Alttunten

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Alttunten sind eine Unterart der Tunten, die je nach tuntischer Tradition mehr oder weniger alt sind bzw. bereit sind zuzugeben oder sich zuschreiben zu lassen. Die genaue Datierung von Alttunten wird durch verschiedene, teils fragwürdige, tuntenwissenschaftliche Methoden vorgenommen. Als eine der verlässlichsten, aber auch langweiligsten Methoden gilt der gemeine Persodiebstahl. Für interessantere Erlebnisse und Ergebnisse sorgt hingegen die Duttenanalyse. Dabei wird eine olle Durte mit verschiedenen Verfahren (Zellkultur, Mikroskop, Zentrifuge, etc.) analysiert, um aufgrund der gesammelten Daten eine Einschätzung vorzunehmen.

Mythische Archetypen

In der Tuntenmythologie tritt die Alte in Form verschiedener Archetypen auf, die für verschiedene Aspekte des Lebens und des Alterns stehen. Die Alttunte kann in diesen Formen als Warnung, Beleidigung, Botin oder Schutzheilige auftreten. Im Folgenden einige gängige Archetypen:

Die garstige Alte

Die gartsige Alte ist für ihre rücksichtslose Garstigkeit bekannt. Einerseits ist sie als wehrhaftes Ideal bekannt, dass sich stets wortgewandt gegen eine ätzende Hete zu verteidigen weiß, andererseits wird ihr Name in Zorn gesprochen, wenn sie mal wieder eine Jungtunte mit ihren miesen Sprüchen zum Weinen gebracht hat. Als schützende Figur tritt sie beispielsweise im Backstage in Türnähe auf, wo sie eindringenden Sterblichen mit einer gemeinen Bemerkung umgehend klar macht, dass sie nicht willkommen sind. Auf diese Weise erspart sie den „Künstler*innen“ Nerv und Zeit und trägt so zu einer qualitativ(?) hochwertigen(?) Show bei.

Die sture Alte

Die sture Alte geht allen damit auf den Geist, dass sie ihre mentale Flexibilittät vor langer Zeit eingemottet hat (falls sie diese überhaupt jemals hatte). Kollektive treibt sie damit oft in den Wahnsinn, weil mit ihr einfach keine Kompromisse machbar sind. Sie zieht Entscheidungsfindungen mitunter stark in die Länge und geht dabei allen auf die keimzellenbildenden Organe. Auf der positiven Seite wacht sie stabil über wichtige Regeln, die nicht einfach über den Haufen geworfen werden sollten oder wird der gefeierte Fluch aller Heten, die vergeblich gegen sie anrennen, sollte sie es in eine Machtposition geschafft haben.

Die verbitterte Alte

Die verbitterte Alte jagt Tutnen jeden Alters Angst ein selbst so werden zu können. Das Leben hat sie gezeichnet und Rückschläge haben in ihrer Erinnerung der Platz ihrer glorreichen Erfolge schon lange verdrängt. Wenn sie tatsächlich mal irgendwo da oder sogar dabei ist, so kann sie kaum an etwas ein gutes Zweithaar lassen. Selbst die zauberhaftesten Jungtunten vermögen nicht sie zu bezirzen, wenn sie auf der Suche nach einer Mentorin oder unterhaltsamen Anekdoten die Nähe der verbitterten Alten suchen. Sie ist auf ihre Art ein Mahnmal, das auch Hoffnung gibt, denn Zuneigung unter Tutnen ist immer da und kann empfangen werden, so lange die Bitterkeit wenigstens gelegentlich dem süßen (und trockenen!) Schaumwein weicht.