem Titel ‘Der Köder’ (Albino Verlag Berlin 1993, 2. Aufl. 1996). Zudem gab es kurzzeitig (zum Zeitpunkt des Erscheinens der ersten, damals sehr hochpreisigen deutschsprachigen Ausgabe) einen deutschsprachigen Raubdruckdruck, der in USA gedruckt worden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Picano selbst beschreibt ‘The Lure’ 1996 in einem Interview als &#039;&#039;„the first and only gay mystery thriller“&#039;&#039; – ein Thriller, der zudem erzählte, wie die Schwulenszene der 1970er Jahre entstand (und indirekt an in Vergessenheit geratende Errungenschaften und Heldinnen und Helden erinnert):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Those who formed gay culture in the 70s did so despite overwhelming opposition and indifference. They didn’t know what they were doing, only that they had to do it. Many, many of them, men and women, are dead of AIDS and cancer. They were heroes. If we stand tall today it’s because we’re standing on the shoulders of giants, princes, queens, and butches. I think we should honor and salute them.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
‘The Lure’ wirkte bei seinem Erschienen beinahe wie ein Gegen-Entwurf zum kurz zuvor 1980 herausgekommenen (von vielen Schwulen als homophob empfundenen) Film ‘[[Cruising_(Film)|Cruising]]’ von William Friedkin. Der (zunächst heterosexuelle) Protagonist entwickelt sich hier nicht (wie in ‘[[Cruising_(Film)|Cruising]]’) degeneriert  zum mordenden schwulen Zombie, sondern ‘in Richtung eines vollwertigen Schwulseins’ („in favor of a fully fledged gayness“, Davidson 2005).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
Brian Ray Fruth 2007: “Media Reception, sexual identity, and public space”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Owen Keehnen 1996: “The Best is yet to come: A Talk with Felice Picano”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Guy R. Davidson 2005: Contagious Relations: Simulation, Paranoia, and the Postmodern Condition in William Friedkin’s ‘Cruising’ and Felice Picano’s ‘The Lure’&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:1979 Ereignis]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:1981 Ereignis]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:1993 Ereignis]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weblinks ===&lt;br /&gt;
* [https://www.2mecs.de/wp/2012/07/felice-picano-the-lure/ Ulrich Würdemann / 2mecs: Picano ‘ The Lure ‘ – Zeugnis schwulen Selbstbewusstseins in den 1970ern]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ulli</name></author>
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